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khd
    Stand:  24.10.2014   (67. Ed.)  –  File: PLS/Forum/PLS_Forum_2012.html



Li'felde Diese Seite ist Teil des Bürger-Portals zur Stadt(ver)planung in Lichterfelde-Süd. Giesensdorf – wie Lichterfelde-Süd früher hieß – ist seit jeher das Stiefkind der (Bezirks-) Politiker. Manche von ihnen wissen noch nicht mal, wo „Giesensdorf“ überhaupt liegt — und entscheiden dennoch über gravierende Bauleitplanungen in dieser Gegend. Man schob und schiebt dort gerne etwas hin, was man in den feineren Wohnquartieren des Bezirks nicht so gerne sieht. [Ständig benachteiligt!]

   
  F o r u m - E i n t r a g
Zur Stadt(ver)planung
in Lichterfelde-Süd.
 
In diesem am 1. Mai 2012 gestarteten völlig unabhängigen Forum können Sie Ihre Mitteilungen, Meinungen (auch Ihren Unmut) und Fragen zur neueren Stadtentwicklung von Lichterfelde-Süd einbringen (posten). Dieses Forum „Parks Range im Dialog“ ist moderiert, weshalb Ihre Beiträge und Kommentare erst mit einigen Tagen Verzögerung im Forum erscheinen können.

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Lichterfelde-Süd — Forum zur Stadtentwicklung – 2012

Forum zu Lichterfelde-Süd:
[Behandelte Themen]  [Posten]  [Aktuelles]
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Name:
E-Mail:
Datum:
Eine alte Giesensdorferin
--- (nicht bekannt)
21. April 2012 um 19.23 Uhr
Diskussion tut not
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 001
Ich freue mich, daß vielleicht doch noch eine breite Diskussion zu Verplanungen in Giesensdorf (Lichterfelde-Süd) in Gang kommt. Habe heute zufällig davon gehört, daß in Privatinitiative eine Diskussions-Plattform im Internet (wenn wir das nicht hätten...) gestartet werden soll.

Was haben wir nicht schon alles an Negativem in unserem Kiez am Stadtrand erleben müssen: Kraftwerk, Dorfzerstörung, Großsiedlungen auf den Giesensdorfer Feldern usw. Aber diese vorgebliche „
Informationsveranstaltung“ des Bezirks (?) am Donnerstag [19.4.2012] war der Gipfel der Volksverdummung durch Politiker, die sich in die Hände von geldgierigen Global-Lobbyisten begeben haben. Wer hat eigentlich diesen tendenziösen „Moderator“ bezahlt?

Viel Erfolg!

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
22. April 2012 um 18.10 Uhr
Erinnerung an den
Landschaftsplan XII-L2
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 002
BezAmt-Entwurf des XII-L2 von 1984 (umgezeichnet)
^   Das ist der (umgezeichnete) amtliche Landschaftsplan-Entwurf XII-L2 des Bezirksamts Steglitz von 1984. Dieser Grundplan wurde der Öffentlichkeit im Rahmen einer (ehrlichen!) Bürgerbeteiligung am 17. Dezember 1984 in der Aula der Kopernikusschule vorgestellt. Entwickelt wurde der Plan von der Unteren Naturschutzbehörde des Bezirks auf der Basis des Entwurfs des Landschaftsprogramms vom Juni 1984 sowie etlichen Experten-Gutachten.

Im Rahmen dieser Bürgerbeteiligung reichten damals viele Bürger und Betroffene sehr dezidierte und begründete Anregungen und Änderungsvorschläge ein, die bis heute nicht berücksichtigt worden sind, aber im Kern noch immer Bestand haben. Warum hat die Bezirkspolitik nicht einmal in diese aufschlußreichen Akten geschaut, bevor sie sich auf einen Unrechtsweg einer Gefälligkeits-(Ver-)Planung des Steglitzer „Außenbereichs“
(§ 35 BauGB) in Lichterfelde-Süd begab? Wollte sie etwa Futter fürs Nichtbestehen vorm Bundesverwaltungsgericht liefern . . .   (Repro: 2007 – khd)

[Die Bürger-Forderungen von 1982] [Was ist ein Landschaftsplan?]

[Warum ist für Lichterfelde-Süd ein Landschaftsplan erforderlich?]

Name:
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Datum:
Erwin
--- (nicht bekannt)
23. April 2012 um 14.19 Uhr
Steglitzer Baustadtrat Schmidt
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 003
Hallo in Lichterfelde,
habt ihr mitgekriegt, wie sich „unser“ Stadtplanungsstadtrat
Norbert Schmidt im Tagesspiegel vom 21. April beim Bebauungsplanverfahren (6-22) in Zehlendorf als Bürger-Ignorant enttarnte?

Sagte er doch, die Bebauung auf „dem ehemaligen Areal des Deutsch-Amerikanischen Volksfests ist planungsrechtlich mittlerweile durch“. Aber Ende April startet erst die Bürgerbeteiligung (Öffentliche Auslegung des 6-22)...

Alles klar?! Diesen CDU-Stadtrat interessiert gar nicht mehr, was die Bürger bis Ende Mai vorzutragen haben. Die PIRATEN sollten einen Abwahlantrag stellen.

Gruß
Erwin aus Zehlendorf
[Editor–28.04.2012:    Danke! Ich habe inzwischen in die Spiegelung des Zeitungs-Interviews eine entsprechende Editor-Anmerkung eingefügt. -- khd]

Name:
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Datum:
G. Niebergall
gerhard_niebergall (at) web.de
26. April 2012 um 22.12 Uhr
Schutz der Natur?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 004
Der Umweltausschuss der BVV [Steglitz-Z.] hat heute einstimmig folgenden Beschluss gefasst:

Schutz der Natur in Lichterfelde-Süd

Das Bezirksamt wird gebeten, die notwendigen planerischen und naturschutzrechtlichen und -fachlichen Vorarbeiten zur FNP-Änderung in Bezug auf das Gelände südlich der Réaumurstraße in Lichterfelde-Süd durchzuführen bzw.
zu beauftragen, um eine ökologisch wertvolle halboffene Weidelandschaft mit Rote-Liste-Arten weitgehend zu sichern..
Der von den BündnisGrünen eingebrachte Antrag war zuvor mit der SPD abgestimmt worden, die dem Antrag beitrat und den eigenen Antrag „Landschaftsschutzgebiet Lichterfelde Süd“ zurück zog.

Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Antrag unbeschadet die beteiligten Ausschüsse und die BVV passiert.

Freundliche Grüße
Gerhard Niebergall
[Editor–28.04.2012:    Als Begründung dieses Antrags vom 14.3.2012 wurde lt. BVV-Drucksache-0151/IV von den GRÜNEN geliefert: „Der Investor beabsichtigt erneut die Bebauung des Geländes. In einem ersten Schritt sind die Voraussetzungen für die Änderung des Flächennutzungsplans zu schaffen und dabei die vorhandene wertvolle Natur gutachterlich zu erfassen. Im Rahmen der FNP-Änderung sollen diese Flächen geeignet gesichert werden. Pläne für eine behutsam angepasste Randbebauung sollen zusammen mit Bürgerinitiativen, den Anwohner/innen insbesondere der Thermometersiedlung und den Investoren entwickelt werden.“ -- khd]
[Editor–02.05.2012:    Festzuhalten ist aber, daß der Bezirk bis zum heutigen Tage keinen Aufstellungsbeschluß für ein (neues) Landschaftsplanverfahren für das gesamte Planungsgebiet (rund 110 ha) nach dem Berliner Naturschutzgesetz (§ 8ff) gefaßt hat. Warum nicht? Das sieht nun alles sehr nach einer „Gefälligkeitsplanung“ für den Finanz-Investor aus, der offensichtlich auch noch mit der Begutachtung „zu beauftragen“ sei. Das läßt Schlimmes befürchten...

Angesichts der Vorgeschichte (man schaue nur in die Altakten des ruhenden XII-L2!) ist in diesem Fall das gesetzlich geregelte Landschaftsplanverfahren eine Conditio sine qua non (unerläßliche Bedingung) für jedwede weiteren (Bau-) Planungen. Eigentlich sollten das gerade die GRÜNEN sehr genau wissen!

Auch außerhalb des Ex-Truppenübungsplatzes muß sehr genau auf Details der dort entwickelten Natur geschaut werden. Und im übrigen müssen dabei auch die großen — und vom Bezirksamt Steglitz verbindlich anerkannten — Defizite an Naherholungsflächen für die Allgemeinheit hoheitlich geklärt werden. Sollte das alles etwa der Investor CA Immo ‚verboten‘ haben? Und wo bleiben die entprechenden Anträge der BVV-Fraktionen? -- khd] [mehr]

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
1. Mai 2012 um 00.00 Uhr
Was wird aus Lichterfelde-Süd?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 005
Wie anderenorts angekündigt, startet heute — am 1. Mai 2012 — das neue Informations- Portal „pruefstein-lichterfelde-sued.de“ im World-Wide-Web des Internets. Der zugehörigen Diskussions- Plattform „forum.pruefstein-lichterfelde-sued.de“ kommt eine besondere Bedeutung zu:

Was wird aus Lichterfelde-Süd?“

Das fragte bereits 1973 der legendäre Gemeindepfarrer Gustav Roth auf der Titelseite des Gemeindeblatts „Forum Lichterfelde-Süd“ der ev. Kirchengemeinde Giesensdorf. Die Frage ist auch 40 Jahren später aktuell und höchst brisant. Denn die Entscheider in Politik und Wirtschaft verheimlichen noch immer, was sie vor Ort wirklich vorhaben.

Da Pfarrer Roth schon damals von Politikern und Investoren keine befriedigenden Antworten zur Stadtplanung erhielt, riet er dazu, daß alle „mit noch größeren Ohren hören müssen, was sich da still und heimlich entwickelt“. Mit dem Internet haben wir heute die Möglichkeit ganz große Ohren zum ‚Hören‘ zu nutzen.

Mögen viele wichtige Hinweise — auch gerne anonym — auf dem neuen „Forum Lichterfelde-Süd“ eingehen, damit wir Bürger uns ein wahres Bild machen können.
[Editor–02.05.2012:    Auch wenn man das Internet schon gut 25 Jahre kennt, gibt es immer wieder Überraschungen: Nachdem ich am Sonntag (29.4.2012, 14.40 Uhr) die beiden neuen Domains zur Distribution freigab, dauerte es noch nicht mal 3 Stunden bis die Robot-Software der Firma Google das neue Angebot in den USA ortete und sofort den gesamten Inhalt indizierte (der Volltext-Suche zugänglich machte) — andere müssen darauf Monate warten. -- khd]
[Editor–04.05.2012:    HINWEIS ZUM ANONYMEN VERSAND VON E-MAIL:
Nutzen Sie dazu das lokale
Formular zum Posten und verzichten auf den Eintrag Ihrer E-Mail-Adresse oder senden Sie Ihren Beitrag direkt an „forum (at) khd-blog.net“ (natürlich müssen Sie das „ (at) “ durch ein „@“ ersetzen). -- khd]

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Datum:
Georg von Boroviczeny
georg.boroviczeny (at) piratenfraktion-sz.de
5. Mai 2012 um 14.53 Uhr
Was einen Abwahlantrag angeht
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 006
Abberufung (Abwahl) eines Bezirksamtsmitglieds

Das Bezirksamt ist gegenüber der BVV für sein Verwaltungshandeln politisch verantwortlich. Deshalb ist die gesetzliche Möglichkeit eröffnet, die Bezirksbürgermeisterin/den Bezirksbürgermeister oder einzelne Bezirksstadträtinnen/Bezirksstadträte vorzeitig abzuberufen. Einer besonderen Begründung bedarf es in rechtlicher Hinsicht nicht. Für die Abwahl ist eine Mehrheit von zwei Dritteln (d. h. mindestens 37 Ja-Stimmen) der (55) Mitglieder der BVV erforderlich; auf die Zahl der konkret anwesenden Bezirksverordneten kommt es nicht an.

Um eine spontane Abberufung eines Bezirksamtsmitglieds zu verhindern, kann die Abstimmung erst nach zweimaliger Beratung erfolgen, wobei die zweite Beratung frühestens zwei Wochen nach der ersten stattfinden darf. Die Abstimmung über den Abwahlantrag kann dann unmittelbar nach der zweiten Beratung durchgeführt werden.“
Bezirksstadtrat Schmidt ist Mitglied der CDU und von dieser nominiert; jeder kann sich daher ausrechnen, wie wahrscheinlich eine Abwahl ist...
[Editor–06.05.2012:    Tja, das ist wohl wahr, aber: Beim Abwahlversuch (unter ähnlichen Bedingungen) von Gesundheits/Umwelt- Stadtrat Henning Lemmer (CDU) durch die Steglitzer GRÜNEN (hießen damals noch „Alternative Liste“) im Frühjahr 1987 gab’s eine inhaltsvolle Debatte um die Verfehlungen in Sachen Umwelt (Altlasten-Probleme im Bezirk Steglitz), worüber dann die Presse erstmals ausführlich berichtete . . . -- khd]

Name:
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Datum:
Insider
--- (nicht bekannt)
6. Mai 2012 um 00.11 Uhr
Landschaftsplanverfahren
endlich beschließen!
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 007
Das gesamte Areal zwischen Thermometersiedlung und Stadtgrenze zu Brandenburg sowie zwischen Osdorfer Strasse und Anhalter Bahn bedarf wegen seiner Größe (ca. 120 ha), Lage im Außenbereich (§ 35 BauGB) und der anzutreffenden hohen Biodiversität vordringlich der landschaftsplanerischen Untersuchung. Das ist adäquat nur durch ein gesetzliches Landschaftsplanverfahren nach § 3 und folgende des Berliner Naturschutzgesetzes (NatSchGBln) zu leisten.

Angesichts des enormen Planungsdrucks [Ed: siehe Terminplan der CA Immo] muß der Bezirk unverzüglich (noch bis zur Sommerpause) den Aufstellungsbechluß für das Landschaftsplanverfahren nach § 10 NatSchGBln fassen und im Amtsblatt veröffentlichen.

Ein Insider mit Durchblick

Name:
E-Mail:
Datum:
Barbara von Boroviczeny
barbara (at) von-boroviczeny.de
6. Mai 2012 um 11.57 Uhr
Bürger-Einwendungen
gingen unter
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 008
In Sachen Bürgerbeteiligung war hier in Zehlendorf das letzte große Ärgernis die Planung und beschleunigte Baugenehmigung für das Projekt „Truman Plaza“, jetzt „Fünf Morgen“ genannt, vom Investor Stofanel, zu der an die 200 schriftliche Einwendungen eingingen, die nachher im Eilverfahren untergingen [Ed: auch diese].

Anbei meine Einwendungen „Bund, Land und Bezirk denken nur noch ans Geschäft“ [0,7 MB PDF], die ich unserem Bürgermeister [Norbert Kopp, CDU: „In unserem Bezirk gibt es Bedarf an teurem Wohnen. Deshalb freue ich mich, dass hier jetzt etwas passiert.“] zum 1. Spatenstich bei der Anlage von „Dahlem Paradise“ überreicht habe und eine noch nicht verkaufte Liegenschaft an der Fischerhüttenstraße betreffend.

Eine scheindemokratische Bürgerbeteiligung wird jetzt ja allerseits propagiert. Darauf fallen leider derzeit sogar auch einige Mieterinitiativen herein.

Mit freundlichen Grüßen
Barbara Boroviczeny
Mieterinitiative Onkel-Tom-Siedlung

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E-Mail:
Datum:
Arne Müller
arne.mueller (at) piratenfraktion-sz.de
8. Mai 2012 um 10.52 Uhr
Naturschutzgesetz
durchsetzen
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 009
Beschlussempfehlung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Tiefbau und Landschaftsplanung [vom 26.4.2012]:

Das Bezirksamt wird gebeten, die notwendigen planerischen und naturschutzrechtlichen und -fachlichen Vorarbeiten zur FNP-Änderung in Bezug auf das Gelände südlich der Réaumurstraße in Lichterfelde-Süd durchzuführen bzw. zu beauftragen, um eine ökologisch wertvolle halboffene Weidelandschaft mit Rote-Liste-Arten weitgehend zu sichern.
http://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNRA87&options=4

Welche weiteren konkreten Handlungsmöglichkeiten für die BVV gibt es aus Sicht der BI zudem?

Viele Grüße,
Arne Müller
(Piratenfraktion Steglitz-Zehlendorf)
[Editor–09.05.2012:    Der Beschluß ist viel zu unpräzise, um in Lichterfelde-Süd das Naturschutzgesetz durchzusetzen. Auch geht es vorrangig nicht um die Korrektur des Berliner Flächennutzungsplans (FNP), sondern um den hoheitlichen Schutz der Natur (wertvoller Biotope) vor Baubegehren — notfalls auch mit Veränderungsverboten nach § 12 des Berliner Naturschutzgesetzes (NatSchGBln).

Nur im gesetzlichen Landschaftsplanverfahren nach §§ 8–10 NatSchGBln (mit Beteiligung aller Träger öffentlicher Belange, mit Bürgerbeteiligung, der Möglichkeit Veränderungverbote zu erlassen und letztendlich der Schlußabstimmung durch die BVV) ist garantiert, daß alle wesentlichen Belange einer „Grünordnung“ (auch das geforderte LSG aka Landschaftspark Lichterfelde-Süd) berücksichtigt werden. -- khd]

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Datum:
Kein_Platz_für_Kreuzkröten
--- (nicht bekannt)
11. Mai 2012 um 04.27 Uhr
Ödland-Natur muß weg
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 010
      Planungsgebiet in Lichterfelde-Süd 2004
^   „Ödland“ in Lichterfelde-Süd? [Sieht so Ödland aus?]
Sollten sich alle Gutachter geirrt haben? Anonymus „Kein_Platz_für_Kreuzkröten“ hat offensichtlich keinen rechten Durchblick in „SZ“. [Hier gibt’s Nachhilfe]   (Foto: 29.7.2004 – khd)
Die BI redet fast immer von „einzigartiger Fauna und Flora“, die sich dort angesiedelt habe. Ich kann nur dringend empfehlen, sich selbst mal ein Bild von dieser „Brache“ zu machen. Jedes Stück Landschaft, das mehr als 20 Jahre sich selbst überlassen wird, entwickelt sich genau so.

Wir brauchen aber bezahlbaren und „schönen“ Wohnraum in SZ [Steglitz-Zehlendorf], mit allen dazu notwendigen Infrastrukturen, kein Ödland.

Name:
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Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
11. Mai 2012 um 19.20 Uhr
Hinweis auf neuen
BVV-Antrag
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 011
In Zusammenarbeit von Bürgern und den PIRATEN in der BVV Steglitz-Zehlendorf entsteht derzeit ein neuer wegweisender BVV-Antrag zu den Planungen für Lichterfelde-Süd. Dieser Antrag mit dem Arbeits-Titel „Naturschutzgesetz in Lichterfelde- Süd durchsetzen!“ verlangt ein (neues) gesetzliches Landschaftsplanverfahren, um die Bebaubarkeit des 120-Hektar-Areals zu klären und um die dort vorhandenen wertvollen Biotope sowie Naherholungsflächen auf Dauer für die Allgemeinheit rechtsverbindlich zu sichern. [Berliner Naturschutzgesetz]

Bei der „Internet-Partei“ kann jede/r daran via Internet mitarbeiten unter dem Link: https://wiki.piratenpartei.de/BE:Steglitz- Zehlendorf/BVV/Naturschutzgesetz_in_Lichterfelde_S%C3%BCd_durchsetzen
[Editor–16.05.2012:    Die PIRATEN-Fraktion hat heute diesen wegweisenden Antrag „Landschaftsplanverfahren für das Gebiet südlich der Thermometer- Siedlung“ in die BVV Steglitz-Zehlendorf eingebracht (Drucksache-Nr.: 0227/IV). Die Erstbehandlung erfolgt in der BVV am Mittwoch, den 23. Mai 2012. Es wird eine Überweisung des Antrags in die Auschüsse Umwelt, Stadtplanung, JWA und Haushalt erwartet. -- khd]

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E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
18. Mai 2012 um 22.14 Uhr
Die Bürger-Forderungen
von 1982
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 012
Angesichts der aktuellen Entwicklung wird es Zeit, einige Bürger-Positionen in Erinnerung zu rufen. Denn mit enormem Weitblick und Tausenden Unterschriften forderten die Bewohner von Lichterfelde-Süd von der Politik bereits vor 30 Jahren die Entwicklung der Thermometer-Siedlung zu einem gesunden Quartier „zum Wohnen und Arbeiten und Erholen“.

Die Forderungen von 1982:

*  Ein reines Gewerbegebiet mit neuen, umweltfreundlichen Arbeitsplätzen (vorhandene Betriebe können durch Umsetzung zum großen Teil erhalten bleiben).

*  Die Schaffung von Naherholungsflächen in der Nähe der Hochhaus-Wohnungen.

*  Den Erhalt von schützenswerten Naturgebieten.

*  Die Schonung von Flora und Fauna der vorhandenen Landschaft.

*  Den Verzicht auf den Bau neuer Durchgangsstraßen durch die Wohngebiete.
[Editor–29.05.2012:    Diese präzisen und Amts-aktenkundigen Bürgerforderungen sind auch im Jahr 2012 ganz aktuell und werden noch ganz weit tragen, wobei aus heutiger Sicht das „Gewerbegebiet“ zu interpretieren ist mit: „Etwas Gewerbe plus etwas Wohnbebauung“. -- khd]

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Datum:
brausepulver II
--- (nicht bekannt)
24. Mai 2012 um 17.29 Uhr
CA erwartet der große Flop
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 013
Hallo, ich zitiere mal aus dem URBIA Forum im Internet von 2009:
"Thermometersiedlung ist ein heißes Pflaster. Gegenüber ist die Woltmannsiedlung inkl. verfeindeter Gangs. Die Ausländerrate ist da auch sehr hoch (Sozialwohnungen?) Tagsüber ungefährlich. Es gibt da auch schöne Spielplätze in der Woltmannsiedlung aber hinziehen würde ich da nie. Hier, Lichterfelde Ost, ist es nur 15 Gehminuten entfernt und eine ganz andere Welt."

Wie können da die aus Wien dahergelaufenen Immo-Fuzzis der Credit-Anstalt [CA] glauben, sie könnten in Lichterfelde Süd das ganz große Geschäft mit dem Verscherbeln von Häuschen und Eigentumswohnungen machen. Käufer lesen doch heute vorher Internet...
LG

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Datum:
spekulatius
--- (nicht bekannt)
26. Mai 2012 um 11.36 Uhr
Will die CA nur Kasse machen?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 014
Also ich sehe das so:
Diese oesterreichische Immo-Company will doch gar nicht in Lichterfelde bauen. Die ganze Show, die sie jetzt veranstalten, dient doch nur der Baurechtbeschaffung. Sie wollen damit eine drastische Wertsteigerung ihrer Grundstuecke erzielen und dann Kasse machen. Und Politiker fallen darauf rein...

Ihr Wiener Chef Dr. Ettenauer hat das neulich eigentlich ziemlich unverbluemt gesagt, siehe
Meldung im Immo-Ticker. Die haben doch kein Interesse daran, preiswerte Wohnungen fuer arme Berliner zu bauen.
[Editor–28.05.2012:    Hm, das klingt sehr plausibel. Aber was für Schlüsse müßten daraus gezogen werden? Um diese interessante Meldung nicht zu verlieren (Ticker sehen beim Archivieren meist schlecht aus), wurde sie inzwischen auf der „CA-Seite 1“ gespiegelt. -- khd]

Name:
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Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
28. Mai 2012 um 00.06 Uhr
Merkwürdiger Abruf
aller HTML-Seiten!
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 015
Am Pfingst-Samstag erfolgte ab 18.25 Uhr MESZ ein höchst merkwürdiger Zugriff auf http://pruefstein-lichterfelde-sued.de/. Sämtliche Web-Seiten (nur Objekte in HTML, keine Abbildungen oder PDF-Docs) wurden auf einen Schlag in nur 19 Sekunden -- also vollautomatisch -- vom Netzknoten mit der IP-Adresse 92.85.161.165 abgerufen (Auszug aus der Logfile auf dem Web-Server in Houston/USA):
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:45 -0500] "GET / HTTP/1.1" 200 30071 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:46 -0500] "GET /Foto_Verzeichnis.html HTTP/1.1" 200 28238 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:47 -0500] "GET /Lichterfelde_References.html HTTP/1.1" 200 49998 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:47 -0500] "GET /Pruefstein.html HTTP/1.1" 200 30071 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:48 -0500] "GET /Site-map.html HTTP/1.1" 200 45577 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:49 -0500] "GET /Artikel-Liste.html HTTP/1.1" 404 3354 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:50 -0500] "GET /robots.txt HTTP/1.1" 200 2259 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:51 -0500] "GET /Aus_Medien/AM_01.html HTTP/1.1" 200 32949 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:51 -0500] "GET /Aus_Medien/AM_02.html HTTP/1.1" 200 54862 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:52 -0500] "GET /Aus_Medien/AM_03.html HTTP/1.1" 200 74283 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:53 -0500] "GET /Aus_Medien/AM_04.html HTTP/1.1" 200 68076 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:54 -0500] "GET /Aus_Medien/AM_05.html HTTP/1.1" 200 46154 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:54 -0500] "GET /Aus_Medien/AM_xxx.html HTTP/1.1" 404 3354 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:55 -0500] "GET /Ex/PLS_Dies-Das_01.html HTTP/1.1" 200 46612 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:56 -0500] "GET /Ex/PLS_Dies-Das_02.html HTTP/1.1" 200 39877 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:56 -0500] "GET /Forum/PLS_Forum_2012.html HTTP/1.1" 200 38665 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:57 -0500] "GET /Forum/PLS_Forum_ENTRY.html HTTP/1.1" 200 9165 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:58 -0500] "GET /Forum/PLS_Forum_NEW.html HTTP/1.1" 200 48502 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:58 -0500] "GET /LiS/Li-Sued_Fotos_01.html HTTP/1.1" 200 15809 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:59 -0500] "GET /LiS/Li-Sued_Fotos_02.html HTTP/1.1" 200 20966 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:25:59 -0500] "GET /LiS/Li-Sued_Fotos_03.html HTTP/1.1" 200 19977 "-" "Java/1.6.0_04"
   (...)
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:26:02 -0500] "GET /Forum/PLS_Forum_INDEX.html HTTP/1.1" 200 29530 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:26:03 -0500] "GET /Forum/PLS_Forum_2013.html HTTP/1.1" 404 3354 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:26:04 -0500] "GET /Misc/Notes_1.html HTTP/1.1" 404 3354 "-" "Java/1.6.0_04"
92.85.161.165 - - [26/May/2012:11:26:04 -0500] "GET /Aus_Medien/AM_00.html HTTP/1.1" 404 3354 "-" "Java/1.6.0_04"
Die Angabe des ‚Referers‘ wurde durchweg unterdrückt. Dem Knoten 92.85.161.165 ist kein Domain-Name zugeordnet. Was dahintersteckt, ist derzeit unklar. Es darf also spekuliert werden. Es spricht vieles dafür, daß Rumänien der Standort dieses Knotens 92.85.161.165 ist.
[Editor–16.06.2012:    Es ist nunmehr sicher, daß dieser Knoten 92.85.161.165 im Bereich des AS der rumänischen Telecom liegt. Inzwischen wurden weitere solche Schnüffeleien registriert, ausgehend von: 82.170.168.91, 86.92.22.112, 89.123.36.0. Es könnte sich teilweise um Mailadressen-Abgraser handeln. -- khd]

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Stadtarchitekt
--- (nicht bekannt)
28. Mai 2012 um 9.13 Uhr
Kein neues Stadtquartier!
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 016
Lichterfelde-Süd braucht kein neues Stadtquartier, sondern vordringlich der Reparatur (und kleinen Ergänzungen) der Wohngebiete, die dort nach 1970 neu entstanden sind -- also vor allem die Entwicklung von bislang fehlenden Flächen für die wohnortnahe Erholung der Bevölkerung muß absoluten Vorrang vor irgendwelchen Privatinteressen haben.

Es ist eine Unverschämtheit, daß der Bund/die Bahn das Gelände südlich der Thermometersiedlung 2007 statt ans Land Berlin an ausländische Spekulanten veräußerte. Wo waren zumindest der/die Wahlkreisabgeordneten im Bundestag, die das anprangerten oder den Versuch unternahmen, diesen Unsinn zu verhindern?

Schon diese Haberecht-Planung [Ed: korrekt ist:
HABERENT-Planung] von Ende der 1990er-Jahre empfand ich als Größenwahn-Zumutung im Berliner Außenraum -- eine Art Wiederauflage der Stadtplanung eines 'entarteten' Vertreters meiner Zunft. Man schaue sich nur die Stadtplanung von Albert Speer an, im Internet abrufbar bei Senatens:

Nur einige Hundert Meter weiter östlich und südöstlich von Lichterfelde-Süd sollten bis 1957 im Rahmen der großen "Nord-Süd-Achse" für Hitlers Welthauptstadt "Germania" bis zum Berliner Autobahnring (heute A 10) große Wohnquartiere entstehen.

Wer heute (die erst seit Januar d. J. bekannte!) "Wohnungsnot" in der Stadt beheben will, sollte zunächst in der Innenstadt für angemessenes Baurecht sorgen. Der Bau von vielen "Townhouses" (für die Reichen?) kann ja wohl nicht die Lösung sein. Sinnvoll wären hingegen Wohntürme mit kleinen Wohnungen an geeigneten Stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Ein Stadtarchitekt

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--- (nicht bekannt)
30. Mai 2012 um 6.13 Uhr
Hetze sofort gelöscht
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 017
[Editor/Moderator–30.05.2012:    Aus der ‚rechten Ecke‘ wurde hier heute ein übler Hetz-Text gepostet (vermutlich angeregt durch die sachliche Erwähnung der Speer-Planung).

Wenn auch hier heftige und sehr deutliche Kritik an den Planungen für Lichterfelde-Süd geäußert werden darf und soll, ist in diesem FORUM kein Platz für die Verbreitung von ideologischem Dummquatsch! -- khd]

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Stuttgarter mit Lichterfelde-Wurzeln
--- (nicht bekannt)
1. Juni 2012 um 13.49 Uhr
So erzeugt man Wutbürger
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 018
Hallo, zunächst danke ich für die wunderbare Aufarbeitung des Falles Lichterfelde- Süd. Habt Ihr mitbekommen, daß nur wenige Tage nach diesem "Bürgerdialog" [19.4.2012] die CA Immo (vermulich deren Chef Thomsen) dem für Berliner Stadtplanung zuständigen Senats-Staatssekretär Gothe mitgeteilt haben soll, der Bebauung von Parks Range [Ex-Truppenübungsplatz] stehe nichts im Wege. Das schreibt jedenfalls die SPD-Abgeordnete Irene Köhne in ihrem Blog unter dem Datum 5. Mai 2012. [Artikel gespiegelt]

Sollte das wirklich stimmen, dann ist das genau der Stoff, mit dem von Wirtschaft-&-Politik "Wutbürger" produziert werden, wie das hier in Stuttgart geschah. Und die GRÜNEN haben dann bei der Wahl hier zwar mächtig abgesahnt, waren aber unfähig, den Stuttgart-21- Irrsinn zu verhindern -- weil's die Immobilien- Wirtschaft wegen 50 Milliarden Euro so befahl...

Laßt Euch nicht verschaukeln!
Ein Stuttgarter mit Lichterfelde-Wurzeln

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G. Niebergall (ALL)
gerhard_niebergall (at) web.de
3. Juni 2012 um 16.02 Uhr
Gut gefragt — kaum geantwortet
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 019
Das Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde-Süd hatte zur Einwohnerfragestunde im Stadtplanungsausschuss am 17. April 2012 die folgenden aktuellen Fragen ans Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf eingereicht:

Nun liegt das Protokoll der Sitzung mit den Anworten von Baustadtrat Norbert Schmidt (CDU) vor:
„BzStR Schmidt beantwortet entsprechende Fragen von Herrn N. zur Bebauung des Parks Range Geländes in Lichterfelde Süd wie folgt: Insgesamt seien die Fragen zu früh gestellt, da sie erst in der kommenden Zeit beantwortet werden können. So finde am 19.04.2012 ein allererster Standortdialog mit Bürgern statt, bei dem Fragen gestellt und Wünsche geäußert werden können. Hierzu hätten 6.000 Haushalte entsprechende Einladungsschreiben erhalten [Ed: also in Celsiusstraße 56 und Fahrenheitstraße 3 ist davon nichts angekommen]. Weitere Interessenten seien willkommen. Insgesamt werde die Bürgerbeteiligung wie vom Gesetz vorgesehen stattfinden.

BzStR Schmidt bittet Herrn N., seine Frage zu Bohrungen auf dem Gelände in der Veranstaltung am 19.04.2012 direkt an die CA IMMO zu richten, da er aufgrund der kurzfristigen Einreichung der Fragen dazu keine Auskunft geben könne. Der von der CA IMMO genannte „Masterplan“ sei zwar kein typisches Planungsinstrument der vorbereitenden Bauleitplanung; in einen solchen könnten jedoch die Ergebnisse von städtebaulichen Überlegungen oder Wettbewerben einfließen, und er könne die Grundlage für weitere Planungen (B-Plan, FNP) bilden. Von einem solchen Masterplan für das Gebiet sei man allerdings noch sehr weit entfernt.

Herr N. zeigt sich verwundert, da der Stadtrat bei früherer Gelegenheit erklärt habe, der Bebauungsplan solle zwischen dem Juli 2013 und Juli 2015 aufgestellt werden.

Der Vorsitzende gibt kund, dass Herr des Planungsverfahrens weder die CA-Immo noch das Bezirksamt sind, sondern die Bezirksverordnetenversammlung; diese werde sich nicht unter Druck setzen lassen.“
[Editor–04.06.2012:    Noch ein HINWEIS: Nunmehr liegt auch das Stadtplanungsausschuss- Protokoll zur Projekt-Vorstellung der CA-Immo vom 13. März 2012 vor. -- khd]

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Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
6. Juni 2012 um 00.11 Uhr
Landschaftsplanung
vor Bauleitplanung!
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 020


Landschaftsplanung vor Bauleitplanung
Immer wenn ein Bebauungsplan ansteht und es offensichtlich ist — wie in Lichterfelde-Süd, daß damit eine erhebliche Naturzerstörung einhergehen würde, muß ein gesetzliches Landschaftsplanverfahren vorgeschaltet werden, um die Belange und Ansprüche der Allgemeinheit sorgfältig abklären zu können.

Das in den 1970er-Jahren vom Bund und Land neu entwickelte Landschaftsplanungsrecht dient der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Deshalb dürfen im Landschaftsplanverfahren noch keinerlei Kompromisse in Hinsicht auf irgendwelche Flächennutzungsansprüche gemacht werden.

Sollte sich im Landschaftsplanverfahren herausstellen, daß Teile des Gebiets unter (Natur-) Schutz gestellt werden müssen, dann muß der Bezirk unverzüglich die entsprechenden Rechtsverordnungen erarbeiten, die der Senat erlassen muß. Außerdem muß der Senat ggfs. das Artenschutzprogramm, das Landschaftsprogramm und den Flächennutzungsplan den neuen Erkenntnissen anpassen, bevor mit einem konkreten Bebauungsplanverfahren — der begehrten Baurechtschaffung — begonnen wird.

Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf scheint dieses Wissen verlorengegangen zu sein. Vielleicht liegt das ja an der Qualität des (Partei-)Personals? Denn sogar in Bayern weiß man das, wie das
Beispiel Aschaffenburg zeigt.

[Die ökologische Bedeutung von Lichterfelde-Süd]
[Berliner Naturschutzgesetz von 2008]
[Die Biotope in Lichterfelde-Süd]

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Insider
--- (nicht bekannt)
13. Juni 2012 um 05.33 Uhr
CAs EuropaCity floppt —
Vorbild für Lichterfelde-Süd?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 021
Die CA Immo lobt sich bei der Entwicklung ihrer "EuropaCity" beim Lehrter Bahnhof alias "Hauptbahnhof" ständig selbst und findet dabei Claqueure vor allem in CDU-Kreisen. Nach jahrelangen Geheimverhandlungen hatte das Land Berlin im Juli 2011 einen solchen demokratiefeindlichen "Städtebaulichen Vertrag" mit der Vivico/CA Immo geschlossen.

Ein solcher Geschäftsbesorgungsvertrag — man kann das auch "Werkvertrag" nennen — legt bereits im Vorfeld ziemlich genau fest, was dort wo entstehen soll. Deshalb laufen dann auch Anregungen und Bedenken der Bürger, die diese später in der gesetzlichen Bürgerbeteiligung [nach dem BauGB] vortragen, total ins Leere!

Und genauso soll es in "Lichterfelde-Süd" ablaufen, es sei denn — und das ist völlig anders als in Mitte ("EuropaCity") — angesichts wertvoller Flora und Fauna in Hülle und Fülle wird in einem wissenschaftlich begleiteten Landschaftsplanverfahren erst einmal bewiesen, ob man dort im Außenbereich Berlins überhaupt noch 100 Hektar Land versiegeln kann — schließlich leben wir nicht mehr in West-Berliner-Zeiten.

Inzwischen wurde deutliche Kritik am städtebaulichen Wirken der CA Immo laut:

  • „Die Investoren danken es bisher mit eintönigen architektonischen Entwürfen“, heißt es sogar in der "Berliner Woche" (6. Juni) aus dem Hause Springer. *

  • Was die CA Immo beim Hauptbahnhof entwickle, sähe aus „wie Sau“, merkte unlängst Bahnchef Grube an.

  • Berlins Stararchitekt Kollhoff spricht laut "Immobilien-Zeitung" (8. Juni) davon, rund um den Berliner Hauptbahnhof mitten im Regierungsviertel sähe es aus „wie in Ulan Bator“! *

Wer glaubt da noch, die Wiener Credit Anstalt (CA) könne in Lichterfelde-Süd wirklich Großartiges für die Allgemeinheit leisten — wohl nur noch die Steglitz-Zehlendorfer CDU plus GRÜNE im Gepäck.

Insider mit Durchblick
[Editor–13.06.2012:    Danke Insider für diese Klarstellungen. Der interessante Berliner-Woche-Artikel vom 6. Juni 2012 ist bereits dokumentiert. -- khd]
[Editor–15.06.2012:    So, nun ist der Link zur "Immobilien-Zeitung" recherchiert. Es handelt sich um den Artikel „Wohnen in der Berliner Europacity“ vom 8. Juni 2012. Lesenswert in diesem Kontext ist auch der Artikel „Planungswettbewerb für Berliner Wohngebiet Europacity abgeschlossen“ im "Property Magazine" vom 11. Juni 2012. Wir erfahren, wer da Preisrichter war! -- khd]

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khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
14. Mai 2012 um 00.10 Uhr
Tag der Stadtnatur
in Lichterfelde-Süd
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 022
  6. Tag der Stadtnatur am:
16. Juni 2012
Von 16 – 19 Uhr
kann unter sachkundiger Führung die einmalige Natur in Lichterfelde-Süd besichtigt werden.
Start am Holderhof, Réaumurstr. 17,
am S-Bhf. Lichterfelde-Süd.
 
Am kommenden Sonnabend ist „
GEO-Tag der Artenvielfalt 2012“. In Berlin findet deshalb an diesem Wochenende der „6. Lange Tag der Stadtnatur“ statt. Im Rahmen des umfangreichen Programms bietet sich auch die Möglichkeit für alle, die noch nichts von der wertvollen und so arg (durch Torheit von Menschen) bedrohten Natur in Lichterfelde-Süd wissen, diese kennenzulernen. [Was kann dort beobachtet werden?]

Im „Berliner Umweltkalender“ hieß es 2011 zu dieser einmaligen „Wildnis am Großstadtrand“ in Lichterfelde-Süd:
»Die Reitgemeinschaft Holderhof ist eine Gruppe naturverbundener Reiter und Pferdehalter, die sich seit 1990 mit der ganzjährigen Freilandhaltung sportlich genutzter Pferde beschäftigt. Die im Distanzsport beständig erfolgreichen Holderhof-Pferde arbeiten als landschaftspflegende „Zwischen-Nutzer“ an der Offenhaltung der ehemaligen Militärflächen in Lichterfelde-Süd.

Durch die langjährige Beweidung ist eine parkähnliche Landschaft mit blütenreichen Freiflächen neben von Dorngebüsch umgebenen Gehölzgruppen entstanden. Nicht nur die Pferde finden hier umfassende Befriedigung ihrer artgemäßen Bedürfnisse: Das strukturreiche Offenland ist der Lebensraum zahlreicher seltener und bedrohter Tierarten — ein Hot Spot der Biodiversität in Berlin.

Die Lichterfelder Weidelandschaft verspricht dem Besucher zu jeder Jahreszeit optisch reizvolle Eindrücke, wechselnde Stimmungen und faszinierende Begegnungen mit ihren vielfältigen Bewohnern.«
Am Sonnabend (16. Juni) wird Bernd Machatzi anwesend sein. Er ist der Experte für die Rote-Liste-Arten, also Arten, die vom Aussterben bedroht sind. Und wer noch mehr in Lichterfelde-Süd sehen will, den lädt der Holderhof am Sonntag (17. Juni) von 7 – 10 Uhr ein, die morgendliche Stimmung in der Lichterfelder „halboffenen Weidelandschaft“ zu erleben.
[Editor–21.06.2012:    Am „Tag der Artenvielfalt“ letztes Wochenende waren auf dem „Parks Range“ etliche Wissenschaftler aktiv. Sie haben vereinbart, ihre Befunde zusammenzutragen und gemeinsam zu veröffentlichen. Sobald es soweit ist, wird das hier im FORUM mitgeteilt. Dem Vernehmen nach soll es durchaus einige Überraschungen gegeben haben. -- khd]
[Editor–01.09.2012:    Erste zusammenfassende Ergebnisse sind in der Landesbeauftragten- Stellungnahme vom 27.7.2012 zu Lichterfelde-Süd zu finden. -- khd]

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Yvonne
---
15. Juni 2012 um 18.38 Uhr
Braunkehlchen gesehen
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 023
      Ein Braunkehlchen
^   Seltenes Braunkehlchen (Saxicola rubetra).   (Foto: xxx – wikipedia)
Man erzählt sich, dass hier in Lichterfelde- Süd das Braunkehlchen ausgestorben sei. Aber ich habe heute am Nachmittag diesen feinen Singvogel gesehen und will das gleich mitteilen.

Er/es saß auf einem Zaunpfahl bei der Thermometer- Siedlung am Landweg Ecke Réaumurstraße — etwa da bei der Kita und sah genauso aus wie auf dem mitgelieferte Foto aus
Wikipedia. Leider hatte ich mein Fotohandy nicht dabei, sonst gäbe es hier ein Beweisfoto.

Stimmt es wirklich, dass diese Baugesellschaft aus Österreich hier alle schöne Natur plattmachen will? Haben wir denn nicht Gesetze, die das verhindern?

Viele Grüße
Yvonne
[Editor–18.06.2012:    Die Frage nach der Naturzerstörung sollte die „CA Immo“ (= „Baugesellschaft“) selbst beantworten. Aber bereits im Tagesspiegel-Interview von 2001 machte die VIVICO (heißt heute: CA Immo) deutlich, daß sie nicht viel von Natur in der Stadt hielt.

Natürlich gibt es Gesetze, die diese von der „CA Immo“ vorgesehene Naturzerstörung verhindern können. Aber es muß der Wille da sein, diese Gesetze auch konsequent anzuwenden. Und daran mangelt es im Bezirk Steglitz nun schon seit sehr vielen Jahren. -- khd]

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jens
--- (nicht bekannt)
16. Juni 2012 um 16.57 Uhr
Causa Mauerpark Blaupause?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 024
Habs gerade via Google entdeckt, diese aufchlussreiche kommentierte Doku zur aktuellen Causa Mauerpark. Danke dafür, denn was dort SPD, CDU und wohl auch die GRÜNEN veranstalten, könnte die Blaupause fürs ebenso brutale Vorgehen in Lichterfelde Süd sein.

Haben denn diese "Demokraten" noch immer nicht verstanden, warum damals in Bonn die Bürgerbeteiligung in Planverfahren eingeführt wurde? Weiß zufällig jemand, ob diese Parteien von der Vivico bzw. der CA Immo Parteispenden erhalten haben? -- jens

[Editor–19.06.2012:    Um einen schnellen Zugang zu dieser Mauerpark- Dokumentation zu haben, gibt's hier eine Kurzbeschreibung der einzelnen Dokumente mit Link: Besonders diese Analyse aus SPD-Feder von Pankow (betroffener Nachbarbezirk) ist für Lichterfelde-Süd sehr bedeutsam! -- khd]

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Bankier aus Wien
--- (nicht bekannt)
20. Juni 2012 um 10.16 Uhr
CA Immo unseriös?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 025
Als Wiener mit ein bißerl Finanzeinblick möchte ich hier etwas zur Debatte beitragen:

Vielleicht ist das noch wenig bekannt. In unserer einst so feinen „Credit Anstalt“ steckt seit 2005 auch Geld aus dem PIIGS-Staat Italien — von der „
Uni-Credit“-Gruppe.

Auch deshalb und wegen ihrer Raffgier in Osteuropa und Deutschland gilt heuer [Ed: heute] — zumindest in Österreich — die „CA Immo Aktiengesellschaft“ nicht mehr als ein seriöses Unternehmen. Deren Papiere empfiehlt man nicht!

Habe die Ehre

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G. Niebergall (ALL)
gerhard_niebergall (at) web.de
21. Juni 2012 um 23.02 Uhr
GRÜNE ohne Rückgrat!
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 026
Zum BVV-Antrag der Grünen + SPD „Schutz der Natur in Lichterfelde-Süd“ [Ds. 0151/IV] erreichte mich soeben aus BVV-Kreisen folgende Info:

Beim letzten Stadtplanungsausschuss wurde der Antrag abschließend behandelt und gestern [20.6.2012] von der BVV beschlossen. Im Ausschuss wurde auf Wunsch der Grünen der Antrag allerdings erneut geändert und mit einer Einschränkung [Ed: hier fett-kursiv gedruckt] versehen:

„Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird gebeten, die notwendigen naturschutzrechtlichen und -fachlichen Vorarbeiten in Bezug auf das Gelände südlich der Réaumurstraße in Lichterfelde-Süd durchzuführen bzw. zu beauftragen, um ggf. die ökologisch wertvolle, halboffene Weidelandschaft mit Rote-Liste-Arten als Landschaftsschutzgebiet sichern zu können.
Den Verlauf der Antragsberatung kann unter
http://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=4187&options=4 verfolgt werden.
[Editor–22.06.2012:    In der vorangehenden Antrags-Fassung hieß der letzte Halbsatz noch eindeutig Naturschutz einfordernd: „um die ökologisch wertvolle, halboffene Weidelandschaft mit Rote-Liste-Arten als Landschaftsschutzgebiet zu sichern“. Alles klar?! -- khd]

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khd (Editor)
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23. Juni 2012 um 04.39 Uhr
Bürgerkritik am
Naturschutz-Gutachten
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 027
Das von der „VIVICO/CA-Immo“ beim Berliner Büro „bgmr – Landschaftsarchitekten“ für Lichterfelde-Süd in Auftrag gegebene Naturschutz-Gutachten von 2010 hatte schon vor einiger Zeit seinen Weg ins Internet gefunden — zumindest das „Fazit“ des 24-Seiten-Gutachtens. Jetzt konnte zu einigen Aussagen Bürgerkritik zusammengestellt und dort hinzugefügt werden. Außerdem wurde folgende Kritik-Zusammenfassung ergänzt:

      Es ist schon klar, daß dieses ein am Schreibtisch produziertes Parteien- Gutachten ist, das den Weg zur Beschaffung des wertsteigernden Baurechts für 90 % der Fläche in Lichterfelde-Süd ebnen soll. Allein diese Tatsache läßt von vornherein vermuten, daß man hier nicht die ganze Wahrheit über den Status vorhandener Natur erfahren wird, zumal auch noch die ganze wertvolle Pflanzenwelt erst gar nicht in die Betrachtung einbezogen wurde.

      Im höchsten Maße merkwürdig ist auch die enorme Diskrepanz zwischen der Beurteilung des nördlichen Teils des Planungsgebiets durch die BGMR-Gutachter und der auf Gutachten beruhenden Bezirksamts- Begründung von 1983 (näheres siehe unter Kritik 19). Auch die Gutachter- Feststellung, daß nur „unter 10 %“ der Gesamtfläche gesetzlich geschützte Biotope sein sollen, muß ganz entschieden angezweifelt werden.

      Im Prinzip signalisieren die BGMR-Gutachter der Auftraggeberin „CA Immo“, daß sie dort in Lichterfelde-Süd fast überall, vor allem im nördlichen Teil dicht bei der Thermometer-Siedlung, wird bauen können — auch wenn man wohl einige Jahre werde warten müssen, bis B-Planverfahren für den mittleren Teil möglich sein werden. Bis dahin solle die Auftraggeberin dafür sorgen (es werden einige Vorschläge zur Realisierung gemacht), daß diese Teile offengehalten werden, um die Entwicklung von (Vor-)Wald zu vermeiden. Nur im Südteil des „Parks Range“-Bereichs würde es schwierig sein, weil dort — auch wg. bereits vorhandener Waldbestände — staatliche Unterschutzstellungen zu erwarten seien. Dieses wird zwar alles nicht in Klartext ausgedrückt, folgt aber aus der Wahl bestimmter Formulierungen und vorgenommenen Fakten-Gewichtungen.

      Auf dieser Gutachten-Basis kann natürlich kein ordentliches und objektives Planverfahren durchgeführt werden. Statt eines „Masterplans“, wie ihn die „CA Immo“ bis 2013 aufstellen will, muß deshalb dringend ein neutrales „Master“-Gutachten mit wiss. Qualität her, was sinnvoller Weise im Rahmen eines rechtlich geordneten Landschaftsplanverfahrens erfolgen sollte. Außerdem muß der Bezirk endlich in einem L-Plan die Ansprüche der Allgemeinheit (Naherholung, Naturschutz, Landschaftschutz, Landschaftspflege) klar und deutlich formulieren und anmelden. Zudem besteht im Rahmen dieses Verfahrens die Möglichkeit, bestimmte Veränderungsverbote zu erlassen (z. B. fürs gefährdete Gewerbegebiet am Landweg).

      Und alle Beteiligten sollten sich, angesichts der Tatsache, daß hier seit 50 Jahren so furchtbar viel politisch schiefgelaufen ist, immer daran erinnern:


Lichterfelde-Süd wird — in jeder Hinsicht — der Prüfstein für eine bürgernahe Umwelt-Politik sein!


Es wäre ein sehr großer Fehler,
wenn sich Politik dazu tatsächlich hergeben sollte,
mit der in Lichterfelde-Süd seit 1945
(nicht nur seit 1994!)
so prächtig gewachsenen wertvollen Natur
tabula rasa zu machen.

[Editor–24.06.2012:    Und natürlich wird der Einwand (die Ausrede) kommen, für teure Qualitäts-Begutachtung fehle der öffentlichen Hand das Geld. Man sei froh, daß der künftige Bauherr die Naturschutz-Fragen bereits mit eigenem Geld abgeklärt habe.

Dem sei zunächst entgegnet: Es gibt im Internet von der Bürgerkritik am ‚CA-Gutachten‘ auch eine
Druckfassung in PDF. Man möge sich das ausdrucken und — mit der Kritik im Kopf — das Gutachter-Fazit noch einmal ganz in Ruhe genau durchlesen und neu durchdenken. Dann sollten wohl die Schuppen von den Augen abfallen . . .

Und zu fehlenden Mitteln: In Zeiten wo das Land Berlin (+ Bund) — aufgrund von fahrlässigem Nicht-Aufpassen beim BBI/BER-Großprojekt — mal soeben (aus Steuermitteln) 1 Mrd. (= 10 hoch 9) Euro drauflegen kann, wird es doch wohl die Möglichkeit geben, eine Summe von etwa 0,025 % davon jetzt für eine lebenswerte, naturnahe Zukunft von Lichterfelde-Süd aufzubringen. -- khd]

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Ein Linker
--- (nicht bekannt)
26. Juni 2012 um 10.44 Uhr
Wie die GRÜNEN
die CA-Immo hofier(t)en
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 028
Stichwort: GRÜNE!
Das stand gestern in der "Prenzlberger Stimme" zur umstrittenen Mauerpark-Planung in Mitte:

Die Pläne zur Bebauung der Flächen, die seit 1994 im FNP als Grün ausgewiesen und zur Hälfte seit 1993 für den Mauerpark vorgesehen waren, haben eine lange Geschichte. Bereits Baustadträtin Dorothee Dubrau (GRÜNE) und der ihr nachfolgende Ephraim Gothe (SPD) haben solche Bauplanungen gemeinsam mit der CA Immo AG (früher Vivico Real Estate) entwickelt. Der 2010/11 durchgeführte städtebauliche Wettbewerb und der darauf basierende Aufstellungsbeschluss für den B-Plan I-64 des Bezirkes Mitte sahen diese Bebauung noch intensiver und großflächiger vor.

Diese Planung wurde von der SPD auf Landes- und Bezirksebene sowie den GRÜNEN in Mitte getragen. Die CDU in Mitte und Pankow ging vor den Wahlen 2011 auf Distanz. Einzig die LINKE in Mitte und Pankow und im Abgeordnetenhaus hat über all die Jahre eine Neubebauung dieser Flächen grundsätzlich abgelehnt und sich für einen großen Mauerpark von der Bernauer Straße bis zum Nordkreuz eingesetzt. (...)
[Editor–28.06.2012:    Danke für diesen Hinweis. Es handelt sich um den Artikel „Absehbar! — Rot-Schwarzer Betoncoup am Mauerpark“. Er ist inzwischen vollständig auf der neuen Themen-Seite „Lehrstück Mauerpark Berlin“ dokumentiert worden.

Hm, das erklärt dann ja wohl auch, warum die — einst so kompetent ökologisch orientierten — Steglitzer GRÜNEN bislang nichts wirklich Wirksames gegen den von der CA-Immo geplanten Naturfrevel in Lichterfelde-Süd unternommen haben und nur ‚Kosmetik‘ betreiben. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
bingo
--- (nicht bekannt)
30. Juni 2012 um 09.12 Uhr
Wo bleiben die Ergebnisse
des Bürgerdialogs?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 029
Nun sind schon 10 Wochen seit dem Bürgerdialog [19.4.2012] vergangen und noch immer sind (z. B. in der Bezirkspresse) keine Ergebnisse der Bürgerbefragung bekannt gemacht worden. Auch auf den Internet-Portalen von Bezirksamt, Seebauer-Büro und Immo-CA konnte ich nichts darüber finden.

Wer weiß mehr?
[Editor–30.06.2012:    Sorry, dazu ist auch hier nichts bekannt. Vielleicht weiß man schon beim Aktionsbündnis [Kontakt] mehr, wann und wo das veröffentlicht wird. -- khd]
[Editor–06.07.2012:    Erst ganz kurz vor diesem (internen) 2. Workshop (6.7.2012) ist jetzt die 35-seitige „Auswertung und Dokumentation des 1. Bürgerdialogs vom 19. April 2012“ (3,4 MByte) aufgetaucht, obwohl das Seebauer-Büro („swup“) diese bereits am Vormittag des 23. Mai 2012 fertiggestellt hatte. Die wesentlichen Aussagen werden hier noch in einer webgerechteren Form auf der Seite „CA-IMMO 2“ präsentiert werden. -- khd]

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Datum:
peter
gpeter189 (at) gmx.de
30. Juni 2012 um 19.22 Uhr
Absichten der CA Immo?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 030
Bin nicht so gut beim Suchen. Wo steht denn dieser Artikel, den ich schon mal gesehen habe und in dem dieser Doktor aus Wien etwas von den Absichten seiner Immo AG erzählt? -- peter
[Editor–01.07.2012:    Dabei handelt es sich um den Artikel „CA Immo gestaltet das neue Berlin mit“ vom 30. April 2012, der auf der „CA-Immo-Seite 1“ steht. Übrigens gibt es inzwischen auch ein Artikel-Verzeichnis. -- khd]

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jens
--- (nicht bekannt)
3. Juli 2012 um 10.07 Uhr
Die CA-Immo darf
Frischluftschneise zubauen
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 031
Und bald wird es dann in Lichterfelde-Süd heißen: "CA-Immo darf einzigartige Natur planieren". In der letzten Woche hat sich die Immo beim Mauerpark voll durchgesetzt. In Berlin sind wohl alle verrückt geworden!

Das Bezirksamt Mitte hat — ohne die BVV — in der Sommerpause bereits den städtebaulichen Vertrag abgeschlossen: [Link zum Bericht]. Damit kann dann die Luftschneise am Nordkreuz ganz dichte zugebaut werden, obwohl dort im FNP ein Park vorgesehen ist. -- jens
[Editor–04.07.2012:    Wegen der sehr grundsätzlichen Bedeutung — auch für Lichterfelde-Süd — wurde inzwischen eine gesonderte Themen-Serie „Lehrstück Mauerpark Berlin“ eingerichtet. Die aktuelle Entwicklung ist in den folgenden Berichten dokumentiert: Bleibt zu hoffen, daß wir schon bald etwas beim SPIEGEL über die eigentlichen Hintergründe dieser bürgerfeindlichen Folge einer von Anfang an unsinnigen Privatisierung der Deutschen Bahn erfahren. -- khd]

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Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
4. Juli 2012 um 8.04 Uhr
Ecksteine zu Lichterfelde-Süd
schon übermorgen?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 032
Tja, hat man nicht den kleinen Kurs „Wie arbeite ich sicher mit Internet-Mail“ wahrgenommen (und nicht die Bedeutung/Wirkung von "Cc:" und "Bcc:" mitbekommen), dann geht mal bestimmt etwas gründlich schief. So bei den CA-Immo-Leuten. Denn heute früh befand sich in der FORUM- Mailbox ein Forwarding „Erinnerung 2. Workshop Lichterfelde Süd am 06.07.2012“ (ab 9.30 Uhr) mit vollem Mail-Verteiler, das dort sicher nicht landen sollte.

Aber daraus lernen wir erstmals, wer alles hinter verchlossenen Türen über die Zukunft von Lichterfelde-Süd befindet. Das sind mindestens 35 Personen: 1 x in der Internet-Domain @akustiklabor-berlin.de, 2 x in @a-dks.de (Städtebau Projekt-Management) *, 15 x in @ba.sz.berlin.de (Bezirks-Verwaltung), 1 x in @bgmr.de (Naturschutz-Gutachten) *, 4 x BVV-Fraktionen (Steglitz-Zehlendorf), 3 x in @caimmo.de (CA-Immo), 1 x in @omnicon-ffm.de (Bau-Tochter der CA-Immo, Frankfurt/Main) *, 6 x in @senstadt.berlin.de (Senats-Verwaltung), 1 x in @swup.de (Seebauer-Büro) * und 1 x in @umsz.de (Umwelt+Naturschutz-Amt Steglitz-Z.) *. Die Empfänger-Namen sind bekannt.

Dieser Workshop der CA-Immo war ursprünglich bereits für Mai vorgesehen, mußte aber (aus unklaren Gründen) verschoben werden und findet in den einstigen VIVICO-Räumlichkeiten statt. Es geht vermutlich um (wie am 13.3.2012 von der CA-Immo vorgetragen):

  • Ergebnisse der Bürgerversammlung vom 19. April 2012.
  • Einarbeitung der Ergebnisse aus dem 1. Workshop (u. a. Biotop- und Artenschutz).
  • Restriktionen (z. B. Lärmemissionen).
  • Soziale Infrastruktur und Versorgung.
  • Aussagen Boden/Altlasten/Verkehr/Erschließung.
[Editor–27.07.2012:    Oh Wunder, heute kam doch das Protokoll dieses 2. Workshops dahergeflogen und steht nun für alle nachlesbar online. Übrigens, CDU-Verordnete hatten kein Interesse an diesem brisanten Thema. Sie glänzten durch Abwesenheit. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
8. Juli 2012 um 00.12 Uhr
Ergebnisse des
1. „Bürgerdialogs“
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 033
Seit Freitag (6.7.2012) ist nunmehr die 35-seitige „Auswertung und Dokumentation des 1. Bürgerdialogs vom 19. April 2012“ (3,4 MByte) für alle im Netz nachlesbar. Obwohl diese bereits am 23. Mai 2012 vom Seebauer-Büro („swup“) angefertigt wurde, ist sie erst jetzt ‚aufgetaucht‘.

Danach ist das Ergebnis der Bürgerbefragung (10 Punkte):
*  Flächen für Erholung, Sport, Bewegung, Spiel und Umweltbildung anlegen.

*  Bei der Entwicklung des Geländes möglichst viele Nutzergruppen berücksichtigen und generationsübergreifende Angebote schaffen.

*  Die bestehende Natur erhalten bzw. einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur gewährleisten.

*  Das bereits bestehende Beweidungsprojekt (Pferde) in die Planungen integrieren.

*  Bei der Erschließung des Geländes ausreichend Zugänge schaffen. Zum und auf dem Gelände ein attraktives Wegenetz für Fußgänger und Radfahrer anlegen.

*  Einen verantwortungsvollen und umweltverträglichen Umgang mit dem zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommen.

*  Bebauung in angemessener Form, Verortung und Umfang.

*  Beim Wohnungsbau vorhandene soziale Strukturen berücksichtigen.

*  Die vorhandenen Gewerbeflächen berücksichtigen und in Planungen einbeziehen.

*  Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kontinuierlich fortführen.


Inzwischen wurden auch die Abschriften der einzelnen Bürger-Meinungen bzw. -Forderungen in eine webgerechtere Form gebracht und auf der Seite „CA-IMMO 2“ zusammengestellt:

Name:
E-Mail:
Datum:
Biologist
--- (nicht bekannt)
8. Juli 2012 um 9.31 Uhr
Allein 230 Immen-Arten
gibt’s in Lichterfelde-Süd
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 034
Hi, ich will nur auf einen besonders starken Bioindikator für die enorme Werthaltigkeit der Natur in Lichterfelde-Süd hinweisen. Das ist bisher noch nicht erwähnt worden, muss aber dem Bezirksamt und den Immo-Leuten bekannt sein.

Auf dem Gelände in Lichterfelde-Süd wurden schon im Jahr 2000 rund 230 verschiedene Bienen- und Wespen-Arten (Stech-Immen, aculeata)
nachgewiesen — finden dort also ausreichend Nahrung. Das sind sehr sehr viele, denn in ganz Deutschland kennt man nur um die 800 Arten. Und das will die Berliner Stadt-Politik kaputtmachen?

Name:
E-Mail:
Datum:
Aktionsbündnis Landschaftspark
gerhard_niebergall (at) web.de
10. Juli 2012 um 20.52 Uhr
200 Arbeitsplätze gefährdet
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 035
Presse-Mitteilung des „Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd“ vom 7. Juli 2012:

Am Rande des früheren Militär-Übungsgebietes der Amerikaner in Lichterfelde Süd, der "Parks Range" siedelt seit Jahrzehnten entlang Réaumurstraße/Landweg ein kleinteiliges, durchgrüntes Gewerbegebiet. Tischler, Dachdecker, Kfz-Werkstätten, Winterdienste und andere, derzeit 21 Unternehmen mit etwa 200 Mitarbeitern, trotzen hier wie das bekannte gallische Dorf wechselnden Zeiten. Um 1980 wollte die Politik gleich neben der Thermometer-Siedlung ein großes Industriegebiet in den märkischen Sand setzen. Nach der Wende, die Amerikaner hatten die "Parks Range" verlassen, sollte hier erst ein autofreier Stadtteil und dann Wohnraum für zuziehende Bonner Bürokraten geschaffen werden. Das kleine Gewerbegebiet und die sich auf der "Parks Range" vital entwickelnde Natur überlebten diese Pläne unbeschadet.

Inzwischen übernahm die CA Immo AG im Rahmen der später gescheiterten Pläne zur Privatisierung der Deutschen Bahn rund 2.000 nicht betriebsnotwendige Eisenbahn-Immobilien, darunter auch das ca. 1 Million m2 große Grundstück in Lichterfelde Süd. Der neue Eigentümer wirbt nun bei der Politik um Baurecht für seine Immobilie. Zugleich scheint er bestrebt, seine Gewerbemieter zu vergraulen. Langfristige und neue Mietverträge werden nicht mehr abgeschlossen. Die Gewerbemieter müssen überwiegend mit Kündigungsfristen von nur noch 3 Monaten zu überleben versuchen.

Wegen ihrer existenzbedrohlichen Situation hatten die Gewerbetreibenden aus Lichterfelde Süd den Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, Herrn Norbert Kopp (CDU), zu einem Gespräch eingeladen. Dieser erklärte, wenn es nach ihm persönlich ginge, könne es in Lichterfelde Süd auch in den nächsten 20 Jahren so bleiben wie es derzeit sei, der Senat dränge aber auf eine Bebauung in Lichterfelde Süd. Eine Baureife erwarte er jedoch in frühestens 4 bis 5 Jahren. Eine deshalb an ihn gerichtete Bitte, er möge auf die CA Immo einwirken, solange keine Kündigungen auszusprechen, hielt er nicht für realisierbar. Stattdessen sagte er zu, sich dafür zu verwenden, dass ein Vertreter der Gewerbetreibenden künftig an den planungsvorbereitenden Workshops zwischen CA Immo und Verwaltung teilnehmen dürfe. Berlin-Partner, die IHK und die Handwerkskammer erklärten sich bereit, den Betrieben beratend zur Seite zu stehen.

Diese Zusagen ließen die Gewerbetreibenden unzufrieden zurück. Dennoch wollen sie weiter für den Erhalt der Betriebe und der Arbeitsplätze in Lichterfelde Süd kämpfen. Sie können sich dabei auf Rückhalt in der ortsansässigen Bevölkerung stützen. Eine von der CA Immo und dem Bezirksamt initiierte gut besuchte Bürgerversammlung am 19. April d. J. in der Mercator-Grundschule hatte eindeutig den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger erkennen lassen, dass hier die Natur und das kleinteilige Gewerbe erhalten bleiben sollen.

Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd [Kontakt]
[Editor–11.07.2012:    Tja, dann steht doch wohl einem echten Landschaftsplanverfahren nach dem Berliner Naturschutzgesetz, wie es die PIRATEN im Mai beantragten, nichts mehr im Wege. Und das Bezirksamt könnte dabei endlich auch die Ansprüche der Allgemeinheit wie Naherholung und Gewerbe anmelden. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Ben
--- (nicht bekannt)
14. Juli 2012 um 16.49 Uhr
Jüdischer Friedhof?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 036
Hallo!
Auf dieser
Landkarte von 1906 ist in der Nähe des heutigen „Japan-Ecks“ ein kleiner „Kirchhof“ eingezeichnet.

War das evtl. ein Jüdischer Friedhof? Immerhin lag er ja ein Stück weg von Teltow bzw. von Seehof. Und könnte das etwas mit der jüdischen Familie Sabersky (?) zu tun haben, denen dort wohl früher alles Land gehörte?

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
16. Juli 2012 um 12.15 Uhr
CA-Immo verkauft
Lichterfelde-Süd
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 037
APA-Meldung vom 16. Juli 2012 um 11.12 Uhr:

WIEN — Die börsenotierte CA Immo hat zwei großflächige Berliner Grundstücke um zusammen 25,2 Mio. Euro verkauft, teilte das börsenotierte Unternehmen am Montag [16.7.2012] mit.

Nahe dem Hauptbahnhof erwarb der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz für 13,2 Mio. Euro von CA Immo ein 8.145 m2 großes Grundstück für sein künftiges Hauptquartier. Die auf Wohnimmobilien spezialisierte
Groth Gruppe zahlte 12 Mio. Euro für zwei Entwicklungsflächen [Lichterfelde-Süd + Gleisdreieck] mit einer Gesamtfläche von insgesamt 975.600 m2 12 Mio. Euro.

Laut CA Immo-Vorstandschef Bruno Ettenenauer dient der Verkauf dem Ziel, "den Anteil der Entwicklungsflächen im Portfolio deutlich zu reduzieren". Der mit der Transaktion erzielte Gewinn wurde nicht mitgeteilt. [mehr] [PM der CA-Immo]
[Editor–17.07.2012:    Die Frage ist nun: Was bedeutet dieser Verkauf des Areals? Immerhin können wir jetzt einen Grundstückspreis abschätzen: ≈12 Mio. Euro / 975.600 qm = ≤12,30 Euro/qm. Allein durch ‚Bauland-Werdung‘ wäre da — angesichts aktueller Baulandpreise — eine Wertsteigerung um den Faktor 10 bis 20 drin. Hm, warum hat das die CA-Immo nicht mitgenommen? Oder anders gefragt: Was steckt wirklich hinter diesem Verkauf? -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Nix-Kahlschlag
--- (nicht bekannt)
18. Juli 2012 um 19.32 Uhr
Vom Regen in die Traufe
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 038
Wer glaubt mit dem Wechsel der Eigentümer in Lichterfelde sei nun alles auf einem besseren Weg, der lese mal den noch frischen Artikel "Kahlschlag an prominenter Stelle" in der Märkischen Allgemeinen vom 10. Juli.

In Potsdam baut die Groth-Gruppe so wie es ihr gefällt — und dann noch ohne richtigen Bebauungsplan. Auch für Lichterfelde werden die Groth-Leute viel versprechen und später fährt dann mal ein Bagger in die Büsche des Parks Range und vorbei ists mit dem Natur- und Vogelparadies...
[Editor–19.07.2012:    Überhaupt Potsdam. Dort haben die „Groth-Leute“ quasi schon das Vorbild für Lichterfelde-Süd hochgezogen: Das Kirchsteigfeld bei Drewitz (Foto). -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Searcher
--- (nicht bekannt)
23. Juli 2012 um 20.58 Uhr
Groth-Gruppe
gründete Spezialfirma
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 039
Bereits am 25. Juni 2012 ließ die Groth-Gruppe beim Amtsgericht Berlin- Charlottenburg ein neues Tochter- Unternehmen im Handelsregister eintragen [Ed: was eines gewissen zeitlichen Vorlaufs bedarf!]:

Groth u-invest Siebente GmbH & Co. Lichterfelde-Süd KG.

Eingetragen ist dieses Unternehmen zur Vermarktung [und Naturzerstörung] von Lichterfelde-Süd unter HRA 46909. Die Kommanditist-GmbH [Groth u-invest Siebente GmbH, HRB 136565] besteht bereits seit 2011.

Name:
E-Mail:
Datum:
Aktionsbündnis Landschaftspark
helmut.max.schmidt (at) web.de
24. Juli 2012 um 22.51 Uhr
Einladung zum Plenum
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 040
    ALL Logo
Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter!

Um die Parks Range tut sich immer mehr! Zuletzt hat der bisherige Eigentümer, die CA Immo, das
Gelände verkauft. Der Bezirk und der Senat entwickeln immer deutlichere Pläne für die Zukunft des Gesamtbereiches vom S-Bahnhof Lichterfelde Süd über die Réaumurstraße und bis an die Stadtgrenze mit Kirschbaumallee und Japaneck. Es wird Zeit, dass sich alle interessierten und betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu Worte melden und Einfluss auf die weitere Landesplanung nehmen. Darum laden wir Sie herzlich ein und bitten Sie am

Freitag, 10. August 2012 um 18 Uhr
ins Stadtteilzentrum (Kieztreff/Altes Waschhaus),
Celsiusstraße 60, 12207 Berlin


zu kommen. Sie erreichen den Treffpunkt vom S-Bahnhof Lichterfelde Süd, Ausgang Réaumurstraße, kurzer Fußweg zwischen den Hochhäusern. Hier die vorgesehene

[Tagesordnung]

Mit freundlichen Grüßen
Hannelore von Büren-Rieder,
Gerhard Niebergall, Uwe Stenzel,
Helmut Schmidt
[Editor–28.07.2012:    Hinweise auf aktuelle Dokumentationen: Vieles davon ist sehr aufschlußreich. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
29. Juli 2012 um 00.22 Uhr
Erkenntnisse aus
dem 2. Workshop
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 041
Seit einigen Tagen liegt das Protokoll des internen Lichterfelde-Süd-Workshops der CA-Immo mit den Verwaltungen vor, der am 6. Juli 2012 stattfand: [Protokoll in PDF]

Die wichtigsten Erkenntnisse daraus sind wohl:
  • Treibende Kraft für die Bebauung von Lichterfelde-Süd ist Berlins Senat, den ganz offensichtlich die Belange des Naturschutzes und der Naherholung überhaupt nicht interessieren. [mehr]

  • Die von der CA-Immo vorgelegte Karte der „zur Bebauung vorgesehenen Flächen“ im Norden, Westen und Osten des Areals (ca. 34 ha) ist dem Protokoll nicht beigefügt. Auf dieser Karte weist die CA-Immo außerdem in der Mitte des Areals ca. 30 ha für die „Bebauung in Abstimmung mit dem Natur- und Artenschutz“ aus. Im Süden des Areals sind ca. 38 ha „von Bebauung freizuhaltende Flächen“ vorgesehen. Mit dieser Karte hat die CA-Immo erstmals konkreter mitgeteilt, wo sie das Areal zu bebauen wünscht.

  • Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat eine Studie zur „Prüfung der Einstufung des Geländes als Landschaftsschutzgebiet“ in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sollen im Oktober vorliegen.

  • Obwohl die Groth-Gruppe mit 4 Leuten – darunter Bau-Löwe Klaus Groth – anwesend waren (und die „Lichterfelde-Süd KG“ bereits gegründet war), wird nicht mitgeteilt, daß sich die CA-Immo in nur wenigen Tagen aus Lichterfelde-Süd zurückziehen und das Feld der Groth-Gruppe überlassen wird, wie es dann am 16.7.2012 bekannt wurde.

[Weitere Kritik]
[Editor–13.08.2012:    Nunmehr steht auch diese Karte zur Bebaubarkeit von Lichterfelde-Süd, die die CA-Immo im Workshop überraschend präsentierte, für alle online. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Wut-im-Bauch-Haber
--- (nicht bekannt)
1. Aug. 2012 um 14.05 Uhr
Was wird da von CA-Immo &
Groth-Gruppe gespielt?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 042
Da wird doch weiter geschwindelt! Bisher gab die CA-Immo die Größe ihres Grundstücks in Lichterfelde-Süd mit 96 Hektar an. Die Teilflächen ihrer Planung (zu bebauen, frei zu halten und aus ihrer Sicht umstritten) summieren sich aber nun [lt. Workshop-Protokoll (TOP 8)] auf 102 Hektar — immerhin 60.000 Quadratmeter mehr! Wenn noch nicht einmal die Zahlen stimmig sind, wie weit kann man dieser CA-Immo überhaupt trauen?

In Medien wurde berichtet, dass die CA-Immo ihr Grundstück an die Groth-Gruppe verkauft habe. Im Work-Shop am 6. Juli 2012 der CA-Immo mit MitarbeiterInnen des Bezirksamts und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, an dem erstmals auch jeweils zwei Angehörige der verschiedenen BVV-Fraktionen von Steglitz-Zehlendorf mitwirken durften, war die Groth-Gruppe mit vier Personen anwesend, darunter auch der "Baulöwe" Klaus Groth höchstselbst [Ed: sowie ein Vertreter ihrer Anwaltskanzlei].

Die CA-Immo kündigte an diesem Termin den beabsichtigten Verkauf ihres Grundstücks an Groth an, hat aber gleichzeitig erklärt, dass sie auch bei zukünftigen Work-Shops von Seite der "Investoren" weiter führen werde! Im Protokoll ist das nicht festgehalten. Welchen Reim darf man sich aus dieser Konstellation nun wieder machen?

In Lichterfelde-Süd wollen die "Investoren" auf jeden Fall großflächig den Stadtrand [den Außenbereich!] zu bauen und finden dabei wahrscheinlich den Segen der SPD-Leitung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Als Problem sieht man allerdings die Thermometer- Siedlung und ihre Bewohner, die man als Renditebremse erkannt hat. Deshalb soll für das neu zubebauende Gebiet ein eigenständiges Image entwickelt werden. Ob auch die Politik diesem Gedankenkonstrukt der "Investoren" folgt, bleibt abzuwarten.

Mit Erstaunen kann aber registriert werden, dass die Politik eine stadtsoziologische Untersuchung für das Planungsgebiet bisher offenbar nicht für notwendig hält! Dürfen wir daraus folgern, dass die staatlichen Behörden Lichterfelde-Süd bisher weitgehend nur vom Schreibtisch aus beplanen und die zunehmenden sozialen Verwerfungen in den Thermomer- und Woltmann-Siedlung ausblenden wollen?

Wenn so Politik in Berlin sich vollzieht, darf es nicht verwundern, dass auch bei den Bewohnern der umliegenden Wohnquartiere die Wut auf die da oben weiter wächst, mit allen denkbaren negativen Folgen.

Name:
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Datum:
Ein Landschaftsplaner
--- (nicht bekannt)
3. Aug. 2012 um 18.34 Uhr
Bezirk so furchtbar tatenlos
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 043
Der "Möbelhof" wurde bekanntlich durch die Bauherren vom "Steglitzer Schloss" aus dem Zentrum von Steglitz an den Stadtrand in Lichterfelde vertrieben. Dabei hatte die Bezirkspolitik kräftig mitgeholfen. Jetzt steht das Möbel-Haus vor dem endgültigen Aus. Der Insolvenz-Ausverkauf läuft derzeit.

Und es stehen bereits jede Menge Geier bereit, die sich dort am Ostpreussendamm 85 einnisten wollen. Von einem weiteren Einkaufszentrum ist die Rede. Das gefällt diesmal dem Bezirksamt gar nicht, auch weil es nicht zu ihrem Zentren-Konzept passt. Um das Einkaufszentrum zu verhindern hat das Bezirksamt die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans beschlossen.

Was ich nun überhaupt nicht verstehe: Warum ist dieses gleiche Bezirksamt in Sachen Lichterfelde-Süd so furchtbar tatenlos? Zwar hat kürzlich Bürgermeister Kopp (CDU) zu Lichterfelde-Süd erklärt, für Bebauungspläne sei der Bezirk zuständig und der würde eine Bebauung mit 3.000 Wohnungen nicht genehmigen. Aber der Bezirk ist doch auch für Landschaftspläne zuständig...

Der Gesetzgeber hat dem Bezirk mit der Landschaftsplanung ein Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem er die Ansprüche der Allgemeinheit bereits im Vorfeld klarstellen kann. Mit der Durchführung eines ordentlichen Landschaftsplanverfahrens wäre es ihm möglich, aufzuzeigen, was südlich der Thermometer-Siedlung an Natur- und Landschaftsschutz zwingend notwendig ist und wieviel Wohnbebauung überhaupt noch möglich ist. Warum passiert das nicht?
[Editor–04.08.2012:    Die BVV Steglitz-Zehlendorf muß sich nach der Sommerpause mit dem Thema „Landschaftsplan für Lichterfelde-Süd“ beschäftigen. Bereits im Mai hatte die Fraktion der PIRATEN einen entsprechenden Antrag eingebracht. -- khd]

[Warum ist für Lichterfelde-Süd ein Landschaftsplan erforderlich?]

Name:
E-Mail:
Datum:
conny
--- (nicht bekannt)
10. Aug. 2012 um 19.04 Uhr
Geschützter Außenbereich!
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 044
An diversen Stellen [Ed: dieses Portals] wird vom "Aussenbereich" einer Stadt gesprochen, der nach dem Baugesetzbuch [§ 35] nicht bebaut werden darf.

Es kann wohl kaum bezweifelt werden, dass der größere, der südliche Teil des Plangebiets in Lichterfelde-Süd solch ein sowieso geschützter Aussenbereich ist, zumal er nahtlos in die freie Landschaft Brandenburgs übergeht.

Wie kann es da sein, dass für dieses Gelände überhaupt eine Planung mit dem Ziel einer Bebauung betrieben wird?

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
16. Aug. 2012 um 00.13 Uhr
1988 waren wir
schon mal weiter
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 045
Am 20. April 1988 hatte die BVV-Steglitz folgendes beschlossen (Beschluß- Nr. 443):
„Das Bezirksamt wird ersucht, mit der VdeR [Verwaltung des ehemaligen Reichsbahnvermögens, damaliger Eigentümer des heutigen Planungsgebiets] in Verhandlungen einzutreten mit dem Ziel, die Flächen im Geltungsbereich des Landschaftsplans XII-L2 (Lichterfelde-Süd) langfristig von der VdeR zu pachten (sofern ein Erwerb ausgeschlossen ist).

Die Flächen sollen dann durch das Gartenbauamt verwaltet und einer Nutzung entsprechend den Festsetzungen und Zielen des o.g. Landschaftsplanes zugeführt werden.“
Ende 1988 berichtete das Bezirksamt Steglitz über die Bemühungen, diese Naherholungs-Flächen für die Allgemeinheit zu sichern. [mehr]

Name:
E-Mail:
Datum:
Klardenker
--- (nicht bekannt)
19. Aug. 2012 um 9.23 Uhr
Ausgleichsmaßnahme?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 046
Sind denn alle bescheuert? Da verkaufte der Bund in Lichterfelde-Süd — also an Berlins Stadtrand — ein großes Gelände mit besonders wertvoller Natur an einen Investor für den Wohnungsbau.

Und Berlins Senat plant in der Innenstadt auf dem Tempelhofer Feld (Ex-Flughafen) einen riesigen Design-Park mit einigen Wohnhäusern am Rande.

Also sehe ich das richtig: Am Stadtrand darf kein Landschaftspark entstehen und der Investor demnächst Natur zerstören, da der Senat ja in der Innenstadt für ausreichend Ersatz-Natur sorgen wird?

Nennt man das eine Ausgleichsmaßnahme?
[Editor–30.08.2012:    Und heute lieferte Berlins Tagesspiegel den zu dieser These passenden Artikel „Millionen für Berlins neue Landschaften“. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
conny
--- (nicht bekannt)
26. Aug. 2012 um 15.13 Uhr
Geschützter Außenbereich!
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 047
Hallo, leider gibt es noch keine Reaktion auf meine Frage zum Außenbereich. Ich halte das für eine sehr wichtige Frage.

Es muß doch einen Grund dafür geben, warum in Süd-Lichterfelde das Gesetz umgangen werden soll.

Liegt das etwa daran, dass das Gelände mal (zu westberliner Zeiten) als "Bauland-Reserve" vorgesehen war? Aber alle unbebaute Landschaft ist irgendwie immer auch Bauland-Reserve...

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
1. Sept. 2012 um 7.17 Uhr
Berlins Naturschutz-Beauftragter
stellt fest
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 048
Seit einigen Tagen liegt hier die aktuelle Feststellung der biologischen Bedeutung des Planungsgebiets Lichterfelde-Süd von TU-Prof. Kowarik (Landesbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege) vor. Sie wird auf einer gesonderten Web-Seite dokumentiert: [LB-Stellungnahme vom 27.7.2012]

Darin werden auch erste Ergebnisse der im Juni 2012 am „Tag der Artenvielfalt“ erfolgten Untersuchung von Flora und Fauna mitgeteilt. In nur 24 Stunden gelang es über 860 unterschiedliche Arten nachzuweisen. Darunter waren auch gefährdete Arten, die hier noch nie angetroffen wurden. Eine Hauptaussage der naturschutzfachlichen Stellungnahme ist:

Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf aber auch im angrenzenden Land Brandenburg findet sich zwischen der Berliner Stadtgrenze und dem Autobahnring keine vergleichbare Fläche ähnlicher Größe mit einem ähnlich bemerkenswerten Biotop- und Artenspektrum.

[Editor–03.10.2012:    Von dieser wegweisenden Bewertung wurde inzwischen ein Nachdruck in PDF angefertigt (40 kByte). -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
jens
jens_897 (at) yahoo.de
2. Sept. 2012 um 00.06 Uhr
Kirchturm-Politik
des Bausenats
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 049
Es ist doch völlig klar: Berlins Bausenat will unter dem Vorwand von Wohnungsnot die wertvolle Lichterfelder Weidelandschaft mit Eigenheimen und Gärten für Besserverdienende bebauen lassen, damit diese nicht ins Umland nach Brandenburg abwandern und dort ihre Steuern bezahlen.

Das wird natürlich nicht gesagt. Aber solche Kirchturm-Politik haben wir schon bei der Ansiedlung von Discountern erlebt. Im Wildwuchs durften sich KiK & Co in Giesensdorf auf Gewerbebrachen breitmachen, um deren Ansiedlung im benachbarten brandenburgischen Teltow zu verhindern. [Ed:
Grafik dazu]

Die "Wohnungsnot" muß in der Innenstadt bekämpft werden! Nur ganz dumme Schildbürger zerstören deshalb wertvolle Natur am Stadtrand. -- jens

Name:
E-Mail:
Datum:
ilex
ilex34 (at) gmail.com
11. Sept. 2012 um 16.26 Uhr
Baurecht — Nie und nimmer!
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 050
Wir wissen nun also, dass...

  • eine totale Bebauung des Gebiets südlich der Thermometersiedlung extrem wertvolle Biotope zerstören würde.
  • weder der Eigentümer noch manche Politiker immer noch nicht kapiert haben, Baurecht für die Biotope kann es hier nicht geben.
  • aber reichlich Naherholungsbereiche für die Anwohner seit langer Zeit fehlen.
Wo bleibt nun der aufrichtige Politiker im Senat oder Bezirk, der endlich Klartext mit den Bauwütigen redet? Ihnen klipp und klar sagt:
Baurecht für diese Biotope — Nie und nimmer!

Name:
E-Mail:
Datum:
Insider
--- (nicht bekannt)
29. Sept. 2012 um 18.11 Uhr
Aufs Vorkaufsrecht verzichtet
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 051
Das Bezirksamt mag erzählen, man wolle in Lichterfelde-Süd keinen neuen Stadtteil mit Tausenden von Wohnungen. Berlins Senat rammt hingegen die Eckpfosten für eine solche Bebauung der Naturflächen ein.

Angesichts des
Grundstücksverkaufs durch die österreichische CA Immo an die Berliner Groth-Gruppe stand dem Land Berlin ein Vorkaufsrecht zu. Inzwischen gilt als sicher, dass dieses Recht nicht ausgeübt wurde.

Der Bausenat ist also nicht am effektiven Erhalt der Natur mit Weidelandschaft interessiert, was auch immer die Naturschützer feststellen. Am Geld für ein naturnahes Naherholungsgebiet (Landschaftspark) kann es kaum gelegen haben, denn etwa 10 Mio. Euro sind ein Klacks angesichts der Summen, die allein der BER-Flughafen durch falsches Senatshandeln mehr kostet.

Insider

Name:
E-Mail:
Datum:
ilex
ilex57 (at) gmail.com
30. Sept. 2012 um 10.49 Uhr
Osdorfer Felder?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 052
Nur zwei Fragen:
Wem gehören eigentlich die Felder südlich des Parks-Range-Geländes in Brandenburg? [
Eine Antwort]

Etwa auch schon diesen bauwütigen GmbH-und-Co-KG-Leuten der Groth-Gruppe?

Name:
E-Mail:
Datum:
Gerhard Niebergall
gerhard_niebergall (at) web.de
4. Okt. 2012 um 23.56 Uhr
Osdorfer Felder?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 053
Liebe(r) Ilex,
bei den südlich an die ehemalige Parks Range sich anschließenden Flächen handelt es sich um frühere Rieselfelder. Deren Eigentümer ist dort — soweit bekannt — noch immer das Land Berlin, vertreten durch den Senator für Finanzen, der schon nach seiner Profession mindestens genau so geldgierig ist wie ein Investor.

Name:
E-Mail:
Datum:
gingo
--- (nicht bekannt)
10. Okt 2012 um 21.39 Uhr
Osdorfer Felder eintauschen
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 054
Na prima (lese gerade die Antwort), die Osdorfer Felder gehören also dem Land Berlin!

Da liegt es doch nahe, diese Ackerfläche mit der einzigartigen Natur des Parks-Range zu tauschen und ins Land Berlin zu holen. Auf dem Acker kann sich dann dieser Groth durchgrünt baulich austoben.

Könnte das nicht eine Lösung sein, um die wertvollere Natur vor der Bebauung zu bewahren?

Name:
E-Mail:
Datum:
Insider
--- (nicht bekannt)
12. Okt. 2012 um 12.14 Uhr
„Reaktionäre SPD-Baupolitik“
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 055
Nun hat sogar die Steglitz-Zehlendorfer CDU verstanden, was die Stadt-SPD da an Fehlplanung für Lichterfelde-Süd betreibt und ihren Unmut darüber in ihrer Großen BVV-Anfrage "Stadtzerstörung durch Senatsverwaltung!?" zum Ausdruck gebracht.

Wenn nun gefragt wird, was das Bezirksamt gegen solche Senats-Planungen (CDU: „Reaktionäre SPD-Baupolitik“) unternehmen wolle, dann kann nur der Rat gegeben werden: Ein wirklich solides Landschaftsplanverfahren (wie hier schon im Mai vorgeschlagen) wird aufzeigen, was in Lichterfelde-Süd nach Recht und Ordnung geht und was getan werden muß — und was eben an Bebauung überhaupt nicht geht.

Berlins angeschlagener Senat wird ja wohl noch lernfähig sein. -- Insider

Name:
E-Mail:
Datum:
biber
--- (nicht bekannt)
14. Okt. 2012 um 20.21 Uhr
Sozialer Wohnungsbau?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 056
Wie will der Berliner Senat eigentlich erreichen, dass von der Groth-Gruppe in Lichterfelde-Süd auch öffentlich geförderte (soziale) Wohnungen mit Belegungsrecht gebaut werden? Oder sollen dort ausschließlich kleine Kauf-Häuser für reichere Familien hingestellt werden?

Immerhin hat das Land Berlin ja wohl aufs Vorkaufsrecht für das Gelände verzichtet.
[Editor–15.10.2012:    In diesem Zusammenhang sind vermutlich die Aussagen von SPD-Politikern — darunter Senator Müller und Staatssekretär Gothe — interessant, die unlängst über Wohnungsbaupolitik diskutierten. -- khd]

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Doreen Haberland
doreen.wolfgramm (at) web.de
16. Okt. 2012 um 9.27 Uhr
Ein Kinderbauernhof
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 057
Hallo, ich habe da eine Idee:
Zu befürchten ist, dass auch der Holderhof mit seinen Pferden, der derzeit dem Verpächter zur Objektpflege dient, zu Beginn von Baumaßnahmen räumen muss.

Wie wäre es aber, einen Kinderbauernhof mit Schafen, Ziegen, Ponys, Ponyreiten usw. in Lichterfelde-Süd aufzubauen — zum Beispiel im Rahmen des geplanten Parks.

Ein Kinderbauernhof am Stadtrand würde ein Freizeitangebot für jung und alt bedeuten und die Wohnqualität der anliegenden Thermometer-Siedlung verbessern. Ferienkinder könnten hier Urlaub machen. Kitas und Schulgruppen könnten ihn besuchen. Auch für Ausflüge von Rentnergruppen wäre ein solches Projekt attraktiv.

Wer findet Gefallen an meiner Idee?

Doreen Haberland, Mahlow
[Editor–17.10.2012:    Auch bei der Bürgeranhörung im April 2012 wurde bereits die Einrichtung eines solchen Kinderbauernhofes u. ä. gewünscht, zumal man anderenorts damit gute Erfahrungen gemacht hat. Aber wie kann man das einem geldfixierten Imvestor schmackhaft machen? -- khd]

Name:
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Datum:
Heidelerche
--- (nicht bekannt)
17. Okt. 2012 um 13.06 Uhr
Ein Kinderbauernhof
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 058
Liebe Frau Haberland,
wieso glauben Sie, dass Ihr Projekt eines Kinderbauernhofes Herrn Klaus Groth angenehmer ist als die von der Reitgemeinschaft Holderhof gepflegte Lichterfelder Weidelandschaft mit ihrer
in Fachkreisen hochgelobten Artenvielfalt.

Auch hier gilt das bekannte Sprichwort: Man sollte das Fell des Bären nicht verteilen bevor er erlegt ist.

Name:
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Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
18. Okt 2012 um 20.55 Uhr
BVV beschließt
Landschaftsplan-Antrag
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 059
Die BVV Steglitz-Zehlendorf hat gestern den PIRATEN-AntragLandschaftsplanverfahren für das Gebiet südlich der Thermometer-Siedlung“ (BVV-Drucksache-Nr. 0227/IV) vom 16. Mai 2012 in folgender Form beschlossen (BVV-Beschluß-Nr. 192/IV):

Die BVV hat beschlossen:

Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen

  1. für das gesamte Gebiet südlich der Thermometer-Siedlung, das von der Réaumurstraße/ Landweg, Osdorfer Straße, der Landesgrenze zu Brandenburg und der Trasse der Anhalter Bahn begrenzt wird, ein neues Landschaftsplanverfahren nach §§ 8–10 NatSchGBln einzuleiten

    und

  2. dabei eine „vorgezogene Bürgerbeteiligung“ nach § 10 Absatz 3 NatSchGBln durchzuführen.

Das Bezirksamt wird gebeten, alle noch zu erarbeitenden Entwürfe von Plänen zu Lichterfelde Süd mit den Trägern öffentlicher Belange (inklusive der anerkannten Naturschutzverbände) abzustimmen.

[BVV-Beschluß 192 vom 17.10.2012 in PDF]

Name:
E-Mail:
Datum:
G. Niebergall (ALL)
gerhard_niebergall (at) web.de
19. Okt 2012 um 00.47 Uhr
BVV beschließt
Landschaftsplan-Antrag
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 060
Die Steglitz-Zehlendorfer Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat am 17. Oktober das Bezirksamt zwar nur gebeten zu prüfen, ob es für das Stadtgebiet südlich der Thermometersiedlung ein Landschaftsplanverfahren einleiten möchte [Beschlusstext], dies ist aber eine Entwicklung, die nicht unbedingt vorhersehbar war.

Hatte doch noch eine Vertreterin des Bezirksamtes im Umweltausschuss am 16. August eine Ablehnung des Antrages in den Raum gestellt.

Mit diesem Beschluss setzt die BVV sowohl gegenüber dem Grundstückseigentümer, letztlich Herr Klaus Groth, als auch der Senatsbauverwaltung ein kräftiges Zeichen, dass sie in Lichterfelde-Süd das Heft des Handelns nicht aus der Hand geben möchte und hier eine von diesen wohl beabsichtigte sehr raumgreifende Bebauung mit einhergehender Naturzerstörung nicht mittragen will.

Name:
E-Mail:
Datum:
Moorfrosch
--- (nicht bekannt)
19. Okt. 2012 um 19.38 Uhr
Was ist bloß mit der
Steglitz-Zehlendorfer SPD los?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 061
Als erste Partei im Bezirk wollte sie das Naturparadies der ehemaligen Parks Range retten [Flugblatt von Januar 2011]. Häuser sollten nur am Rand entlang Réaumurstraße/Landweg und Bahnlinie gebaut werden. Für die von Senat und Bezirksamt abgeschriebenen hier ansässigen Gewerbebetriebe mit rund 200 Arbeitsplätzen forderte sie ein Überlebenskonzept.

Und nun das! Von der CDU provoziert, verteidigte sie jetzt in der BVV eine selbst in der Bauverwaltung noch unabgestimmte Planung, südlich der Thermometer- Siedlung, Baurecht für 3.000 Einfamilienhäuser zu schaffen. Das wäre dort das Ende sowohl für die Natur als auch für die Arbeitsplätze!

Was ist bloß mit der Bezirks-SPD los?

[Großwohnsiedlungsbau auf dem Gelände der Parks-Range?]

Name:
E-Mail:
Datum:
Ringelnatter
--- (nicht bekannt)
27. Okt. 2012 um 15.36 Uhr
Was will Bezirksamt tun?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 062
Was hat denn nun das Steglitz-Zehlendorfer Bezirksamt auf die 4. Frage der Großen CDU-Anfrage am 17. Oktober geantwortet?
[Editor–28.10.2012:    Dazu ist auch hier bislang nichts bekannt. Offensichtlich gibt es zu Großen Anfragen keine Protokolle, denn im Internet steht als Ergebnis nur: „Beantwortet“. Vielleicht weiß ja jemand mehr. -- khd]

Name:
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Datum:
Landschaftsplaner
--- (nicht bekannt)
28. Okt. 2012 um 00.10 Uhr
Studie zum
Landschaftsschutzgebiet
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 063
Beim CA-Workshop im Juli hatte das Bezirksamt angekündigt, im Oktober würden für Lichterfelde-Süd Ergebnisse einer Experten-Studie zum "Landschaftsschutzgebiet" (LSG) vorliegen.

Nun haben wir schon Ende Oktober. Liegen diese LSG-Ergebnisse inzwischen vor? Und wo im Internet kann man das nachlesen?

Name:
E-Mail:
Datum:
Heidelerche
--- (nicht bekannt)
30. Okt. 2012 um 11.26 Uhr
Studie zum
Landschaftsschutzgebiet
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 064
Aus dem Bezirksamt hört man als Gerücht, die Expertenstudie zum Landschaftsschutzgebiet liege dort als Entwurf vor und werde derzeit mit den Verfassern beraten.

Angeblich empfiehlt die Studie, auch Flächen außerhalb der Parks Range unter Landschaftsschutz zu stellen.

Bleibt abzuwarten, wie weit die Studie vor ihrer Bekanntgabe mit Rücksicht auf Wirtschaftsinteressen zurückgestutzt wird.
[Editor–11.11.2012:    Berlins Senat versuchte offensichtlich Einfluß auf das Gutachten-Ergebnis zu nehmen, wie aus einer Kl. Anfrage im Abgeordnetenhaus vom 11.10.2012 hervorgeht. -- khd]
 
Name:
E-Mail:
Datum:
Rüdiger
ruest73 (at) aol.com
7. Nov. 2012 um 19.07 Uhr
Drohender Fluglärm
über Süd-Berlin
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 065
Die Fluglärm-BI hat kein Forum, weshalb ich hier frage, zumal ja auch Lichterfelde davon betroffen sein wird:

Die aktuellen Zeitungen waren voll von neuen Fluglärmkarten, weil die von der Nordbahn startenden Flieger sofort nach Norden abschwenken müssen.

Warum in aller Welt können diese nicht von der Nordbahn geradeaus weiterfliegen, wenn gleichzeitig von der Sübahn startende Flieger stärker in Richtung Süden (30 Grad?) vom Kurs nach dem Start abweichen?

Und warum wurde nicht von vornherein auf dem neuen BER/BBI-Flughafen eine extra Startbahn in Richtung Süden vorgesehen, was das Lärmproblem über der Stadt vermieden hätte?

Gruß -- Rüdiger

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Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
8. Nov. 2012 um 19.00 Uhr
Berliner Umweltpreis 2012
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 066

Preisträger des Berliner Umweltpreises 2012 in der Kategorie „Umwelt-Engagement“:
Das Projekt „GroßstadtWildnis Lichterfelder Weidelandschaft“ [Holderhof] und das „Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd“.   [mehr]

Name:
E-Mail:
Datum:
ilex
ilex34 (at) gmail.com
13. Nov. 2012 um 15.08 Uhr
Landschaftsschutzgebiet
vermeiden?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 067
Offensichtlich hat nun sogar Investor Groth verstanden, dass er auf einem Großteil seines Areals in Lichterfelde-Süd nicht wird bauen können.

Allerdings verblüfft, er will nun einen "Landschaftspark" als Modell-Vorhaben mit staatlichem Beistand (Geld?!).

Ein Beistand durch zügige Ausweisung eines Landschaftsschutzgebiets sollte doch ausreichen — oder will dieses Groth mit (s)einem Deal-Vorschlag unbedingt abwenden?

Name:
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Datum:
Landschaftsplaner
--- (nicht bekannt)
17. Nov 2012 um 16.17 Uhr
Planerische Konzepte
stehen aus
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 068
Jetzt wird befürchtet, dass Berlins Senat die Planungshoheit für Lichterfelde-Süd übernehmen könnte.

Wir wissen nicht, was wirklich hinter den Kulissen ablief. Aber in der Antwort auf die Kleine Anfrage der LINKEN hatte der Senat bereits im Mai 2011 ein "städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept" vom Bezirk eingefordert.

Das hat dieser aber bisher nicht geliefert, vermutlich weil er zu sehr auf die Vorplanungen des Investors "CA Immo" setzte, der aber schon nicht mehr recht an Lichterfelde-Süd interessiert war.

Es wird jetzt also wohl darauf ankommen, dass der Bezirk dem Senat — dem aktuellen Beschluss der BVV folgend — durch Anmeldung eines Landschaftsplanverfahrens signalisiert, ein eigenes Konzept für Lichterfelde-Süd vorlegen zu wollen.

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Datum:
Stadtplaner
--- (nicht mitgeteilt)
23. Nov. 2012 um 20.34 Uhr
Dringendes Gesamtinteresse Berlins?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 069
Schon angesichts der zahlreichen Fehlleistungen des Berliner Senats wäre es politisch unklug, wenn der Senat demnächst alle Planverfahren zu Lichterfelde-Süd an sich ziehen würde, um das Baubegehren eines Investors besser fördern zu können.

Der Senat käme zudem in erhebliche Erklärungsnot, nachzuweisen, warum eine Bebauung des gesamten Areals südlich der Thermometer- Siedlung und eine damit einhergehende erhebliche Natur- und Landschafts-Zerstörung im „dringenden Gesamtinteresse Berlins“ (§ 10a
NatSchGBln) läge.

Es gibt in Berlin — und der Senat weiß das — noch ausreichend Flächen, deren Bebauung keine besonders wertvollen Biotope zerstören würde. Übrigens, der Besitzer des Natur-Grundstücks hat keinen Anspruch darauf, dafür Baurecht zu erhalten (§ 1 Abs. 3 BauGesB).
[Editor–24.11.2012:    Einige Beispiele für mit Wohnungen bebaubare Flächen im Land Berlin sind bereits auf der Bauen/Wohnen-Seite notiert. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
ilex
--- (nicht mitgeteilt)
5. Dez. 2012 um 18.24 Uhr
Alles Propaganda?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 070
Es ist immer wieder erstaunlich, wie flott sich Investoren auch begrifflich anpassen, um ihre Interessen durchzusetzen.

So kommen in der Anfang November von den Groth-Leuten vorgestellten
Parks-Range- Planung fast alle Begriffe vor, die Gutes verheißen könnten. Da wird von einem großen „Landschaftspark“ und von „Schutzzonen“ für die Natur gesprochen. Auch von der „Verbindung von Wohnen und Natur“, von einer „regenerativen Energieversorgung“ und „ökologischem Bauen“ ist die Rede.

Bleibt zu hoffen, dass das nicht alles nur Propaganda fürs Erreichen des lukrativen Baurechts ist.

Name:
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Datum:
Matthias
Ungervesuv (at) aol.com
17. Dez 2012 um 14.22 Uhr
Fotos von BOSWAU an
der Réaumurstraße?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   LF 071
Hallo, ich bin auch Lichterfelder.

Mich interessieren Baufirmen und Krane, ich weiß in der Reaumurstr. war ein Lagerplatz, erst von BOSWAU & Knauer und dann von der WTB Walter Thosti Boswau.

Dort standen laut meiner Erinnerung zwei Bauhofkrane, das Gelände war am Ende der Reaumurstr. kurz vor der Bauschuttrecycling Bude. Der Bauhof wurde 1988 aufgelöst.

Nun wollte ich mal fragen, ob jemand, der da wohnt, Fotos von dem Bauhof, oder auch nur, dass er im Hintergrund ist, hat?

Danke Matthias

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