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    Stand:  30.11.2014   (58. Ed.)  –  File: PLS/Info/PLS_Background.html



Betroffene Bürger informieren !

LICHTERFELDE-SÜD – 1. April 2014 (pls). Diese Web-Seite wendet sich an all die Kreativen und Entscheider, die sich in den kommenden Wochen auf Einladung der Berliner Groth- Gruppe um die Gestaltung des riesigen Areals südlich der benachteiligten Thermometer- Siedlung kümmern werden.

Leider ist es so, daß in der von der Freien Planungsgruppe Berlin (FPB) zusammengestellten Ausschreibung des Städtebaulichen Workshops nicht alle Informationen gegeben werden, die zur soliden Beurteilung der Gesamtsituation in Lichterfelde-Süd erforderlich sind. Auf dieser Seite soll versucht werden, das durch ergänzende Anmerkungen und Hyper-Links nachzuholen.

Bereits seit Mitte der 1970er-Jahre beobachten Bewohner von Lichterfelde-Süd sehr genau und kritisch die Entwicklungen in und um ihren Kiez. Sie mußten in diesen 40 Jahren feststellen, daß man sie allzuoft stiefmütterlich behandelte — vor allem wenn es um die Stadtplanung ging: „Ständig benachteiligt!“.

Das alles ist nicht vergessen. Und so kann eine Neuordnung von Lichterfelde-Süd nur gelingen, wenn die einmalige Natur von immerhin Natura- 2000-Qualität in einem Landschaftsschutzgebiet (LSG) nachhaltig erhalten wird, die Thermometer- Siedlung um eine Wohnbebauung am Areal-Nordrand erweitert wird (ca. 1500–2000 Wohnungen), neue Arbeitsplätze in einem kleinen Gewerbegebiet geschaffen sowie endlich etwas für die besonders benachteiligten Jugendlichen angepackt wird (z. B. die seit 1975/76 geforderte handwerkliche Ausbildungseinrichtung vor Ort).

Die Bürger in Lichterfelde-Süd hoffen, daß es den Kreativen im Workshop gelingt, ein wirklich gutes und kluges städtebauliches Konzept herauszufinden. Denn die bisherigen Vorschläge von Bezirksamt (Leitbild) und Groth-Gruppe (Plan vom August 2013) würden ein gedeihliches Zusammenleben im Kiez erheblich erschweren. Es soll auch nicht verschwiegen werden: Gehörte das Planungsgebiet noch der öffentlichen Hand (wie bis 2006), wäre eine gute Stadtentwicklungsplanung einfacher.

Unter „parks-range-im-dialog.de“ steht zudem eine Plattform für Diskussionen zur Verfügung.
         


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Gut zu wissen — Zusatz-Infos zum Städtebaulichen Workshop


*   Zum Wettbewerb bzw. Workshop:

Nachdem Mitte April 2014
bekannt wurde, daß dieser von der Berliner Groth-Gruppe ausgeschriebene Ideenwettbewerb nicht bei der Berliner Architektenkammer angemeldet worden ist, sind viele Beobachter sehr skeptisch geworden. Befürchtet wird ein Ergebnis, das nicht das Beste für die Allgemeinheit ist und durch den Auslober durchaus vorgeprägt sein könnte. Wir werden sehr genau beobachten, was nun passieren wird.


   
*   Übersicht zum Planungsstand:

Seit dem 1. Mai 2012 werden im Internet auf dem Bürgerportal unter „
http://pruefstein-lichterfelde-sued.de/“ laufend Informationen zur Planung Lichterfelde-Süd publiziert und kommentiert. Die folgenden Dokumente erlauben ein schnelles Einarbeiten in die gegenwärtige Situation:



 

Das Planungsgebiet
^   Um dieses große Areal von ca. 110 ha in Lichterfelde-Süd geht es.   (Grafik: 2010 – khd)


*   Soziologischer Hinweis:

Der allerwichtigste Punkt bei der anstehenden Stadplanung ist die Bewältigung folgender Frage: Führt der Bau einer Reichen- Siedlung („Gartenstadt“ mit vielen teuren Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern, aber ohne sozialen Wohnungsbau) direkt neben einer Armen- Siedlung mit vorhandenem hohen Konfliktpotential (Thermometer- Siedlung) zu einem stabilen Wohnquartier, und was muß unternommen werden, um dieses von vornherein zu erreichen?

Die moderne Stadtsoziologie hat darauf sehr wohl Antworten. Aber man muß die Wissenschaftler fragen und dann zuhören. Das hat aber bislang noch keiner getan. Es gibt kein aktuelles soziologisches Gutachten für die Entwicklung von Lichterfelde-Süd, obwohl das ganz dringend geboten wäre.


   
*   Nützliche Dokumente:

Zwar wurden der Ausschreibung
20 Anlagen beigefügt, aber die FPB-Leute haben einige Dokumente nicht berücksichtigt, obwohl in diesen sehr wichtige Aussagen zur weiteren Entwicklung von Lichterfelde-Süd enthalten sind. Dazu gehören:



 

Bewertung des Landesbeauftragten
^   Bewertung von Lichterfelde-Süd durch den Naturschutz-Landesbeauftragten von 2012. Gelbe Fläche: Habitate von zahlreichen FFH-Arten und von sehr vielen Rote-Liste- Arten.   (Repro: 2012 – khd-research)

*   Meinungsumfrage zur Bebaubarkeit:

Die Bebaubarkeit wurde Anfang April 2013 von Politikern ex cathedra im „
Letter of Intent“ mit 39 ha festgelegt, obwohl kurz vorher Fachgutachter zum wissenschaftlich begründeten Ergebnis kamen, daß vom Planungsgebiet in Lichterfelde-Süd allerhöchstens 27 ha bebaut werden können.

Eine Meinungsumfrage unter den Portal-Nutzern ergab im Dezember 2013: 81,7 % der 698 Teilnehmer wünschen sich keine Naturzerstörung und plädierten für eine Bebauung zwischen 0 und 22 ha (0 ha: 10,9 %, 16 ha: 51,9 %, 22 ha: 18,9 %). Auch wenn das keine repräsentative Umfrage darstellt, sollte man Volkes Stimme ernst nehmen, zumal man schon auf 16 ha ausreichend Wohnungen bauen kann: [Ein Architektur-Student teilte mit].


 
Ergebnis Umfrage Nr. 2
^   Ein ganz klares, deutliches Ergebnis: 82 % wünschen sich keine Zerstörung der wertvollen Natur durch den Investor Klaus Groth.   (Grafik: 15.12.2013 – khd-research)


*   Defizit bei Naherholungsflächen:

In der aktuellen Workshop- Ausschreibung ist zwar das
Bebauungsplanverfahren XII-252 erwähnt, aber das wichtigere Landschaftsplanverfahren XII-L2 für den Nordteil des heutigen Planungsgebiets nicht. Das ist insofern peinlich, da dazu in den 1980er-Jahren etliche Gutachten angefertigt worden sind, die noch heute beim Bezirksamt einsehbar sind. Aus dieser Begutachtung geht u.a. hervor, daß für die Anwohner in der Thermometer- Siedlung ein Defizit an öffentlichen Naherholungsflächen (Park, Freizeitaktivitäten wie z.B. Grillen, Sport und Spiel) bestand. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Man war sich damals völlig einig, daß fußläufig dieses Defizit nur unter Inanspruchnahme von etwa 4–6 ha des heutigen Planungsgebiets behoben werden kann. Das Bezirksamt Steglitz berichtete 1988 über die Realisierung, verlor diese aber später aus den Augen. Das muß jetzt (zwingend schon aus soziologischen Gründen) nachgeholt werden. Die Gutachter Fugmann/Janotta geben dafür in ihrer Ergebnis-Skizze vom Dez. 2013 auch unkritische Flächen an (2 schraffierte Flächen), die aber inzwischen von der Groth-Gruppe für den Wohnungsbau eingefordert werden. Vermutlich meint man, daß diese öffentlichen Naherholungsflächen in der sogenannten „Grünen Mitte“ realisiert werden sollen. Nimmt man aber den Naturschutz ernst (LSG!), dann verbietet sich dieses, da diese Fläche für die Allgemeinheit ganz sicher von allen Anwohnern sehr intensiv genutzt werden wird.


   
*   Wohnen & Arbeiten:

Unsere altvorderen Stadtbaumeister wußten es noch. Baut man ein neues Stadtquartier, dann müssen dort außer den Arbeitsplätzen in Einkaufsläden auch ausreichend andere gewerbliche Arbeitsplätze entstehen. Das ist zudem ein Faktor, um Urbanität entstehen zu lassen. Auch Stararchitekt Daniel Libeskind wollte 1998 (
2. Preis) in Lichterfelde-Süd noch einen „place to live, work and play“ schaffen. Aber inzwischen regiert das Mittelmaß der Investorenlogik mit nur noch einem „place to live“. Nun zeigt das Beispiel der Thermometer- Siedlung, auch die Stadtbaumeister der 1960er-Jahre bevorzugten lieber das sterile Modell von reinen Schlafstädten ohne Arbeitsplätze vor Ort — sollen sich die Leute doch ein Auto kaufen, hieß es. Sogar die Einkaufsmöglichkeiten wurden nicht einmal über die Baukörper im neuen Kiez verteilt. Stattdessen baute man lieber Einkaufszentren, die heute fast leer stehen.

Im Sanierungsbeirat Woltmannweg wurde in den 1980er-Jahren stundenlang über die Arbeitsplatzfrage diskutiert — auch gestritten, zumal man sich damals anschickte das „Gewerbedreieck“ zwischen Landweg und Réaumurstraße mit Sporteinrichtungen und einer Kita zu bebauen (B-Plan XII-101c). Auch hierbei war man sich damals völlig einig, daß neue Arbeitsplätze vor allem südlich des Landwegs entstehen sollten. Regeln sollte das der (bereits erwähnte) B-Plan XII-252, den das Bezirksamt aber nie zum Abschluß brachte. Man ging davon aus, daß für etwa 8–12 % der erwachsenen Einwohner der Thermometer- und Woltmann- Siedlung (neuerdings „City Village“ genannt) lokale Arbeitsplätze vorhanden sein sollten.

Derzeit lehnt die Politik mit irrationalen Argumenten ein kleines Gewerbegebiet (GE) südlich der Thermometer-Siedlung ab. Es wäre keine kluge Entscheidung, in Lichterfelde-Süd auf lokale Arbeitsplätze zu verzichten. Insofern ist die aktuelle Petition der dort bereits vorhandenen Unternehmen hilfreich, um doch noch zu vernünftigen Lösungen in der Arbeitsplatzfrage zu kommen. Denn laut § 1 Abs. 6, Ziffern 8a und 8c BauGB sind bei der Bauleitplanung auch die Belange einer „mittelständischen Wirtschaft“ sowie die „Erhaltung, Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen“ zu berücksichtigen, zumal wenn solche Nutzungsansprüche seit Jahrzehnten aus soziologischen Gründen bestehen (Stabilisierung des Sozialraums). Angesichts der Tatsache, daß in Lichterfelde-Süd 110 ha erstmals beplant werden sollen, können diese Nutzungsansprüche für ein kleines GE (ca. 4–6 % der Fläche) nicht verworfen werden. Es ist genug Platz dafür vorhanden. Das sollte auch im Workshop Beachtung finden.


   
*   Bauen im Außenbereich?

Der größere, südliche Teil des Planungsgebiets in Lichterfelde-Süd ist nach § 35
BauGB „Außenbereich“ der Stadt Berlin [Planskizze], wo nach Bundesrecht ein Bauen eigentlich verboten ist. Deshalb bahnt sich hier ein Konflikt an, der angesichts der Größe des Geländes wohl erst durch Entscheidungen von Gerichten bewertet und geklärt werden wird (es sind Klagen angekündigt). In der Workshop-Ausschreibung wird zwar der § 35 BauGB kurz erwähnt (Seite 22), aber nicht näher auf die damit verbundene Problematik eingegangen.

Im von Baurechts-Experten zusammengestellten Folien-Vortrag „Zulässigkeit baulicher Vorhaben“ von 2006 heißt es: „Der Außenbereich nach § 35 BauGB läßt sich als der Bereich definieren, der sich außerhalb des Geltungsbereiches eines qualifizierten Bebauungsplanes und der im Zusammenhang bebauten Ortsteile befindet. Der Außenbereich dient nur in sehr begrenztem Umfang der baulichen Nutzung und wird für die Landwirtschaft, die Erholung und den Naturschutz reserviert. Während sog. privilegierte Vorhaben (§ 35 Abs. 1) zugelassen werden müssen, wenn ihnen keine öffentliche Belange entgegenstehen, können sonstige Vorhaben (Abs. 2) zugelassen werden, solange sie keine öffentlichen Belange beeinträchtigen (Abs. 3).“

Klar ist, daß das Großprojekt der Groth-Gruppe kein „privilegiertes Vorhaben“ im Sinne des Baugesetzbuches ist. Auch ist es kaum vorstellbar, daß dieses Projekt als „sonstiges Vorhaben“ durchgeht. Außerdem muß die Frage geklärt werden, warum das Land Berlin ausgerechnet einen Außenbereich von Natura-2000- Qualität (besonders wertvolle Natur) mit Wohnungsbau versiegeln will, obwohl für den Wohnungsbau in der Stadt noch reichlich unkritischere Flächen vorhanden sind.


 

Außenbereich in Lichterfelde-Süd
^   Der Außenbereich nach § 35 BauGB in Lichterfelde-Süd.   (Grafik: 2012 – khd-research)

*   Kritische Habitat-Bereiche:

Bei der Einführung zum Workshop am 7. Mai 2014 wurde von teilnehmenden Architekten u. a. folgende Frage zur Bebaubarkeit von Bereichen gestellt: „Können die derzeit bereits absolut nicht überplanbaren Flächen identifiziert und somit den Teilnehmern eine Abgrenzung zwischen überplanbarer und nicht überplanbarer Fläche zur Verfügung gestellt werden?“ [
Protokoll Seite 7]

Beantwortet wurde das mit einem Nein und einer hinhaltenden Begründung. Allerdings gibt es seit vielen Jahren naturschutzorientierte Untersuchungen des gesamten Areals, so daß daraus von Bürgerseite bereits 2013 eine Skizze der kritischen Bereiche angefertigt werden konnte (auch als PDF-Flyer Nr. 15). Dabei handelt es sich um Bereiche, in denen Habitate (Lebensräume) von nach EU-Recht „besonders streng geschützten“ Tier- und Pflanzen-Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie von 1992 vorkommen.


 

Groth-Raubbau vom Aug. 2013
^   Die Groth-Planung vom August 2013 sieht in den Bereichen A–G die Zerstörung von FFH-Arten vor.

*   Entwürfe nicht konsensfähig:

12.7.2014 (pls). Seit dem 18. Juni liegen nun die ersten städtebaulichen Entwürfe für Lichterfelde-Süd vor, auf deren Basis demnächst ein konsensfähiger Bebauungsplan entstehen soll. Ein naturbewahrender und wirklich wegweisender Vorschlag befindet sich nicht darunter — er war vom Auftraggeber auch nicht gewünscht. Im
FORUM gibt es deshalb auch nur negative Äußerungen, die im „So nicht!“ gipfelten.

Im Portal-Kommentar „Ganz schön dicht“ wurde bereits angedeutet, daß die öffentlich-rechtliche Planung der Woltmann-Siedlung Anfang der 1980er- Jahre viel geschickter angelegt worden war. Dort wurde auch sorgfältig — mit echter Bürgerbeteiligung — auf vorhandene Natur Rücksicht genommen (Akten dazu sind im Bezirksamt nachlesbar, auch im Abschlußbericht des Teams Sozialplanung). Das Wissen um solch vorbildliche Planungen ist also offensichtlich bei Stadtplanern und Architekten in nur einer Generation verlorengegangen.

Und so stellte die Bürgerinitiative „Aktionsbündnis Lichterfelde-Süd“ in ihrer „Zwischenbilanz“ des bisherigen Planungs- Prozesses am 2. Juli 2014 zusammenfassend fest:
  • Bürgermitsprache nicht gewollt,
  • Bezirksamt ohne Gestaltungswillen,
  • der Investor hat Vorfahrt.
Befürchtet wird zudem, daß letztendlich ein viel größerer Anteil als 39 Hektar des Areals südlich der Thermometer-Siedlung bebaut werden könnte, um die vielen lukrativen Eigenheime unterbringen zu können. Da bliebe dann kein Platz mehr für das so dringend vor Ort benötigte Gewerbe, geschweige denn für die seit über 40 Jahren fehlenden fußläufigen Naherholungsflächen für die derzeitigen Anwohner (4 ha).

Aus Bürgersicht ist die gegenwärtige Planung für Lichterfelde-Süd („Parks Range“ mit Umgebung) nicht akzeptabel — nicht konsensfähig. Das sollte vor allem die Politik beachten und umgehend eine Korrektur der gesamten Planung herbeiführen.


 
Städtebauliche Entwürfe vom Juni 2014
^   Die 8 Entwürfe der Planungsbüros auf einen Blick. [Vergrößern]

*   Städtebaulicher Workshop abgeschlossen:

29.9.2014 (pls). Der von der Groth-Gruppe veranstaltete Städtebauliche Workshop zur Bebauung ihres Areals südlich der Thermometer- Siedlung wurde am 19. Sep. 2014 mit der Entscheidung der Jury abgeschlossen. Sie wählte einstimmig das Konzept des Rotterdamer Architektur-Büros „
casanova + hernandez architects“ aus, das dem Immobilien-Entwickler ein besonders lukratives Geschäft erlaubt. Dieser Entwurf soll nun die Basis für den endgültigen Masterplan sowie den daraus zu entwickelnden Bebauungsplan bilden.

Gewonnen hat damit der Plan mit dem höchsten Verbrauch an wertvollen Naturflächen, was noch reichlich Ärger bereiten dürfte. Einzelheiten dieser Planung sind auf dieser Seite zur Groth-Gruppe zuammengestellt.

Es konzentriert sich nun zunächst alles auf den noch laufenden Landschaftsplanerischen Workshop. Dort muß jetzt mit den Naturschutz-Experten auch geklärt werden, wie (und ob) das Casanova/Hernandez-Konzept umsetzbar ist.

[Die Mängel des akt. Konzepts]


 

Der Sieger-Entwurf (Sep. 2014)
^   Der Sieger-Entwurf. So soll also eine „behutsame Randbebauung“ aussehen, die uns einst Politiker von CDU und SPD versprachen, um die einmalige Natur von Lichterfelde- Süd zu erhalten. In Türkis eingerahmt: Die besonders Natur-gefährdende Bebauung. [Details]   (Repro: 20.9.2014 – khd-research)

*   Grüner Workshop muß klären:

28.10.2014 + 17.11.2014 (pls). Der letzte „Landschaftsplanerische Workshop“ soll nun in 4 Wochen, am 24. November 2014 stattfinden. Von den Experten ist dort noch sehr vieles zu klären und wegweisend zu beschließen. Und dabei geht es nicht nur um die Durchwegung der „Grünen Mitte“ (aka „Parks Range“), sondern um den Schutz/Erhalt von wertvoller Natur im gesamten Planungsgebiet. Dringend geklärt werden müssen:
  • Was soll mit den auf dem Nordgelände reichlich vorkommenden und unter strengem EU-Schutz stehenden FFH-IV-Arten (Tiere und Pflanzen) im einzelnen wann geschehen?

  • Wie ist dabei sichergestellt, daß wirklich alle FFH-IV-Arten und alle FFH-Biotope erkannt worden sind?

  • Wie soll mit den 10 häufig angetroffenen Arten des Berliner Florenschutzes im einzelnen verfahren werden?

  • In welcher Form soll der Schutz der über 100 vorkommenden Rote-Liste-Arten erfolgen?

  • Gibt es tatsächlich Waldteile, die ökologisch so unbedeutend sind, daß diese gerodet werden können?

  • Ist ein tragfähiges hydrologisches Konzept (permanente Teiche, Stangenpfuhlgraben) für das gesamte Areal unter Nutzung des Niederschlagwassers aus dem Siedlungsbereich ernsthaft in Arbeit?

  • Ist die Sicherung der Wirtschaftsgebäude des Holderhofs außerhalb des „Parks Range“ auf den Weg gebracht?

  • Wo soll der vom Architektur-Büro Casanova & Hernandez in ihrem städtebaulichen Konzept empfohlene Kinderbauernhof entstehen?

  • Wird das Sichern der nicht bebaubaren Fläche als Landschaftsschutzgebiet (LSG), wie das zuletzt auch der Sachverständigenbeirat beim Landesbeauftragten für Naturschutz einforderte, unmißverständlich unterstützt?

  • Wird eine klare Empfehlung für den sofortigen Start des LSG-Verfahrens gegeben?

  • Kommt es überhaupt in Frage, gesetzlich geschützte Biotope (Beispiel: „Reiterpfuhl“) zu überbauen?

  • Welche Anforderungen sind an die im Siedlungsbereich anzulegenden künstlichen Grünflächen und Gärten zu stellen?

Das Ergebnis dieses Workshops wird auch danach beurteilt werden, welche Empfehlungen die Experten-Runde zu diesen ökologischen Prüfsteinen ausspricht. Wir werden sehen, was im Protokoll steht.


 

Prüfsteine für 4. Workshop
^   Diese Workshop-Prüfsteine zum Mitnehmen in PDF. Alle Workshop- Teilnehmer erhielten sie per E-Mail.   (Grafik: 2014 – khd-research)




(more to-be done).

   





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(Toronto/Houston)





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