PLS-Logo |   Dies & Das zur Stadtplanung — Teil 10
  (Umwelt & Klima)

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    Stand:  22.10.2014   (10. Ed.)  –  File: PLS/Ex/PLS_Dies-Das_10.html



Diese Seite ist Teil des Bürger-Portals zur Stadt(ver)planung in Lichterfelde-Süd. Giesensdorf – wie Lichterfelde-Süd früher hieß – ist seit jeher das Stiefkind der (Bezirks-) Politiker. Manche von ihnen wissen noch nicht mal, wo „Giesensdorf“ überhaupt liegt — und entscheiden dennoch über gravierende Bauleitplanungen in dieser Gegend. Man schob und schiebt dort gerne etwas hin, was man in den feineren Wohnquartieren des Bezirks nicht so gerne sieht. [Ständig benachteiligt!]

  Lichterfelde-Süd / Giesensdorf
Ständig benachteiligt!
Eine Abrechnung
 
Auf den „Dies & Das“-Seiten sind u. a. Fakten und aufschlußreiche Begebenheiten dokumentiert. Dieser 10. Teil beschäftigt sich mit den Fragen zu Umwelt und dem Stadtklima bei der anstehenden Bauleitplanung, wobei die Besonderheiten beim Planungsgebiet südlich der Thermommeter- Siedlung im Vordergrund stehen.

Besonders die bislang aufgefallenen Ungereimtheiten und Planungsversäumnisse sollen hier abgehandelt werden. Mit den * zum Anklicken sind belegende und weiterführende Links angegeben. [Translation-Service]

I n d e x :




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Altlasten im Boden


Große Teile des Planungsgebiets südlich der Thermometer-Siedlung wurden früher für militärische und industrielle Zwecke genutzt. Daher ist zu erwarten, daß sich in bestimmten Bereichen des Areals noch poblematische Altlasten befinden könnten, die rechtzeitig beseitigt werden müssen.

Die CA-Immo hatte bereits 2011/12 den Boden untersuchen lassen. Als Ergebnis stellte sie am 6.7.2012 im damaligen
Workshop fest:

Altlasten + Bodenverunreinigungen:
Keine Altlastenverdachtsflächen vorhanden. Entsorgung der verunreinigten Böden geschieht im Rahmen der Baumaßnahmen.

Baugrund:
Anstehende Böden haben eine für Wohnbebauung (4-geschossig) ausreichende Tragfähigkeit. Beeinträchtigung der Tragfähigkeit durch Aufschüttungen, besonders im Süden (Höhe bis 10 m hoch).

Ob sich das so bewahrheitet, muß abgewartet werden. Sicher ist wohl, daß der am früheren Standort des Gottschol-Stamet- Aluminiumschmelzwerks stark kontaminierte Boden schon vor Jahren ausgetauscht worden ist.

(weiteres folgt, sobald neuere Erkenntnisse vorliegen).



Stadtklimatische Zonen


31.8.2014 (pls). Für den Berliner Umweltatlas wurde um 2000 von Klima-Experten der Technischen Universität das Klima in der gesamten Stadt untersucht und bewertet. Das Ergebnis wurde im Januar 2001 in der Karte „Stadtklimatische Zonen“ (Karte 04.05) des Umweltatlasses dokumentiert, damit es bei anstehenden Bauleitplanungen von allen berücksichtigt werden kann. Dennoch wird das Stadtklima von vielen Planern ignoriert — so auch jetzt in Lichterfelde-Süd, wo die Stadtplanung in Händen eines privaten Entwicklers (Groth-Gruppe) liegt.

Lichterfelde-Süd -- Stadtklimatische Zonen
^   Stadtklimatische Zonen in Lichterfelde-Süd. Ein Ausschnitt aus dem Berliner Umweltatlas (Stand: Jan. 2001) des Umweltsenators. Mit den farblichen Zonen (siehe Legende unten) wird die Veränderung gegenüber den Verhältnissen im Freiland dargestellt.   (Repro: 2014 – khd-research)


Legende Stadtklima 5.9.2014 (pls). Nach dieser grafischen Darstellung liegt die Thermometer- Siedlung in einer Zone mit „mäßigen Klima- Veränderungen“ (Zone 3). Aber die Experten haben auch festgestellt, daß das Klima in dieser Siedlung zu einer „hohen Schwüle“ neigt. Außerdem herrschen in der Siedlung wg. der Hochhäuser „besonders turbulente Windverhältnisse“.

Daraus folgt, daß eine Bebauung südlich der Réaumurstraße auf diese Situation besondere Rücksicht nehmen muß. Es wäre zum Beispiel töricht, durch eine Riegelbebauung längs der Réaumurstraße die bodennahe Frischluftzufuhr aus dem südlichen Umland (Zone 1) in die Hochhaus-Siedlung erheblich zu erschweren. Es ist Aufgabe der bezirklichen Stadtplaner, daß hier durch private Planer kein Unfug entsteht.



Klimaökologische Studie von 2014


16.9.2014 (pls). Im Rahmen des Städtebaulichen Workshop-Verfahrens wurde auch eine „Klimaökologische Beurteilung der Entwürfe“ (11,4 MByte PDF) von der GEO-NET Umweltconsulting GmbH (Hannover) im Auftrag der Groth-Gruppe angefertigt. In dieser Untersuchung vom August 2014 werden auch einige allgemeine Hinweise gegeben:

„Das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen sind nicht zuletzt abhängig von den meteorologischen Verhältnissen in ihrem Lebensumfeld. Dabei wirkt sich die Gestaltung dieses Lebensumfeldes, also vornehmlich die des Siedlungsraumes, direkt auf die in ihm auftretenden Wärme- und Luftbelastungen aus. Klimatische und lufthygienische Aspekte sind somit durch den Menschen beeinflussbar und daher feste Bestandteile der räumlichen Planung.

Eine besondere Relevanz für eine klimagerechte Stadtentwicklung ergibt sich auch vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Klimawandels und der damit einhergehenden Zunahme der sommerlichen Wärmebelastung in den Siedlungsflächen.

Während einer austauscharmer, sommerlicher Hochdruckwetterlagen können nächtliche Kalt- und Frischluftströmungen aus dem Umland sowie innerstädtischen Grün- und Brachflächen zum Abbau einer Wärmebelastung in den überwärmten Siedlungsflächen beitragen.“

Lichterfelde-Süd -- Kaltluftströmung 2014
^   Nächtliche Kaltluftströme in Lichterfelde-Süd. Diese bodennahe Frischluftzufuhr sorgt derzeit noch dafür, daß es in der nördlich des Planugsgebiets liegenden Thermometer-Siedlung nicht zu schwül wird.   (Repro: 2014 – khd-research)

Zu dieser Abb. gibt es in der Studie die folgende Erklärung:

„Den Kaltluftvolumenstrom in der zweiten Nachthälfte zeigt die obenstehende Abbildung. Die über dem Planareal sowie den übrigen Grün- und Freiflächen gebildete Kaltluft dringt nach Norden hin in das Stadtgebiet ein. Dies geschieht vor allem über den gering bebauten Stadtstrukturen wie den Kleingärten westlich der Bahn sowie den durchgrünten Wohngebieten östlich der Osdorfer Straße (vgl. Pfeilsignatur).

Darüber hinaus ist ein hoher Kaltluftvolumenstrom innerhalb der an das Planareal angrenzenden Abstandsflächen der Thermometersiedlung zu beobachten. Dabei treten vor allem der Stangenpfuhlgraben [B], die Abstandsfläche in Höhe der [Mercator-]Grundschule [C] sowie die Osdorfer Straße [D] als gut durchlüftete Bereiche hervor (Dunkelblau). Die „Reichweite“ dieser Strömungen in die Bebauung beträgt bis zu 250 m. Sie bewirken dort eine Reduzierung des bioklimatischen (und lufthygienischen) Belastungspotenzials.

Nördlich davon sowie innerhalb der übrigen Siedlungsfläche kann der Kaltluftstrom auf ein niedriges Niveau absinken, da er aufgrund der Hinderniswirkung größerer Gebäudestrukturen allmählich abgeschwächt wird.“



xxxxxx


(more to-be done).





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(Toronto/Houston)





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