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 Lichterfelde Süd — Teil 5

khd
    Stand:  4.5.2014   (34. Ed.)  –  File: PLS/ALL/ALL_Mitteilungen_05.html



ALL-Umweltpreiso Diese Seite ist Teil des Bürger-Portals zur Stadt(ver)planung in Lichterfelde-Süd. Giesensdorf – wie Lichterfelde-Süd früher hieß – ist seit jeher das Stiefkind der (Bezirks-) Politiker. Manche von ihnen wissen noch nicht mal, wo „Giesensdorf“ überhaupt liegt — und entscheiden dennoch über gravierende Bauleitplanungen in dieser Gegend. Man schob und schiebt dort gerne etwas hin, was man in den feineren Wohnquartieren des Bezirks nicht so gerne sieht. [Ständig benachteiligt!]

ALL-Logo Hier sind einige Mitteilungen des „Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd“ (ALL) dokumentiert, das für die Texte verantwortlich zeichnet. Das Aktionsbündnis hat sich ab Herbst 2010 zur Abwehr der in Lichterfelde-Süd geplanten Großstil-Naturzerstörung gebildet und ist seit 2012 Träger des „Berliner Umweltpreises“. Eine Selbstdarstellung des Aktionsbündnisses ist im 1. Teil dokumentiert. Sämtliche Links wurden redaktionell hinzugefügt. Hier sind dokumentiert und manches auch in [Ed:...] oder [...] kommentiert:

I n h a l t :      


W A H L H E A R I N G   2 0 1 3

Tausende neue Wohnungen und ein Landschaftspark
für Lichterfelde-Süd?!

Einladung zum Wahlhearing der Parteien vor der Bundestagswahl.

Von:
Aktionsbündnis Landschaftspark, 22. August 2013. V.i.S.d.P.: Gerhard Niebergall + Helmut Schmidt, 12207 Berlin. Alle Links wurden hier redaktionell hinzugefügt. [Kontakt] [Original]


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd lädt Sie herzlich ein, mit Vertretern der Parteien:

zur Aussprache über Fragen, die uns alle bewegen:


Termin:
Donnerstag, den 5. September 2013
um 18.00 Uhr
im Ev. Gemeindezentrum,
Celsiusstr. 71–73, 12207 Berlin


Hintergrundinformationen:

      Planungsgebiet in Lichterfelde-Süd 2010
^   Das Planungsgebiet in Lichterfelde-Süd. [Vergrößerung]  [In PDF]  [Wertvolle Natur]  [Zur Site-map]   (Grafik: 2012 – khd-research)
Um diesen Stadtraum südlich der Thermometersiedlung zwischen S- und Fernbahn, Réaumurstraße, Landweg, Osdorfer Straße und Stadtgrenze geht es: Was passierte dort bisher? Dieses Stadtgebiet, ca. 1.100.000 qm groß, gehörte früher der Deutschen Bahn. Von 1953 bis 1994 nutzten die Amerikaner große Teile der Fläche als militärisches Übungsgelände — die
Parks Range. Nach ihrem Weggang eroberte sich die Natur das Areal zurück. Heute ist die ehemalige Parks Range Heimat vieler seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten und deshalb im hohen Maße schutzwürdig, wie auch die deutschlandweit einmalige Großstadtwildnis mit vielen fast wie in freier Natur weidenden Pferden.

Außerhalb der Parks Range am Nordrand des Grundstückes befinden sich seit Jahrzehnten eine Anzahl vorwiegend handwerklich geprägter Betriebe. Als die Bahn privatisiert werden sollte, erwarb zunächst die Wiener CA Immo AG das Grundstück — und versteckte es weiter hinter einem Zaun mit Nato-Stacheldraht. Ein zunächst geplanter großer 18-Loch-Golfplatz hatte sich politisch erledigt, nachdem eine gut besuchte Bürgerversammlung am 19. April 2012 in der Mercator-Schule sich fast einhellig dafür aussprach, die Natur zu erhalten und die ehemalige Parks Range für die Naherholung der Anwohner zu öffnen. Die Betriebe sollten mit sicheren Pachtverträgen bleiben.

Mitte 2012 übernahm der in Berlin nicht unumstrittene Immobilienentwickler Klaus Groth ca. 962.000 qm der Gesamtfläche, mutmaßlich zu einem Preis von ca. 10 Euro/qm. Auch er hält das Gelände weiter verschlossen. Nach einer Vereinbarung zwischen Groth und Bezirksamt soll nun eine Teilfläche von 390.000 qm durch Aufstellung eines Bebauungsplanes als Bauland gewidmet werden, um 2.000 bis 2.700 Wohnungen für 5.000 bis 8.000 neue Bewohner zu errichten. Für die übrige Fläche sucht der Eigentümer noch nach einem wirtschaftlich tragfähigen Konzept für einen Natur- und Erlebnispark.

Was uns Sorgen bereitet:

Der neue Stadtteil südlich Réaumurstaße/Landweg wird offenbar bereits geplant, ohne die bestehenden infrastrukturellen und sozialen Defizite und ohne die besondere Situation der benachbarten Thermometersiedlung zu berücksichtigen. Nachbarschaftskonflikte und Probleme mit dem zusätzlichen Straßenverkehr sind damit absehbar. Ein seit Jahrzehnten versprochenes unmittelbar an die Thermometersiedlung angrenzendes Gebiet für intensive Formen der Naherholung soll es wieder nicht geben. Die Betriebe und ihre etwa 200 Mitarbeiter und Auszubildenden in Lichterfelde-Süd sollen laut
Eigentümer dem [Luxus-] Wohnungsbau weichen. Das geplante Baugebiet soll großflächig in schützenswerte Naturflächen ausgreifen. Ein fußläufig von den schon bestehenden Wohngebieten nur schwer erreichbarer zukünftiger Natur- und Erlebnispark wird unter dem Diktat seiner wirtschaftlichen Tragfähigkeit stehen.


Echo: [Berliner Woche] [Beliner Abendblatt]



E I L I G E   E - M A I L

Planung Lichterfelde-Süd


An die
– CDU-Fraktion,
– GRÜNEN-Fraktion,
– PIRATEN-Fraktion,
– SPD-Fraktion
in der BVV Steglitz-Zehlendorf

Berlin, den 25. August 2013 – 17.49 Uhr MESZ

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Anhang übersende ich Ihnen eine Fassung Grothscher Planung für Lichterfelde-Süd, die sicherlich nicht mit dem
Planwerk übereinstimmt, das den BVV-Fraktionen von Steglitz-Zehlendorf in einer nichtöffentlichen Sitzung am 26. Aug. 2013 vorgestellt werden wird.

Während die Planung lt. Anhang sich entlang Bahntrasse, über Réaumurstr., Landweg bis zur Osdorfer Str. baulich starr von der Umgebung abgrenzt, wird das Ihnen gezeigte Planwerk sich optisch gefälliger aufgeteilt in fünf Baufelder präsentieren.

Der Plan lt. Anhang ist gleichwohl nicht uninteressant, zeigt er doch als rote Linie eine Grenze zwischen künftigem Baugebiet und verbleibendem Grün. Diese rote Linie, die im Auftrag von Groth bereits auf dem Grundstück vermessen und kenntlich gemacht ist, wird Ihnen möglicher Weise vorenthalten.

Nach der Grothschen Grenzziehung sollen sowohl an der Osdorfer Str. als auch östlich der Bahnlinie Flächen als Bauland gewidmet werden, die zur ehemaligen Parks Range gehören und damit planungsrechtlich Außenbereich im Sinne von § 35 BauGB sind. Bauvorhaben im Außenbereich unterliegen aber engen gesetzlichen Grenzen.

Offensichtlich sollen zudem Flächen inner- und außerhalb der ehemaligen Parks Range Bauland werden, bei denen es sich um Wald im Sinne des Gesetzes handelt. Eine Umwandlung von Waldflächen in Flächen anderer Nutzung setzt nach § 6 Landeswaldgesetz von Berlin i. V. m. § 9 Bundeswaldgesetz prizipiell voraus, dass an anderer Stelle Ersatzflächen aufgeforstet werden. Der Umfang der auf dem Grothschen Grundstück vorhandenen Waldflächen wurde noch 2010 vom seinerzeitigen Baustadtrat Uwe Stäglin zusammen mit der Behörde Berliner Forsten erhoben.

Alle hier bekannten Planungen der Groth-Gruppe lassen keinen Platz für die auf dem Grundstück bisher ansässigen Betriebe. Das "letter of intent" sieht vor: "Im Zusammenhang mit der Bauflächenentwicklung wird auch zu prüfen sein, ob das vorhandene Gewerbe an seinen Standorten oder auf einer hierfür geigneten Fläche im Gebiet erhalten werden kann." Alle seitens der Betriebe und aus dem Aktionsbündnis dazu dem Bezirksamt zugegangenen Überlegungen blieben bisher ohne Reaktion. Deshalb hat sich der Eindruck verfestigt, dass das Bezirksamt die von Groth betriebene Vertreibungsstrategie stillschweigend billigt. Das frühere Bezirksamt Steglitz ist in diesem Punkt schon einmal klüger gewesen, indem es einsah, dass an einem "sozialen Brennpunkt" ein wohnortnahes Angebot an Arbeitsplätzen wichtig sei. Die seinerzeit entwickelte Idee einer Gewerbeinsel am Landweg wird heute neu von den Betrieben vertreten.

Die Ihnen vorgelegten Unterlagen werden Ihnen bei genauerer Prüfung das Elend einer Planung offenbaren, die mit der Festlegung von Mengenzielen einer Bebauung beginnt, ohne zuvor die Gegebenheiten des Umfeldes detailliert zu prüfen. Ohne vorherige Bestandsaufnahme der infrastrukturellen und sozialen Defizte in der angrenzenden Thermometersiedlung wäre ein Zubau eines neuen Stadtteils "Vorstadt Lichterfelde-Süd" unverantwortlich. Sehr zu empfehlen ist es, zu dieser Problematik eine stadtsoziologische Studie einzuholen. Vorab wäre ferner zu prüfen, wie der mit einer neuen "Vorstand" verbundene automobile Verkehr in das bestehende Straßennetz integriert werden kann. Im Prinzip wäre dies nur über die Osdorfer Str. möglich, die aber heute schon an der Einmündung in den Ostpreußendamm an Grenzen ihrer Auslastung stößt und nach Eröffnung des BER zudem einen erheblichen Verkehrszuwachs erwarten muss, ganz abgesehen davon, das auch noch die Öffnung dieser Straße für den Lkw-Verkehr vom und zum Güterverteilzentrum Großbeeren diskutiert wird.

Freundliche Grüße
Gerhard Niebergall
im Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd

ANHANG: [Städtebauliches Konzept der Groth-Gruppe vom Aug. 2013]



Wahlhearing am 5. September 2013


Berlin, den 30. August 2013

Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Kopp,

es ist nicht unbekannt, dass Herr Klaus Groth die seiner Immobilie benachbarte Thermometersiedlung mit ihrer gegenwärtigen Mieterstruktur als Vermarktungsproblem für seine geplante "Vorstadt Lichterfelde Süd" ansieht. Offenbar deshalb gibt es in Lichterfelde Süd eine umlaufende Mund-zu-Mund-Propaganda, dass es Absprachen zwischen Groth, der GSW und auch einzelnen Politikern gäbe, durch Aufwertung der Thermometersiedlung und entsprechende Mieterhöhungen Sozialschwache aus diesem Wohngebiet zu verdrängen. In diesen Tagen Bestandsmietern zugehende Mieterhöhungsbescheide um mehr als 10 v. H. leisten solchen Spekulationen Vorschub.

Unter den in solche Absprachen verwickelten Politikern wird auch Ihr Name genannt. Von Seiten des Aktionsbündnisses betrachten wir solche Behauptungen als vollkommen unglaubwürdig. Gleichwohl steht es nicht in unserer Macht, solche Gerüchte zu verhindern.

Zu unserem Wahlhearing am 5. September 2013, Beginn: 18 Uhr, im evangelischen Gemeindezentrum, Celsiusstr. 71-73, 12207 Berlin, erwarten wir einen guten Besucherzuspruch. Deshalb wäre es eine gute Gelegenheit, wenn Sie oder ein anderer Vertreter des Bezirksamtes den genannten Spekulationen entgegentreten würde.

Zugleich könnten Sie den Betrieben auf dem Groth-Grundstück und deren Mitarbeitern Klarheit über deren Zukunft in Lichterfelde Süd verschaffen. Die Betriebe benötigen nun alsbald Planungssicherheit. Fortdauernde Aussagen, man prüfe, werden zunehmend als unglaubwürdig und als stillschweigende Billigung der aktuellen Vertreibungsstrategie von Herrn Groth betrachtet. Auf mein an Sie gerichtetes Schreiben vom 3. August 2013 nehme ich Bezug.

Herr Bezirksstadtrat Schmidt und die Fraktionen in der BVV erhalten dieses Schreiben zur Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Niebergall
im Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd


04.10.2013 (gn). BM Kopp antwortete auf mein Schreiben vom 30.8.13 nicht inhaltlich. Er ließ nur am 5.9.13 durch eine Mitarbeiterin mitteilen: „Leider muss ich für Herrn Bezirksbürgermeister Kopp wegen Haushaltsberatungen den Termin absagen.“



Gespräch mit Ihnen am 29. Juli 2013


Berlin, den 30. August 2013

Sehr geehrter Herr Bezirksstadtrat Schmidt,

auf das mit Ihnen und Frau Lappe am 29. Juli 2013 im Stadtentwicklungsamt geführte Gespräch gestatte ich mir, zurück zu kommen. Zwar ist das Gespräch für uns durchaus unterhaltsam gewesen, dennoch fehlte uns, abgesehen davon, dass wir auf ihrem Tisch Deteilpläne über die von Groth in Lichterfelde Süd geplanten Quartiere liegen sahen, am Ende ein wenig ein inhaltliches Ergebnis.

Immerhin sagten Sie aber ein kurzfristiges Gespräch mit Herrn Groth zu, um Vorwürfen nachzugehen, dieser halte sich nicht an eine Vereinbarung im Letter of Intent, gemeinsam zu prüfen, "ob das vorhandene Gewerbe an seinen Standorten oder auf einer hierfür geeigneten Fläche im Gebiet erhalten werden kann."

Die Betriebe und auch ich würden Ihnen nun dankbar sein, zu erfahren, zu welchem Ergebnis Ihr Gespräch mit Herrn Groth führte. In unserem Wahlhearing am 5. September 2013, Beginn: 18 Uhr, im evangelischen Gemeindezentrum, Celsiusstr. 71-73, 12207 Berlin, zu dem Sie natürlich sehr willkommen geheißen wären, würde ich gern über Ihr Gesprächsergebnis informieren.

Den Fraktionen in der BVV erlaube ich mir, dieses Schreiben zur Kenntnis zu geben.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Niebergall
im Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd


04.10.2013 (gn). Auf mein E-Mail-Schreiben vom 30.8.13 hat Herr Schmidt bisher nicht reagiert. [mehr dazu]



Erkenntnisse aus dem Wahl-Hearing

Ergebnis des Plenums vom 5.9.2013.

Aus: Mitteilungen „Aktionsbündnis Landschaftspark“, 5. September 2013 – 21.55 Uhr MESZ.


Unser Plenumstreffen zur Information und als Wahlhearing in einem in beiden Räumen vollbesetzten Gemeindezentrum hat neue Schwerpunkte und neue Motivation gebracht, dass wir uns weiter einmischen in die Planung von Lichterfelde-Süd.

Wir sind in Steglitz-Zehlendorf offensichtlich noch weit von dem in Charlottenburg-Wilmersdorf verabredeten Planungsprozess

„BürgerInnen als Stadtentwickler — Brauchen wir neue Dialogstrukturen? — BürgerInnen planen ihre Stadt am Beispiel der Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald.“ [mehr zu diesem wegweisenden Projekt gibt's bei Stadt Neudenken]
entfernt sind. Die Versammlung war sich einig, dass wir den bisher erfolgreich beschrittenen Weg fortsetzen, eigene Ziele diskutieren und die Zukunft von Lichterfelde-Süd mit gestalten.

Die Parteien, die heute nicht vertreten waren [Ed: CDU, GRÜNE + SPD], haben einen späteren Termin zur Teilnahme gewünscht, und wir werden ihnen diesen anbieten, eine weitere Plenumsveranstaltung in diesem Jahr wurde heute verabredet.

Ich sende Ihnen mit dieser Mail, wie heute gewünscht und versprochen, den ersten Entwurf des Bezirksamtes zu:

Leitbild Masterplan Lichterfelde-Süd in der Anlage.
[Ed: Davon gibt es inzwischen als Webseite eine Bürger-kommentierte Fassung, man beachte auch den ganz aktuellen GROTH-Plan].

Außerdem wurde darum gebeten, die Webadresse zur detaillierten Information über alles um Lichterfelde-Süd mitzuteilen:

http://pruefstein-lichterfelde-sued.de/ [online seit dem 1.5.2012]

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schmidt
im Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd



Wie geht es weiter in Lichterfelde Süd?

Zum 2. Bürgerdialog am 15.10.2013.

Aus: Mitteilungen „
Aktionsbündnis Landschaftspark“, 28. September 2013 – 21.57 Uhr MESZ.


Das fragen Sie sich nicht alleine, das Bezirksamt stellt diese Frage in seiner Einladung zu einer


„Informationsveranstaltung und Fortsetzung des Bürgerdialogs

am Dienstag, den 15. Oktober 2013 um 18.00 Uhr

in der Carl-Schuhmann-Sporthalle, Osdorfer Straße 52.“



Das Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd bittet Sie, diese Gelegenheit wahrzunehmen und sich zu informieren, welche Entwicklung der Bezirk sich gemeinsam mit dem Eigentümer des Geländes, der Groth-Gruppe, vorstellt.

Wir sind besonders interessiert daran zu erfahren, auf welche Weise die Ergebnisse des Bürgerdialogs vom April 2012 in die Planvorstellungen eingeflossen sind.

Die Kernaussagen der Bürgeraussagen sind vom Bezirksamt veröffentlicht worden. Sie erhalten diese mit dieser Mail als PDF-Datei zur Erinnerung [Webseite dazu]. Wir werden den Planungsstand mit den Ergebnissen des Bürgerdialogs vergleichen.

In unserem letzten Plenum vor einigen Tagen war das Bezirksamt nicht vertreten, wir diskutierten über folgende Fragen, die uns alle bewegen:


Über frühere Aktivitäten des Eigentümers hat der rbb eine Sendung produziert. Dazu ist z. B. die Seite http://wirbleibenalle.org/?p=620 informativ.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schmidt
im Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd


Nur mit Lupe lesbar!

03.10.2013 (pls). In den Briefkästen der Thermometer- Siedlung trafen heute die Einladungen des Bezirksamts zu dieser Informationsveranstaltung am 15. Oktober ein. Es waren Mini-Flugblätter im A5-Format. Offensichtlich wünscht sich das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, daß nur wenig Leute kommen. Denn der Einladungstext ist in der Augenpulver- Schriftgröße von 7 Punkt abgefaßt. „Nicht mal das kriegt diese Verwaltung hin — wie wollen die dann ordentlich planen...“, schimpft eine Mieterin.



Bauvorhaben der Groth-Gruppe
in Lichterfelde-Süd


An die
Wohnungsbau-Leitstelle beim Senat

Berlin, den 1. Oktober 2013

Sehr geehrte Frau Schade,

Herr Senator Müller hat Anfang September verlautbart, dass künftig bei größeren Wohnungsbauvorhaben von Investoren in Berlin unter anderem ein Wertzuwachs aus der Widmung von Nichtbauland in Bauland zu zwei Dritteln abgeschöpft werden solle.

Die Groth-Gruppe plant ein solches Vorhaben mit bis zu 2.700 Wohneinheiten in Lichterfelde Süd auf einer Fläche von 390.000 m2. Das dortige Grundstück erwarb die Groth-Gruppe nach meiner Kenntnis zu einem Kaufpreis von eher unter 10 Euro/m2 von der CA Immo. Das Bezirksamt erwartet nach Widmung dieser Fläche zu Bauland eine Wertsteigerung auf 200 Euro/m2.

Nach Angaben in der Immobilienwirtschaft wird Bauland in Lichterfelde derzeit zu einem Kaufpreis ab 270 Euro/m2 aufwärts gehandelt. Deshalb ist wohl bei diesem Vorhaben eine Abschöpfung eines Wertzuwachses naheliegend. Für eine entsprechende Auskunft wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Niebergall



Aktuelle Fragen ans Bezirksamt

Fragen des Aktionsbündnisses zur Einwohnerfragestunde des Stadtplanungsausschusses am 8. Oktober 2013.

Von:
Aktionsbündnis Landschaftspark, 2. Oktober 2013 (Gerhard Niebergall).




Recht zum Betreten
der ehemaligen Parks Range


zum Zwecke der Erholung in der Natur
(§§ 59, 60 Bundesnaturschutzgesetz und
§§ 41, 42
Berliner Naturschutzgesetz von 2011)


Berlin, den 4. Oktober 2013

Sehr geehrte Frau Bezirksstadträtin Markl-Vieto,

      mein wiederholtes Schreiben in obiger Angelegenheit vom 31. Juli 2013 ließen Sie durch Herrn Dr. Ruck mit E-Mail-Schreiben vom 20. August 2013 beantworten. Herr Dr. Ruck teilte dazu mit: "Ich habe es (Schreiben vom 31. Juli 2013) zum Anlass genommen, die abschließende Bearbeitung zum BVV-Beschluss 1131 in der gleichen Sache zu Ende zu bringen und komme dann unaufgefordert auf Ihr Schreiben zurück."

      Der BVV-Beschluss Nr. 1131 fußt auf einem Antrag der Grüne-Fraktion vom 7. Dezember 2010 (Vorlage Nr. 1723/III "Parks Range in Lichterfelde-Süd öffnen") und lautete: "Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen das ehemalige Militärgelände in Lichterfelde Süd «Parks Range» nach § 35 (heute § 41) Berliner Naturschutzgesetz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann."

      Wie schon in meinem Schreiben vom 31. Juli 2013 ausgeführt, hatten Sie bereits in Ihrer Antwort vom 13. Dezember 2011 auf schriftliche Anfrage des BVV Mitglieds Selicko (Grüne-Fraktion) mitgeteilt, dass es nur noch auf den Abschluss der Prüfung durch die Ihnen unterstehende "Untere Naturschutzbehörde" ankomme, ob aus naturschutzfachlicher Sicht Beschränkungen des gesetzlichen Betretungsrechts erforderlich sind.

      Obwohl Sie schon seinerzeit "entgegenstehende Gründe des Eigentümers (heute die Groth-Gruppe) nicht zu überzeugen" vermochten, stellen Sie eine Bekanntgabe des Ergebnisses der naturschutzfachlichen Prüfung zum Betretungsrecht bisher offenbar mit Rücksicht auf die Befindlichkeit des Grundstückseigentümers zurück. Man darf daher gespannt sein, ob Sie im Hinblick auf den Bürgerdialog am 15. Oktober 2013 nun den Mut aufbringen, die inzwischen doch wohl peinliche Altlast "Parks Range in Lichterfelde Süd öffnen", einem Recht und Gesetz entsprechenden guten Ende zuzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Niebergall

[Das Bezirksamt antwortete am 8.4.2014 mit einer Vorlage an die BVV]



Unterredung mit Ihnen und Frau Lappe
im Stadtentwicklungsamt am 29. Juli 2013


Berlin, den 4. Oktober 2013

Sehr geehrter Herr Bezirksstadtrat Schmidt,

      in dem o. a. Gespräch sagten Sie freundlicher Weise zu, Vorwürfen nachzugehen, die Groth-Gruppe halte sich nicht an die Vereinbarung gemäß "letter of intent" vom 3./5. April 2013, gemeinsam zu prüfen, "ob das vorhandene Gewerbe an seinen Standorten oder einer hierfür geeigneten Fläche im Gebiet erhalten werden kann."

      Eine Information der Betriebe über das Ergebnis eines von Ihnen angekündigten Gesprächs mit Herrn Groth blieb leider bisher aus. Dennoch bin ich guten Mutes, dass Sie gelegentlich des Bürgerdialoges vom 15. Oktober 2013 den Betrieben in Lichterfelde Süd auch im Hinblick auf das von diesen entwickelten Konzept einer Gewerbeinsel die dringend notwendige Planunssicherheit verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Niebergall.



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