PLS-Logo |   Dokumentationen aus Medien — Teil 16

khd
    Stand:  28.5.2013   (65. Ed.)  –  File: PLS/Aus_Medien/AM_16.html



Die Presse hat noch nicht die (politische) Dimension des Gesamt-Konflikts um Lichterfelde-Süd erkannt und wohl auch deshalb bislang nur wenig berichtet — immerhin gibt’s doch schon einiges. Auf diesen Seiten werden ausgewählte Artikel und Texte zu den Planungs-Absichten bzw. -Ansinnen für Lichterfelde-Süd dokumentiert.

  Lichterfelde-Süd / Giesensdorf
Ständig benachteiligt!
Eine Abrechnung
 
Dabei gilt der allgemeine CopyRight-Hinweis. Archivort ist Houston (USA), wo das „fair use“-Prinzip gilt. Hier sind dokumentiert und manches auch in [Ed:...] kommentiert:

I n h a l t :       2013       [Artikel-Übersicht 2013]
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M E T R O P O L E N

Wowis Legoland

Seit 2001 regiert Klaus Wowereit in Berlin. Seine architektonische Hinterlassenschaft: Eine Stadt, geprägt von ästhetischem Opportunismus [und vom Investorenstil].

      Wowis Legoland
^   PDF-Download.
Hinweis auf:
Der Spiegel – 12/2013, 18. März 2013, Seite 130–133 (Kultur). [Original suchen] [Zum Artikel].



Auszug:   [...]
Und die Wurstigkeit hat einen Namen: Klaus Wowereit. Sein urbanistisches Erbe ist eine Stadt im Investorenstil. Es ist sein Berlin, das man hier besichtigen kann und das gewachsen ist, seit er begann, diese Stadt zu regieren. 2001 war das, ... [...]

Längst schon aber zeigen sich die wahren Probleme dieser Stadt: Sie wird in den kommenden Jahren (bis 2030) um 250.000 Menschen wachsen, sie wird Wohnraum brauchen, schon jetzt explodieren die Mieten. Warum also, muss sich Klaus Wowereit fragen lassen, hat Berlin den sozialen Wohnungsbau ausgerechnet in den 10 Jahren eingestellt, in denen seine Stadt freigegeben wurde zur Trophäenjagd für Besserverdienende? [...]


[09.08.2010: Berlin kann sich so viel Piefigkeit nicht leisten]  (DER TAGESSPIEGEL)



D I E   L I N K E

Stöß redet Stuss

SPD will den Mauerpark und das Tempelhofer Feld bebauen [Ed: und das Areal in Lichterfelde-Süd].

Aus: Die Linke Berlin, 18. März 2013, xx.xx Uhr MEZ (Presse-Mitteilung). [
Original]

BERLIN. In einem Interview in der Berliner Zeitung (Nr. 64, 16./17.03.2013) hat sich der Landesvorsitzende der Berliner SPD für eine Bebauung des Mauerparks und des Tempelhofer Feldes ausgesprochen und fragwürdige Thesen über die Lösung des sozialen Wohnungsproblems verbreitet. Dazu erklären der Vorsitzende der Partei DIE LINKE. Berlin Klaus Lederer und der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Linksfraktion Pankow Michail Nelken:

Mit bekanntem sozialdemokratischen Basta-Gestus meint Jan Stöß, es sei lange genug über das Wohnungsproblem in Berlin geredet worden, jetzt müssten "wir" Wohnungen bauen. Flächen für den Geschosswohnungsbau seien genug da, etwa das Tempelhofer Feld oder der Mauerpark oder in Lichterfeld-Süd. Stöß macht sich nicht die Mühe zu begründen, warum der Bebauung gegenüber der für eine lebenswerte Stadt bedeutsamen Grünnutzung der Vorrang zu geben sei und wie mit dem hochpreisigen Wohnungsbau à la Klaus Groth das soziale Wohnungsproblem in der Stadt gelöst werden solle.

Jan Stöß disqualifiziert die Berliner SPD, wenn er meint, mit 10 Millionen Euro Zinssubventionen dem sozialen Wohnungsproblem begegnen und den sozialen Wohnungsbau ankurbeln zu können. Solange "Experten" wie Jan Stöß den Ton in der SPD-Wohnungspolitik angeben, bleibt der Wohnungsneubau Teil des sozialen Wohnungsproblems, statt zu dessen Lösung beizutragen.

Im Gegenteil, diese Politik raubt einer sozialen Wohnungsbaustrategie die Handlungsspielräume. Stöß und Genossen betreiben Landnahme für die renditesüchtige Immobilienwirtschaft im Mauerpark, auf dem Tempelhofer Feld oder auch in Lichterfelde-Süd. Die Berliner LINKE wird den Widerspruch und den Widerstand gegen diese stadtzerstörerische Verwertung von Frei- und Grünflächen aktiv unterstützen. [mehr]



N E U E   S T U D I E

Berliner Wohnungsmarkt

Neubautätigkeit zu gering / [Ed: Die angegebenen Mieten sind Kaltmieten pro Monat, hinzukommen also noch die umlagefähigen Betriebskosten].

Auszug aus:
Property Magazine, 18. März 2013, xx.xx Uhr MEZ (Wohnen). [Original]

BERLIN. Die steigende Nachfrage auf dem Berliner Wohnungsmarkt in den letzten Jahren führt erst seit 2011 zu einer zunehmenden Bautätigkeit. Während 2011 nur rund 3.500 neue Wohnungen fertiggestellt wurden, lag die Zahl der Baugenehmigungen bereits bei fast 5.600. Zum Ende des Jahres 2012 zeichnete sich erneut eine deutlich gestiegene Anzahl an Baugenehmigungen auf nun schätzungsweise 7.500 Wohnungen für das Gesamtjahr ab.

Rund ein Viertel der Baugenehmigungen entfiel auf Ein- und Zweifamilienhäuser, womit sich der Zuwachs auf den Neubau von Wohnungen in Mehrfamilienhäuser konzentriert. Der Leerstand dürfte sich in Berlin in marktfähigen Beständen aktuell deutlich unter der Fluktuationsgrenze von 2 % bewegen, so dass der marktbedingte Leerstand vollständig abgebaut wurde. Das geht aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht von Jones Lang LaSalle hervor.

Trotz steigender Baugenehmigungen ist das sich abzeichnende Neubauvolumen in Berlin gemessen an der wachsenden Nachfrage nach wie vor zu gering. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) müssten in Berlin ungefähr 16.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden. Diese Prognose berücksichtigt dabei noch nicht die deutlich höheren Zuzüge der letzten Jahre. Nachdem der Neubau in Mehrfamilienhäusern in den letzten Jahren fast ausschließlich im Segment der Eigentumswohnungen stattgefunden hat, werden zunehmend neue Projekte im Mietwohnungsbau gestartet.

Zugleich diversifizieren sich die Lagen der Neubauprojekte weiter aus. In der Vergangenheit konzentrierte sich die Bauaktivität auf die innerstädtischen Lagen in Mitte, Prenzlauer Berg und Kreuzberg-Friedrichshain. Mittlerweile werden zunehmend Projekte in eher dezentralen Lagen und teilweise zu moderaten Mietpreisen geplant wie zum Beispiel das "Quartier 216" in Lichtenberg oder "Wohnen am Campus" in Adlershof. Letzteres ist zurzeit das größte Berliner Wohnungsbauareal und wird von mehreren Entwicklern bebaut. Vom Studentenwohnen über Mietwohnungen bis hin zu Eigentumswohnungen soll es eine breite Palette an Wohnungen anbieten. Hochwertige Projekte wie das "Flottwell Living" der Groth Gruppe und Reggeborgh konzentrieren sich allerdings weiterhin in den beliebten zentralen Lagen der Hauptstadt.

Tempelhof und Neukölln im Aufwärtstrend

Die Angebotsmieten steigen auf Jahressicht in Berlin um 8,1 % und erreichen im Mittel 7,60 Euro/qm. Im Vergleich zum ersten Halbjahr verteuern sich die Neuvertragsmieten in der Hauptstadt um 0,20 Euro/qm (+2,7 %), womit sich das Mietwachstum in der zweiten Jahreshälfte gegenüber dem Jahresanfang deutlich abgeschwächt hat. Die Dynamik ist in Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg sowie den klassischen Trendlagen der Stadt weiterhin intakt. Tempelhof- Schöneberg ist auf Jahressicht jedoch der Stadtbezirk mit den größten Zuwächsen.

Der innenstadtnahe Bezirk erfreut sich [...] großer Beliebtheit aufgrund seiner vergleichsweise günstigen Mieten und seiner zentralen Lage und etabliert sich neben dem nördlichen Neukölln als Ausweichstandort für Wohnungssuchende mit einer Präferenz für urbane Wohnlagen. In den gefragten innerstädtischen Lagen Berlins haben sich Mieten zwischen 8,00 und 11,00 Euro/qm etabliert. Die Spitzenmiete erreicht bis über 20 Euro/qm, wird aber nur in wenigen hochwertigen Objekten und Lagen erreicht. Das obere Preissegment bewegt sich überwiegend zwischen 14,00 und 18,00 Euro/qm. Randlagen der Stadt mit Plattenbauten und Großsiedlungen erzielen Neuvertragsmieten zwischen 5,00 und 7,50 Euro/qm.

Anstieg der Mietpreise seit 2007 um 36 %

Im Neubau kosten Wohnungen in innerstädtischen Lagen zwischen 9,00 und 15,00 Euro/qm. Günstiger sind die Preise außerhalb der Innenstadt mit 7,00 bis 9,00 Euro/qm. Die günstigsten Angebote in Berlin finden sich in Großsiedlungen und Siedlungen des komplexen Wohnungsbaus aus den 1970er und 1980er Jahren. [...]



V O R S T O S S   D E R   S P D

Neue Schulden für neue Wohnungen

Bauprogramm der landeseigenen Gesellschaften sollen günstige Mieten ermöglichen / Großkredit von 775 Mio. Euro vorgesehen.

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 20. März 2013, Seite 7 (Berlin). [Original]

BERLIN (Tsp). Die Berliner SPD will den angespannten Wohnungsmarkt mit einem massiven Bauprogramm entlasten und dafür Kredite aufnehmen. Das würde den Kurs der landeseigenen Wohnungsbauunternehmen abrupt ändern – bisher sollten sie Gewinne erzielen.

Die Mieten in Berlin steigen so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr. Freie Wohnungen gibt es innerhalb des S-Bahnringes kaum noch – oder nur zu hohen Mieten um die 10 Euro je Quadratmeter und Monat. Den angespannten Wohnungsmarkt will die SPD nun mit einem massiven Bauprogramm entlasten. Treibende Kraft sollen die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sein, die dem Vernehmen nach 775 Millionen Euro investieren sollen. Der größte Teil davon – 600 Millionen Euro – sollen sie als Kredite auf dem Kapitalmarkt aufnehmen. Dazu müsste der Senat den Kurs der 6 landeseigenen Wohnungsbauunternehmen abrupt beenden, denn bisher waren sie auf den Abbau von Schulden und die Erzielung von Gewinnen getrimmt.

Die 600 Millionen Euro neue Schulden belasten nicht den Landeshaushalt, sondern die Bilanz der Unternehmen. Und die müssen aus den Mieteinnahmen der neu gebauten Wohnungen die Kreditzinsen bezahlen. Allerdings ist diese Rechnung nicht ohne Risiken: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Mitte fuhr trotz der großen Wohnungsnachfrage jahrelang Verluste ein. Andere Gesellschaften könnten in die Klemme geraten, wenn die Zinsen am Kapitalmarkt steigen oder der Zuzug nach Berlin zurückgeht und der Wohnungsleerstand wächst – und dann haftet das Land.

„Wir brauchen dringend dieses Investitionsprogramm, um den Mangel an günstigen Mietwohnungen zu beheben“, sagte SPD-Chef Jan Stöß. Er zählt mit der Fraktionsspitze der SPD im Abgeordnetenhaus zu den Initiatoren des Wohnungsbauprogramms, das bereits vom SPD-Landesvorstand beschlossen wurde. Die Mittel von etwa 775 Millionen Euro sollen dazu dienen, auf möglichst vielen der 300 dafür geeigneten landeseigenen Grundstücken zu bauen. Diese Flächen stünden beim Liegenschaftsfonds bereit und sollen nach dem Willen der SPD kostenlos an die landeseigenen Unternehmen übertragen werden. „Nun sind alle Zutaten beisammen, um im großen Maßstab in den Wohnungsbau einzusteigen“, sagt Stöß.

Der Koalitionspartner CDU will mitziehen. „Die Initiative ist begrüßenswert“, sagt der wohnungspolitische Sprecher der Fraktion, Matthias Brauner. Allerdings sei das nur ein Anfang, denn man habe sich im Koalitionsvertrag auf ein dreimal so großes Finanzierungsvolumen zur Stärkung der landeseigenen Unternehmen verständigt. Deren Bestand wollen SPD und CDU um 30.000 zusätzliche Wohnungen erhöhen, durch den Neubau und den Erwerb von Beständen.

Auch der Chef des Berliner Mietervereins Reiner Wild hält es für richtig, dass „die städtischen Wohnungsgesellschaften den Neubau tragen“. Denn in der Stadt fehle es vor allem an preisgünstigem Wohnraum. Die bisher von privaten Firmen neu gebauten Wohnungen füllten diese Lücke nicht. Deshalb sei es zu begrüßen, wenn „städtische Gesellschaften“ ihre Bestände vergrößern, denn auf deren Mietpreise und deren Belegung könne der Senat Einfluss nehmen.

Die SPD-Fraktion beriet den Antrag am Dienstag [19.3.2013]. Nach Ostern und nach den Absprachen mit dem Koalitionspartner soll der Antrag ins Parlament eingebracht werden.

Druck will man auch in der Fraktion machen. Die wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Iris Spranger, sagt: „Wir müssen die gegenwärtige Phase niedriger Zinsen ausnutzen.“ Die landeseigenen Wohnungsbauunternehmen stünden recht gut da, das zeigten Gewinnerwartungen von rund 600 Millionen Euro bis zum Jahr 2017. Auch die Sozialpolitikerin und Co-Chefin der SPD-Fraktion, Ülker Radziwill, drängt auf die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für einkommensschwache Gruppen. „Diese Menschen haben einen Rechtsanspruch auf Wohnen“, aber auf dem Markt fänden sie keine günstigen Wohnungen.

Bei der Senatsverwaltung für Finanzen hieß es auf Anfrage: „Wir stehen voll hinter der Wohnungsbaupolitik der Großen Koalition.“ Dafür stelle die Senatsverwaltung für Finanzen den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften „alle Landesgrundstücke zur Verfügung, die sie benötigen“



K A M P F   U M   D I E   S T A D T F L Ä C H E

Aus Kleingärten soll Wohnungsbauland werden

Hinweis auf:
Immobilien-Zeitung – Nr. 11/2013, 21. März 2013, Seite 6 (Märkte). [Zum Artikel]




E P H R A I M   G O T H E   S A G T :

„Wir müssen bauen, dass es kracht“

BFW-Forum: Immobilienwirtschaft und Politik diskutieren, wie in Berlin mehr Wohnungen entstehen können / [Ed: hm, geht’s nach Gothe und genehmigt Steglitz-Zehlendorf in Lichterfelde-Süd 2.500 Wohnungen, dann könnte der Bezirk 625.000 Euro kassieren...]

Hinweis auf:
Der Tagesspiegel, Berlin, 23. März 2013, Seite I1 (Immobilien). [Zum Artikel]


Auszug:   [...]
„Wir müssen bauen, dass es kracht“, sagte auf derselben Veranstaltung Ephraim Gothe [SPD], Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Das bedeute nicht zuletzt, schnell Baurecht zu schaffen und Baugenehmigungen zu erteilen. Dabei griff Gothe ein Instrument aus Hamburg auf: Dort erhalten die Bezirke pro genehmigter Wohnung vom Senat 250 Euro. Gothe ließ durchblicken, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung dies auch in Berlin einführen möchte, ... [...]



D A S   G E L Ä N D E   „ P A R K S   R A N G E “

Vorstadt oder Landschaftspark Lichterfelde-Süd?

Das Aktionsbündnis informiert

Aus: Der Schlüssel – Nr. 159, April 2013, Seite 12+13 (Giesensdorf). Alle Links und die Grafik wurden hier redaktionell hinzugefügt. [Original]

   
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LICHTERFELDE. Man muss schon so um die 30 Jahre alt sein, um sich an die schwer bewaffneten amerikanischen Soldatinnen und Soldaten auf Panzern und anderen Armeefahrzeugen in unserem Kiez erinnern zu können. Bis 1990 sind sie fast täglich von den McNair-Kasernen am Platz des 4. Juli und den gegenüber liegenden Garagen und Panzerstellplätzen an der Goerzallee über die Wismarer Straße, den Ostpreußendamm und über die Osdorfer Straße zu ihrem Truppenübungsplatz gefahren oder auch in voller Kampfausrüstung zu Fuß gelaufen. Dort übte die "Berlin Brigade" auf der "Parks Range" – benannt nach dem ersten amerikanischen Stadtkommandanten Generalmajor Floyd L. Parks – den Städtekampf. Die Amerikaner demonstrierten dort direkt an der Grenze zur DDR ihre Entschlossenheit als Schutzmacht Westberlins.

      Planungsgebiet in Lichterfelde-Süd 2010
^   Das Planungsgebiet in Lichterfelde-Süd. [Vergrößerung]  [In PDF]  [Wertvolle Natur]  [Zur Site-map]   (Grafik: 2012 – khd-research)
Seit über zwanzig Jahren ist die Parks Range nun von Häusern, den angelegten Straßen, von den Hoch- und U-Bahn-Anlagen, kurzum von der – von den Militärs verlassenen – "
Geisterstadt" geräumt, aber immer noch unzugänglich. Die Natur hat sich dieses Gelände zurückgeholt und es ist eine in Deutschland einmalige Großstadtwildnis entstanden. Frau Anne Loba hat dort mit den Pferden ihres "Holderhofs" durch naturbetontes Management eine offene Weidelandschaft entstehen lassen, deren Schönheit, deren natürliche Pflanzenvielfalt, artenreiche Vogel-, Amphibien- und Kleintierwelt noch jeden Besucher begeistert hat. Bald wäre es wieder so weit, die Pferde in ihrer natürlichen Lebenswelt zu beobachten, sich am Grünen und Blühen zu erfreuen oder in der beschaulichen Landschaft einfach nur vom Großstadtstress zu entspannen – aber leider haben wir dies noch nicht erreicht.

Wir, das sind über 200 Bürgerinnen und Bürger im Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd und wir werden immer mehr. Wir haben uns seit 2010 erfolgreich dagegen gewehrt, dass dort ein Golfplatz und eine massive Bebauung geplant werden. Jetzt ist unsere Forderung nach einem Landschaftspark mit der Weidelandschaft als Zentrum eindrucksvoll bestätigt worden: Das vom Bezirk beauftragte Gutachten zum Naturschutz in Lichterfelde Süd sieht ein Landschaftsschutzgebiet vor. Die entstandene Großstadtwildnis soll weiter bestehen und für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet werden.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, den wir mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam gehen wollen. Wer sich daran beteiligen will, ist bei uns herzlich willkommen – ein Telefonanruf beim Unterzeichner oder besser noch eine E-Mail genügen, um in Zukunft über gemeinsame Aktivitäten unterrichtet zu werden und dabei sein zu können. Das Aktionsbündnis hat sich bisher erfolgreich für den Erhalt der Großstadtwildnis der Parks Range eingesetzt. Beide, das Aktionsbündnis und Anne Loba mit dem Holderhof haben für ihre Aktivitäten gemeinsam den Umweltpreis 2012 des Berliner Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erhalten. Diese Auszeichnung bestärkt die Menschen im Aktionsbündnis – und das sind ja nicht wenige – sich auch ganz aktuell für die Zukunft von Lichterfelde Süd zu engagieren.

Denn Anlass dazu gibt es genug: Der jetzige Eigentümer hat 960.000 qm des gesamten Geländes, darunter den größten Teil der Parks Range, nach Berechnungen des Aktionsbündnisses für etwa 10 (in Worten: zehn) Euro pro Quadratmeter gekauft. Er ist Eigentümer von großen Naturflächen, von Waldgebieten und Flächen von 21 Gewerbebetrieben, die über 200 Menschen vorwiegend aus den benachbarten Wohngebieten beschäftigen, darunter auch viele Auszubildende. Der Eigentümer – die Groth-Gruppe – plant dort die Vorstadt Lichterfelde Süd mit etwa 3.500 Wohneinheiten für 5.000 bis 6.000 Bewohner.

Dazu wäre es nötig, dass der Bezirk Steglitz-Zehlendorf dort Baurecht beschließt und damit den Wert jeden Quadratmeters Boden auf etwa 260 Euro anhebt. Wenn zum Beispiel 180.000 qm des Geländes bebaubar werden, dann steigt der Wert des Grundstücks um 45 Millionen Euro. Auf diese Weise wird der Eigentümer erst in die Lage versetzt, Geld von den Banken zu erhalten und Gebäude, Straßen und notwendige Infrastruktur zu errichten. Es ist natürlich das gute Recht und auch die demokratische Pflicht der politisch Verantwortlichen im Bezirksamt und vor allem unserer demokratisch gewählten Vertreter in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) bei so weitreichenden Beschlüssen das Allgemeinwohl, die Planungsziele des Bezirks und des Landes, den gesetzlich vorgesehenen Naturschutz sowie die grundgesetzliche Forderung "Eigentum verpflichtet" zu beachten.

Die politisch Verantwortlichen in unserem Bezirk und im Land haben bei der Entscheidung über die Umwandlung von Land in Bauland die Aufgabe, die Planungsziele des Eigentümers mit dem politisch Gewollten und Verantwortbaren in Einklang zu bringen.

Die nächste Aufgabe von Bezirk und Land ist nun, das vom Gutachten vorgesehene Landschaftsschutzgebiet Lichterfelde Süd in planungsrechtliche Realität umzusetzen. Daneben wird es nötig sein, die Planungsziele des Eigentümers für die Bebauung mit den Gegebenheiten vor Ort abzustimmen.

Das Aktionsbündnis wird dies aufmerksam und aktiv begleiten. Jeder kann sich daran beteiligen, wir vom Aktionsbündnis informieren Sie gerne über die nächsten Schritte, vor allem die öffentlichen Anhörungen. Wir werden dort unsere Stimme erheben und uns auch auf der politischen Ebene dafür einsetzen, dass


  Viele interessante
Diskussions-Beiträge
finden Sie im aktuellen
F   O   R   U   M
Lichterfelde-Süd

Bitte, beteiligen Sie sich!
 
Die Menschen im Aktionsbündnis für einen Landschaftspark Lichterfelde Süd setzen sich jedenfalls dafür ein, dass es nicht eine neue Vorstadt sondern neues Wohnen alter und neuer Anwohner am Landschaftspark Lichterfelde Süd geben wird. Helfen Sie mit!

Kontakt: Helmut Schmidt im Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd,
Mobiltelefon: 0151 176 08 476,
E-Mail: helmut.max.schmidt (at) web.de   [„ (at) “ durch „@“ ersetzen!].

[Eine ALL-Zwischenbilanz vom März 2013]



P A R K S   R A N G E

Lichterfelder Weidelandschaft soll weiter blühen!

Aus:
Stadtteil-Zeitung Steglitz-Zehlendorf – Nr. 166, April 2013, Seite 10 (Lichterfelde). Der Artikel basiert auf einer Presse-Mitteilung des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf von Ende Februar 2013. Links wurden hier redaktionell hinzugefügt.

LICHTERFELDE (PM). Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto stellte am 20.2.2013 in der Bezirksverordnetenversammlung vor: Das ehemalige Übungsgelände Parks Range hat sich seit seiner Nutzungsaufgabe durch die alliierten Streitkräfte im Jahr 1994 zu einer für den Artenschutz bedeutsamen Kulturlandschaft entwickelt.

Daran hat die extensive Beweidungsnutzung, die seit rund 20 Jahren auf dem Gelände durchgeführt wird, wesentlichen Anteil. Das Gebiet [südlich der Thermometer-Siedlung] ist aufgrund seiner Größe und Unzerschnittenheit sowie seiner Artenvielfalt für den Naturschutz als sehr wertoll einzustufen. Für weite Bereiche ist von Seiten des Bezirksamts daher eine Offenhaltung und Unterschutzstellung vorgesehen. In den Randbereichen erscheint eine angemessene Bebauung möglich.

Im Auftrag des Bezirks hat das Büro Fugmann & Janotta die naturschutzrechtlichen und -fachlichen Erkenntnisse zusammengetragen und bewertet. Ziel war es insbesondere, zu einer begründeten Abgrenzung zwischen erhaltenswerter Natur und zukünftiger Bebauung zu kommen. Damit sind nun – schon in diesem frühen Verfahrensstand – die naturschutzfachlichen Grundlagen für die weitere Entwicklung des Gebiets in Richtung auf ein zukünftiges Landschaftsschutzgebiet und die vorgesehene Randbebauung geschaffen worden. Die Ergebnisse sind auf der Internetseite des Umwelt- und Naturschutzamtes zu finden.

Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto: „Ich freue mich, dass es mit dieser Studie gelungen ist, die hohe Wertigkeit dieses Gebiets für den Naturschutz – weit über die Grenzen Berlins hinaus – zu dokumentieren und zu bewerten. Ursache für den Artenreichtum seltener Arten und der ansprechenden Landschaft ist die extrem extensive Landschaftspflege der Reitgemeinschaft Holderhof, insbesondere von Frau Anne Loba und ihrem Team. Ich weiß diese Arbeit zu schätzen und werde mich für den weiteren Schutz des Gebiets einsetzen.“



K E H R T W E N D E   I M   B E Z I R K S A M T

Bezirksamt und Investor legen
Absichtserklärung für „Parks Range“ vor

Das Land soll draußen bleiben.

Aus: Stadtrand-Nachrichten (Steglitz-Zehlendorf), 10. April 2013, xx.xx Uhr MESZ (Aktuell, Politik). [Original]

LICHTERFELDE (go). Mit einer Tischvorlage zu „Parks Range“ überraschte Bezirksstadtrat Norbert Schmidt (CDU) am Dienstagabend [9.4.2013] den Steglitz-Zehlendorfer Stadtplanungsausschuss. Es habe ein Gespräch zwischen dem Bezirksamt und dem Investor, der Groth Gruppe, gegeben, bei dem einige wichtige Punkte zum geplanten Wohnareal auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lichterfelde Süd festgehalten wurden. Das Papier sei ein strategischer Schritt, um das Land draußen zu halten, erklärte Schmidt.

      Letter of Intent 2013
Das gelte zum Beispiel für den Umfang des Wohnungsbaus, der in dieser Absichtserklärung [„Letter of Intent“] mit 2.200 bis 2.700 festgelegt wurde. „Diese Zahlen mögen den ein oder anderen erschrecken“, so der Bezirksstadtrat. Doch gehe eine Belastungsstudie davon aus, dass 2.900 Wohnungen möglich seien [Ed: hm, wer hat wann diese Studie angefertigt, und wo ist sie publiziert?]. „Das will weder der Investor noch der Bezirk“. Das Land spekuliere sogar auf rund 3.300 Wohnungen. Deshalb habe man sich für die genannten Zahlen entschieden, die aber nicht abschließend seien. „Wir wollen, dass die Hoheit für dieses Projekt beim Bezirk bleibt, und das Land nicht reingrätscht“, so Schmidt.

Aus ähnlichen Erwägungen heraus wurde in der Vorlage eine Wohnungsgröße von durchschnittlich 78 Quadratmetern festgelegt. Die Bestrebungen des Landes gingen eher dahin, kleine Wohnungen, dafür in Masse zu errichten, so Schmidt in seinen Ausführungen. „Das wollen wir in Lichterfelde nicht.“

Volker Semler (SPD) zeigte sich überrascht von diesem Papier, schließlich sei doch mehr mit dem Investor verabredet worden [Ed: hm, die SPD weiß wohl noch mehr über die Verhandlungen, aber sagt es nicht...]. Er habe konkretere Konzepte erwartet. Auch die Zahlen verwunderten ihn, schließlich habe man bisher von rund 1.500 Wohneinheiten gesprochen. Bei letzteren widersprach Bernhard Steinhoff (Grüne), es seien 2.500 Wohneinheiten gewesen. Er sah das Projekt mit dem neuen Papier „auf einem guten Pfad“. Während Eric Lüders (Piraten), ebenfalls die in vorherigen Diskussionen genannten 1.500 Wohnungen im Hinterkopf, fand, dass die nun festgelegten Zahlen doch sehr nahe an die des Senats kämen. [Ed-Nachhilfe: Alle bisherigen Zahlen]

Da das Papier den Abgeordneten erst kurz zuvor vorgelegt worden war, soll es nun zunächst in den Fraktionen besprochen werden, bevor es dann noch einmal im Ausschuss diskutiert wird. [mehr]

[Presse-Mitteilung des Aktionsbündnisses dazu]



D I E   L I N K E

Kungelei zwischen Bezirksamt und der Groth-Gruppe verhindern

Rücknahme der „Absichtserklärung“ gefordert.

Aus: DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf, 11. April 2013 (Presse-Erklärungen). [Original]

LICHTERFELDE. Die zuständigen Mitglieder des Bezirksamtes, Bezirksbürgermeister Kopp und Bezirksstadtrat Schmidt haben sich mit der Groth-Gruppe, Eigentümer des Geländes Lichterfelde-Süd südlich der Réaumurstraße und des Landwegs, bezüglich der Entwicklung des Geländes auf die verfassten Ziele der Absichtserklärung (Letter of Intent) verständigt.

Das heißt im Klartext: Das Bezirksamt überträgt die Verantwortung für die Entwicklung und Bebauung des Geländes an einen stadtbekannten Berliner Baulöwen. Durch die Ausweisung des Geländes als Bauland würde sich der Wert der von der Groth-Gruppe erworbenen Fläche von einem Einstandspreis von vermutlich kaum über 10 Euro/m2 auf ca. 250 Euro/m2 erhöhen. Dies entspräche für 39 ha einer Wertsteigerung auf 97,5 Mio. Euro.

Die vom Bezirksamt beauftragte „Naturschutz- und Landschaftsentwicklungsstudie — Schutzgebietskonzept Lichterfelde-Süd“ von Fugmann & Janotta vom Dezember 2012 empfiehlt von der Gesamtfläche von ca. 100 ha einen Bereich von gut 80 ha als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen. Entsprechend der Studie könnten Randbereiche des Groth-Grundstückes von ungefähr 16 ha unbedenklich bebaut werden. In der Absichtserklärung ist die Rede von 39 ha, die bebaut werden sollen. Über 2.500 Wohneinheiten sollten dort nach Meinung von Groth entstehen. DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf geht vom Bau von ca. 500 Wohneinheiten aus.

Wir fordern:



K E H R T W E N D E   I M   B E Z I R K S A M T

„Eine Nacht- und Nebelaktion“

Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd überrascht von Absprachen zu Parks Range.

Aus:
Stadtrand-Nachrichten (Steglitz-Zehlendorf), 11. April 2013, xx.xx Uhr MESZ (Aktuell, Politik). [Original]

LICHTERFELDE (go). „Überrascht und enttäuscht“ zeigt sich das Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd vom „Letter of Intent“, der zwischen dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und der Groth-Gruppe geschlossenen Absichtserklärung zu Parks Range.

Er sei doch verwundert, so Gerhard Niebergall, Sprecher des Aktionsbündnisses, dass „im Vorfeld eines städtebaulichen Wettbewerbs schon solche Verabredungen getroffen werden“ und damit Rechtsansprüche für den Investor geschaffen werden, obwohl es nicht einmal einen gültigen Bebauungsplan gebe.

Vor allem mit den festgelegten Wohneinheiten von bis zu 2.700 habe sich der Bezirk doch sehr den Vorstellungen des Investors genähert, findet Niebergall. Zudem könne er nicht verstehen, warum etwa 39 Hektar als Baufläche ausgegeben werden, wo doch ein vom Bezirk Steglitz-Zehlendorf in Auftrag gegebenes Gutachten des Büros Fugmann & Janotta ein nur 16 Quadratmeter [Hektar] großes Areal als geeignet, weitere 11 Hektar als bedingt geeignet für den Wohnungsbau ansieht.

Die Vorstellung der Absichtserklärung im Stadtplanungsausschuss durch Bezirksstadtrat Norbert Schmidt (CDU) empfindet Niebergall als „Nacht- und Nebelaktion“, mit der man die Bürgerinitiative vor vollendete Tatsachen stellen wolle. Doch das Aktionsbündnis will sich dagegen wehren. Unter anderem will Niebergall mit einen Brief an Mitglieder des Abgeordnetenhauses „Denkanstöße zur öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 17. April“ geben. In diesem Brief, der an Mitglieder des Ausschusses versandt wurde, äußert Niebergall deutlich seinen Eindruck, dass das „Bezirksamt gewillt scheint, die weitere Planung weitgehend der an dem Ergebnis dieser Planung wirtschaftlich besonders interessierten Groth-Gruppe zu übertragen“.

[Aktuelle Mail-Aktion des Aktionsbündnisses]



I M   A B G E O R D N E T E N H A U S

Wohnen im Landschaftspark
(Sechs Etagen Streit)

Naturschützer kämpfen gegen ein Immobilienprojekt in Lichterfelde-Süd /
[nur online:] In Lichterfelde-Süd hat sich ein ehemaliger Truppenübungsplatz zu einem wertvollen Naturreservoir entwickelt. Jetzt will ein Investor Wohnungen für 5.000 Menschen bauen. Die Grünen finden das Projekt okay, doch Naturschützer melden Zweifel an.

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 18. April 2013, Seite 12 (Berlin). Ein merkwürdiger Titel ist das, als wenn es um die Etagenzahl der künftigen Wohnbebauung gehen würde. In der Online-Fassung des Artikels wurde inzwischen der Titel geändert in: „Streit um Immobilienprojekt: Wohnen im Landschaftspark“ sowie der längere Vorspann ergänzt. Alle erläuternden Links wurden hier redaktionell hinzugefügt. [Original]

BERLIN (Tsp). Für Fachleute ist das ehemalige Truppenübungsgebiet Parks Range in Lichterfelde-Süd ein „Hotspot der Biodiversität“. 800 Arten, darunter seltene Vögel wie Mäusebussard und Wendehals, sind hier beheimatet. Gleichzeitig ist das rund 100 Hektar große Gebiet an der Grenze zu Brandenburg eine wichtige Reservefläche für den Wohnungsbau. Die soll nun erschlossen werden, und es zeichnen sich wie auf dem Tempelhofer Feld Konflikte zwischen Politik und engagierten Naturschützern ab.

Die Bebauung des Gebietes war am Mittwoch [17.4.2013] Thema im Stadtentwicklungsausschuss [des Abgeordnetenhauses]. Staatssekretär Ephraim Gothe (SPD) sprach von einem „wohnungspolitisch bedeutsamen Projekt“ für die Stadt.

Er hoffe, das anstehende Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes werde „ohne großes Störfeuer“ über die Bühne gehen. Zuvor waren Gerüchte laut geworden, der Senat könne die Planung an sich ziehen, um den Bau zusätzlicher Wohnungen durchzusetzen.

In einer Absichtserklärung haben sich der Bezirk Steglitz-Zehlendorf und Investor Klaus Groth auf einen Kompromiss geeinigt: 40 Prozent der Fläche sollen danach bebaut, 60 Prozent als Landschaftspark erhalten werden. Das reicht einer örtlichen Initiative, der „Aktionsgemeinschaft Landschaftspark Lichterfelde- Süd“ nicht aus. Die Naturschützer verlangen, ein Gutachten zur Artenvielfalt [Ed: korrekt ist das gutachterliche „Schutzgebietskonzept Lichterfelde-Süd“ vom Dez. 2012] umzusetzen und nur auf einer Fläche von maximal 27 Hektar [Ed: rund 28 % der Fläche] zu bauen.

Die Grünen unterstützen den Kompromiss des Bezirksamtes. Eine Randbebauung mit rund 2.200 bis 2.700 Wohnungen wäre ein „gutes Ergebnis“, sagte Christa Markl-Vieto, grüne Bezirksstadträtin für Umwelt und Tiefbau. Die Gelder für Ausgleichsmaßnahmen würden in die dauerhafte Pflege des Landschaftsparks fließen. Dabei geht es besonders um rund 40 Pferde, die auf Teilflächen weiden. Diese Herde soll bleiben dürfen, wo sie ist.

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Mehr als 5.000 Menschen könnten in das neue Wohngebiet ziehen. Es sollen Ein- und Mehrfamilienhäuser, aber auch Geschosswohnungsbauten entstehen, maximal sechs Etagen hoch – dazu Kindertagesstätten und möglicherweise eine Schule. Die Erschließung und zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen würden rund 68 Millionen Euro kosten, daran wolle er sich beteiligen, sagte Investor Groth. Baugruppen und Genossenschaften sollten zum Zuge kommen, Sozialwohnungen seien bislang nicht geplant. Ende des Jahres 2015 könnte das Bauprojekt starten, für 2019 wäre dann bislang die Fertigstellung geplant.

Die SPD-Abgeordnete Irene Köhne erinnerte daran, dass in einer alten Planung aus den neunziger Jahren eine Komplettbebauung mit rund 8.000 Wohnungen vorgesehen war [Ed: hm, sie verwechselt Wohnungen mit der Zahl der damals vorgesehenen Bewohner]. Wichtig sei, dass keine „20-Stöcker“ wie in der benachbarten Thermometersiedlung entstünden. Dort gebe es „massive“ soziale Probleme, sagte Markl-Vieto [Ed: aber nicht wg. der „20-Stöcker“]. Wie das Brennpunktquartier von dem Neubauvorhaben für solvente Mittelständler profitieren könnte, ist noch völlig offen. [Leser-Kommentare]

[Wortprotokoll der Ausschußsitzung]  [Denkanstöße der örtlichen Initiative]



Leitstelle für den Wohnungsbau

Ab dem 2. Mai soll in Berlin eine Wohnungsbau-Leitstelle ihre Arbeit aufnehmen. Sie soll bei Konflikten um Neubauprojekte vermitteln, damit mehr Wohnraum geschaffen werden.

Aus:
Berliner Zeitung, 23. April 2013, Seite xx (Berlin).

BERLIN (UP). In Berlin müssen rasch die Weichen für einen verstärkten Wohnungsneubau gestellt werden. Das hat der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) am Montag [22.4.2013] gefordert. „Die Zeit drängt“, sagte BBU-Chefin Maren Kern bei einer Tagung ihres Verbandes. Zwar seien im Jahr 2012 mit rund 10.000 Wohnungen so viele neue Unterkünfte in Berlin genehmigt worden wie lange nicht, doch „genehmigt ist noch nicht gebaut“, sagte Kern.

Auf dem Tempelhofer Feld sowie auf dem Areal des Flughafens Tegel könnten laut Kern statt der bisher geplanten 5.800 Wohnungen je 8.000 bis 10.000 Wohnungen entstehen. Als gutes Beispiel für Berlin empfahl Kern die Stadt Hamburg. Dort wurde der Neubau mit verschiedenen Anreizen angekurbelt. Unter anderem erhalten dort die Bezirke pro genehmigter Wohnung 250 Euro. Der Erfolg: Schon im ersten Jahr (2011) stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen von 3.500 auf 6.800, im Jahr 2012 wurden sogar 8.700 Wohnungen genehmigt. Ziel in Hamburg ist der Bau von 6.000 Wohnungen jährlich.

In Berlin werden laut Stadtentwicklungsverwaltung bis 2025 rund 10.000 Wohnungen jährlich benötigt. Ab dem 2. Mai soll eine Wohnungsbau-Leitstelle ihre Arbeit aufnehmen. Sie soll bei Konflikten um Neubauprojekte vermitteln. [mehr]



P A R K S   R A N G E

Mehr Wohnungen zugestimmt

Aktionsbündnis sieht auf Parks Range eine zweite Thermometersiedlung zukommen.

Aus:
Berliner Woche (Ausgabe Steglitz-Süd) – Nr. 17/2013, 24. April 2013, Seite 1 (Aufmacher). [Original]

LICHTERFELDE (KM). 2013 könnte das Jahr der Entscheidungen für das Gelände Parks Range werden. Das Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde befürchtet, dass eine zweite Thermometersiedlung entstehen soll.

  Beratung der neuen Lage
am Freitag – 26. April 2013

Ab 18 Uhr im
Kieztreff „Altes Waschhaus“,
Celsiusstraße 60, nahe beim
S-Bhf. Lichterfelde-Süd.
Dazu lädt ein:
Aktionsbündnis Landschaftspark
Lichterfelde Süd
 
Kürzlich informierte Baustadtrat Norbert Schmidt (CDU) über eine Absichtserklärung, die das Bezirksamt mit dem Eigentümer der Parks-Range, der Groth-Gruppe getroffen hat. Mit diesem Papier will der Bezirk das Zepter für die Bebauung des Areals in der Hand behalten und verhindern, dass der Senat das Wohnungsbauprojekt an sich zieht.

In diesem "
Letter of Intent" sind Festlegungen über die Bebauung des rund 96 Hektar großen Areals vereinbart worden. Demnach soll auf einer Fläche von etwa 57 Hektar ein Landschaftspark entstehen. Die übrigen Flächen mit einer Größe von 39 Hektar sind zur Entwicklung von Wohnquartieren vorgesehen. Bezirksamt und Groth-Gruppe sind sich einig, dass auf dieser Fläche 2.200 bis 2.700 Wohnungen entstehen können.

Angesichts dieser Zahlen regt sich Widerstand beim Aktionsbündnis. Bisher sei immer betont worden, dass der Bezirk keine zweite Thermometersiedlung genehmigen würde. In einem jüngst vorgelegten Gutachten zum Naturschutz in Lichterfelde Süd sei diese Aussage noch einmal bekräftigt worden. "Die bebaubare Fläche ist darin klar auf 16 Hektar beschränkt worden", erläutert Helmut Schmidt vom Bündnis. Darüber hinaus wurden bisher Grenzwerte von 500 bis maximal 1.600 Wohnungen genannt. "Eine zweite Thermometersiedlung mit 5.000 bis 6.000 neuen Bewohnern hat bisher kein Bezirkspolitiker als vorstellbar bezeichnet", sagt Helmut Schmidt. Bei 2.700 Wohnungen mit jeweils 2 bis 3 Personen sei mit einem Zuzug von weit über 6.000 Neubürger zu rechnen. Das zu erwartende Verkehrsaufkommen könnte weder die Osdorfer Straße noch der Ostpreußendamm aufnehmen.

Angesichts der aktuellen Entwicklung ruft das Aktionsbündnis am Freitag, 26. April, 18 Uhr, zu einer Veranstaltung in den Kieztreff, Celsiusstraße 60, ein. Dabei geht es um die Zukunft der Lichterfelder Weidelandschaft, die Zukunft der Gewerbebetriebe auf dem Gelände und den umstrittenen Wohnungsbau.



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