PLS-Logo |   GROTH-GRUPPE — Teil 7:
  Bauprojekt Lichterfelde-Süd

khd
    Stand:  2.4.2015   (53. Ed.)  –  File: PLS/GROTH/GROTH-GRUPPE_Planungen_07.html


Diese Seite ist Teil des Bürger-Portals zur Stadt(ver)planung in Lichterfelde-Süd. Giesensdorf – wie Lichterfelde-Süd früher hieß – ist seit jeher das Stiefkind der (Bezirks-) Politiker. Manche von ihnen wissen noch nicht mal, wo „Giesensdorf“ überhaupt liegt — und entscheiden dennoch über gravierende Bauleitplanungen in dieser Gegend. Man schob und schiebt dort gerne etwas hin, was man in den feineren Wohnquartieren des Bezirks nicht so gerne sieht. [Ständig benachteiligt!]

Mitte Juli 2012 wurde bekannt, daß die österreichische „CA Immo“ in Lichterfelde-Süd aufgegeben hat und das rund 100 Hektar große Grundstück an die Berliner Groth-Gruppe zur weiteren Entwicklung verkauft hat. In diesem 5. Teil wird über den Fortgang der Planungen dieser neuen Eigentümerin berichtet.

I n h a l t :       [1. Teil]   [2. Teil]   [3. Teil]   [4. Teil]   [5. Teil]   [6. Teil]   [7. Teil]  

Groth-Gruppe — Aktuelle Informationen   (Stand: Okt. 2014)


22.10.2014 (pls). Die Groth-Gruppe hat die Startseite ihres Diolog-Portals verändert. Im Vordergrund stehen nun viele Fotos (von der harten Workshop-Arbeit) und ein Begrüßungstext, der im folgenden dokumentiert wird. [Doku vom Juli 2014]


Die Groth-Gruppe informiert

Dokumentation eines Teils der Startseite des Portals „Lichterfelde Süd im Dialog“.

Aus: Lichterfelde-Sued-im-Dialog.de, Groth-Gruppe Berlin, 21. Oktober 2014, 4.51 Uhr MESZ (Download-Zeitpunkt). Alle Links und [...]-Anmerkungen wurden in dieser Dokumentation redaktionell hinzugefügt. [Original]


Herzlich willkommen!

Wenn es um neue Bauvorhaben in Berlin geht, ist Bürgerbeteiligung und Partizipation derzeit in aller Munde.

comment! Kommunikation in Form von frühzeitigen Bürgerdialogen sowie transparenten Realisierungsprozessen unter Einbindung von Bürgervertretern während städtebaulicher Workshops ist für uns, die Groth Gruppe, die entscheidende Grundlage. Auch wenn nicht alle Anwohnerinnen und Anwohner damit erreicht werden können, halten wir an einer offenen Kommunikation fest.

Mit dieser Seite möchten wir den Dialog erweitern und Ihnen für unser Projekt ein Podium für Fragen und Anregungen bieten. Außerdem erhalten Sie hier stets die aktuellsten Informationen zum Planungsstand.

Fragen Sie uns! Wir freuen uns auf Ihre Mitwirkung!

Das Projekt

Bei der Entwicklung des Gebietes Lichterfelde-Süd besteht die Chance, beispielhaft ein naturnahes, den ökologischen Ansprüchen der Zukunft an Wohnen gerecht werdendes städtebauliche Leitbild am Anfang des 21. Jahrhunderts nachhaltig umzusetzen. Dabei geht es sowohl um die Bewahrung und Aufwertung der hochwertigen Freiflächen des Geländes, als auch um die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum.

Wir laden Sie herzlich ein, sich auf den folgenden Seiten über den aktuellen Planungsstand unseres Projektes zu informieren und mit uns in Dialog zu treten, falls Sie weitere Fragen und Anregungen dazu haben. [
Mehr erfahren]


Groth-Gruppe — Der Landschaftsplanerische Workshop – Teil 4


[1. Teil]   [2. Teil]   [3. Teil]   [4. Teil]  

4. Workshop zur sogenannten „Grünen Mitte“

5.10.2014 (pls). Es gibt noch keinen Termin für diesen 4. Workshop der Naturexperten. Es gibt aber nach der Jury-Auswahl vom 19.9.2014 des städtebaulichen Konzepts reichlich Diskussionsbedarf zu den Auswirkungen des
Masterplan-Entwurfs des Rotterdamer Architektur-Büros Casanova + Hernandez auf die Natur-Belange im gesamten Planungsgebiet.

16.10.2014 (pls). Der 4. „Landschaftsplanerische Workshop“ soll nun (nach mehreren Terminverschiebungen) am 24. November 2014 im BVV-Saal Zehlendorf stattfinden. Es soll der letzte Workshop sein, obwohl es noch reichlich Unerledigtes gibt.. Als Tagesordnung ist bislang vorgesehen:

      12 Prüfsteine für 4. Workshop
^   12 Prüfsteine für den 4. Workshop. Alle Workshop- Teilnehmer erhielten sie per E-Mail.   (Grafik: 2014 – khd-research)

Gesteuerter Workshop

10.11.2014 (pls). Interessant ist vielleicht noch, daß es im Hintergrund des Mediator-Büros eine „Steuerungsgruppe“ für diesen Workshop gibt. Durchgesickert ist auch: Die in diesem Jahr durchgeführten faunistischen und floristischen Nach-Untersuchungen des Planungsgebiets zeigen, daß viele wertvolle Arten (auch FFH-Arten) weiter verbreitet sind als bislang bekannt war. Das heißt aber, es ist noch mehr gerechtfertigt, von einem Areal mit NATURA-2000-Qualität zu sprechen, das der Bund 2007/08 leichtfertig an Spekulanten verkaufte. Erst im Januar 2015 soll es gedruckte Ergebnisse mit den Kartierungen geben, so daß ein 5. Workshop unausweichlich wird.

12 Prüfsteine

23.11.2014 + 14.12.2014 (pls). Inzwischen wurden 12 Prüfsteine zu den landschaftsplanerischen und naturschutzfachlichen Notwendigkeiten formuliert. Das Aktionsbündnis hat dieses
PDF-Dokument an alle Teilnehmer des Workshop direkt (um einen Einfluß dieser Steuerungsgruppe zu vermeiden) versandt, so daß auf der morgigen Sitzung Klarheit darüber herrschen müßte, welche Erwartungen die Bürger ans Arbeitsergebnis dieses Workshops haben.

Außerdem hat der BUND am 19.11. einen „Vorschlag für eine Stellungnahme des 4. Workshops Grüne Mitte zum Ergebnis Städtebaulicher Workshop Lichterfelde Süd“ eingereicht. Damit könnte dieser ‚grüne‘ Workshop doch noch ein Statement zum voreilenden Städtebau abgeben.

Der BUND kritisiert in diesem Papier auch den weiteren Flächenverbrauch von etwa 6 ha zu Lasten sensibler Biotop-Flächen, den der geplante „Pufferpark“ (Promenade) zwischen dem Siedlungsgebiet und der „Grünen Mitte“ beansprucht: „Er ist gestalterisch so überprägt, dass er fachlich nichts zum Naturschutzwert der Grünen Mitte beiträgt.“

15.12.2014 (pls). Ein Kurzbericht über den 4. Workshop liegt leider noch immer nicht vor. Offensichtlich war der Vertreter des Aktionsbündnisses verhindert, an diesem wichtigen Workshop teilzunehmen. Wir müsen also das Protokoll abwarten.

Das Protokoll

17.12.2014 (pls). Seit gestern liegt nun der
Protokoll-Entwurf des 4. Workshops vor (1,3 MByte PDF). Und die Ahnung hat nicht getrogen, denn das Protokoll ist sehr aufschlußreich und bietet eine Menge an neuen Informationen über den Planungsstand. Da fällt zunächst auf, daß die Oberste Naturschutzbehörde beim SenStadtUm schon im Oktober (17.10.2014) eine Karte „Problematische Bereiche“ (1,6 MByte PDF) mit Anmerkungen eingereicht hatte, die aber offensichtlich nicht näher erörtert wurde (nur dem Protokoll als Anhang beigefügt wurde). Allein auf der Basis dieser 16 naturschutzfachlichen Einwendungen muß der Casanova-Plan deutlich geändert werden. [mehr dazu]

Im Mittelpunkt des letzten Workshops standen die folgenden Präsentationen:
  1. Ergebnisse des Workshops Städtebau“ (4,9 MByte PDF) durch Herrn Prof. Machleidt (Machleidt GmbH, Büro für Städtebau). Prof. Machleidt war (neutraler) Moderator der Jury. Daß er hier nun ein Papier der Groth-Gruppe präsentierte, spricht für sich. Nach den neuesten Terminvorstellung der Groth-Gruppe soll im 4. Quartal 2016 Baustart in Lichterfelde-Süd sein (zuletzt wurde 2. Quartal 2016 genannt).

  2. Faunistische Untersuchungen 2014“ (12,4 MByte PDF) durch Herrn Meermeier (PlanWerkStadt, Berlin). In dieser 2. Fassung vom 22.1.2015 wurden alle Karten ausgewechselt. FFH-Pflanzenarten wurden 2014 ganz offensichtlich nicht untersucht, was sich noch als sehr nachteilig herausstellen könnte. [1. Fassung (12,2 MByte PDF)]

  3. Planungsstand der Zugänglichkeit und Betretbarkeit“ (1,2 MByte PDF) durch Herrn Dr. Ruck (Amtsleiter Umwelt- und Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf).

  4. Sachstand des Betreiberkonzepts“ (0,9 MByte PDF) durch Herrn Dr. Faensen-Thiebes (BUND, Landesverband Berlin e.V.). Der BUND ist grundsätzlich bereit, als Eigentümer und Betreiber das künftige LSG „Parks Range“ zu übernehmen, was ihn aber wohl als potentiellen Kläger gegen den künftigen Bebauungsplan ausschließen dürfte.

Vom Mediator-Büro wurde außerdem ein Summary des Landschaftsplanerischen Workshops „Ergebnisse aus dem Workshop »Grüne Mitte«“ (2,1 MByte PDF) zusammengestellt. Damit wurde zwar dieser Workshop formal abgeschlossen, aber dennoch blieben die meisten Fragen offen. Aus Bürgersicht ist das extrem unbefriedigend. Die offenen Fragen werden nun im weiteren Planverfahren hinter geschlossenen Türen geklärt werden müssen. Immerhin gibt es ein wichtiges Ergebnis dieses Workshops: Die Groth-Gruppe sperrt sich offensichtlich nicht mehr gegen ein Landschaftsschutzgebiet (LSG). Allerdings ist noch unklar, wie groß es sein darf.


FFH-Arten in Lichterfelde-Süd

17.12.2014 (pls). Im Workshop-Protokoll wird zum vorläufigen Stand der Erkenntnisse zu einigen in Lichterfelde-Süd vorkommenden und nach Europa-Recht besonders streng geschützen Tier-Arten festgehalten:

Die endgültigen Ergebnisse (mit allen Kartierungen) sollen am 19. Januar 2015 eingereicht werden, heißt es. Bleibt zu hoffen, daß wir dann auch Konkretes über die genaue Verbreitung von anderen FFH-Arten wie Ameisen, Falter, Immen, Spinnen, Käfer, Farne, Flechten und Moose erfahren.

26.1.2015 (pls). Seit heute liegt das endgültige
Protokoll des 4. Workshops vor (1,8 MByte PDF). Gegenüber dem Entwurf enthält es einige Richtigstellungen und Ergänzungen. Das Volumen des Protokolls ist damit um 0,5 MByte angewachsen.


Befragung der Workshop-Teilnehmer

6.2.2015 (pls). Zum Abschluß des Workshop befragte am 24. November 2014 die mit der Durchführung beauftragte MEDIATOR GmbH die Teilnehmer per Fragebogen. Jetzt liegt die Auswertung vor. Dokumentiert sind hier nur 3 Fragen sowie die Antworten darauf [
Quelle in PDF vom 22.1.2015]:





Groth-Gruppe — Wie kam es zur Bebaubarkeit von 39 ha?


13.2.2015 (pls). Anfang des Jahres tauchte hier plötzlich ein bis dahin in der Öffentlichkeit völlig unbekanntes PDF-Dokument „110125_lis_zonierungskonzept_150_dpi.pdf“ (836 kByte) auf, dessen Herkunft unklar war. Nun sind in jedem PDF-Dokument einige Produktions-Daten eingebettet. Diese besagen, daß es am 9.9.2014 um 15.19 Uhr mit dem „PDF-Creator Version 1.2.1“ unterm „GPL Ghostscript 9.02“ produziert wurde. Aber von wem, in welchem Büro? Auch bei der Bürgerinitiative gab man sich ahnungslos. Sie kannte dieses Dokument gar nicht.

Dieses brisante PDF-Dokument enthält nur eine einzige Karte „
Lichterfelde-Süd – Zonierungskonzept vom 25.1.2011“ (836 kByte PDF). Laut Impresum soll diese Bebaubarkeits-Karte vom BGMR-Büro im Januar 2011 gezeichnet worden sein, nachdem dieses im November 2010 eine — noch im Auftrag der VIVICO erfolgte — unvollständige „Naturschutzfachlich-landschaftsplanerische Untersuchung (Bestandsanalyse)“ (intern) vorgelegt hatte, die erst 2012 von der CA-Immo veröffentlicht wurde. In diesem Gutachten wird die jetzt aufgetauchte Bebaubarkeits-Karte nicht erwähnt.

Lichterfelde-Süd -- Bebaubarkeit lt. BGMR -- Stand: 25.1.2011
^   Lichterfelde-Süd –Zonierungskonzept vom 25.1.2011. Das BGMR-Büro teilte das Plangebiet von Nord nach Süd in 3 Zonen (Wiederholung der Karten-Legende):
  • ca. 26 ha  vorrangig bebaubare Fläche.
  • ca. 36 ha  Übergangszone (urbane Landwirtschaft, Baulandreserve).
  • ca. 35 ha  Freiraum (Wald / Offenlandschaft).
Damit ergibt sich eine Gesamtfläche von ca. 97 ha, also das Grothsche Grundstück, das die Groth-Gruppe der CA-Immo im Sommer 2012 abkaufte. Diese BGMR-Karte erreichte erst mit 4-jähriger Verspätung das Licht der Öffentlichkeit! Warum? [Quelle]   (Repro: 14.2.2015 – khd-research)

HINWEISE: Der Dateiname dieser Bebaubarkeits-PDF wurde den hiesigen Usancen angepaßt. Er lautet auf diesem Webserver: „BGMR_LiS_ZonenKonzept_2011.pdf“, damit es keine Verwirrung gibt. Die obige Abbildung mußte stark aufgehellt werden, da die PDF miserabel gescannt wurde. Schon das dürfte ein Hinweis darauf sein, daß diese PDF nicht von den Profis im BGMR-Büro im September 2014 produziert worden ist. Und das heißt: Es bleibt nur die Groth-Gruppe und deren Umfeld oder das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, das diese alte, überholte Bebaubarkeits-Karte 2014 in PDF gegossen hat. Aber warum?


Turn back the clock

26.2.2015 + 31.3.2015 (khd). Eine aufmerksame Leserin (mit einem Mac-Computer, wo das mit dem Adobe Reader leichter zu lesen ist) teilte inzwischen mit, daß in den eingebetteten Daten der Name „Ruck“ auftauche und dieser wohl dem Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf zuzuordnen sei. Das bedeutet, daß das PDF-Dokument auf der Basis einer bis dahin unveröffentlichten Papierkarte im Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf im September 2014 angefertigt wurde. Es steht inzwischen auch auf deren Webserver zum Download bereit (Lichterfelde-Süd-Seite des Naturschutzamts). Ganz offensichtlich sollte diese enorme Bebaubarkeits-Empfehlung der BMGR-Landschaftsarchitekten von 62 ha in die Öffentlichkeit — vermutlich um aufzuzeigen, wieviel besser man (mit den 39 ha) heute dran sei.

Diesem „Zonierungskonzept“ (Bebaubarkeits-Karte) als Ergebnis des
BGMR-Gutachtens vom November 2010 kommt aber eine erhebliche Bedeutung zu. Denn es ist der Beweis Nr. 1, daß die Planer bereits 2010/11 die im Plangebiet angetroffene wertvolle Natur mit reichlich FFH-Arten weitgehend ignorierten, um mit dem Ausweis einer 62 ha großen bebaubaren Fläche eine wirtschaftliche Entwicklung des Areals nicht zu behindern.

In den zu erwartenden juristischen Auseinandersetzungen um einen Bebauungsplan Lichterfelde-Süd wird das Folgen haben. Insofern ist es sehr hilfreich, daß diese Bebaubarkeits-Karte jetzt nach 4 Jahren das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Man kann diese BGMR-Zonierung auch als Anstiftung zum Naturfrevel werten. Ob so etwas strafbar ist, mögen andere beurteilen. Werfen wir stattdessen einen aufschlußreichen Blick auf die Entwicklung der Bebaubarkeits-Empfehlungen fürs Plangebiet in Lichterfelde-Süd:

  1. Im Novembe 2010 lieferten die BGMR-Landschaftsarchitekten ihr Gutachten bei der Vivico Real Estate (Tochter der CA-Immo) ab. Diese war unter ihrem Chef Henrik Thomsen („Mr. Golfplatz“, heute Geschäftsführer in der Groth-Gruppe!) mit der Aussage zur Bebaubarkeit von Lichterfelde-Süd nicht zufrieden und bat um sofortige Nachbesserung.

  2. Im Januar 2011 lieferte dann das BGMR-Büro dieses „Zonierungskonzept“ mit der Bebaubarkeits-Empfehlung von 26–62 ha.

  3. Bei einem Workshop der CA-Immo legte diese im Sommer 2012 erstmals öffentlich eine Bebaubarkeitsskizze vor, die bereits seit 2012 auf diesem Portal dokumentiert ist. Heute ist klar, daß diese Skizze mit einer Mindesbebaubarkeit von 34 ha auf der BGMR-Empfehlung vom Januar 2011 basiert.

  4. Im Dezember 2012 legt das Landschaftsplaner-Büro Fugmann & Janotta ihr LSG-Gutachten vor, das sie im Auftrag des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf anfertigten. Aufgrund der damaligen Natur-Erkenntnisse kommen sie zum Ergebnis, daß 16 ha sicher und weitere 11 ha bedingt bebaubar sind, also insgesamt höchstens 27 ha.

  5. Das ist der Groth-Gruppe zu wenig. Diese hatte das Areal im Sommer 2012 von der CA-Immo gekauft. Klaus Groth alarmierte ihr Landschaftsplaner-Büro Lützow-7, um eine höhere Bebaubarkeit zu erzwingen. Anfang 2013 kam es zu Verhandlungen mit dem Bezirksamt, wobei eine Bebaubarkeit von 39 ha ausgehandelt wurde. Vereinbart wurde das Anfang April 2013 im „Letter of Intent“. Eine sachliche Begründung der 39 ha unterblieb (bis heute).

  6. Diese Nichtbegründung eines Essentials einer beabsichtigten Bauleitplanung führte zu einem andauernden Streit, der Anfang Februar 2015 — leider kaum beachtet — in einer skurilen Einlassung durch die Groth-Gruppe gipfelte. Sie zeigt die ganze Skrupellosigkeit, mit der dieser Immobilien-Entwickler arbeitet.

  7. Zunächst machte die Groth-Gruppe das LSG-Gutachten von Fugmann & Janotta (16 ha + 11 ha = 27 ha) mit falschen Behauptungen madig: Diese Zahlen lägen einem Gutachten zugrunde, das „nicht belastbar“ und „nach einem eintägigen Besuch auf dem Gelände“ entstanden sei, erklärte die Groth-Gruppe dem Berliner Abendblatt. Das ist eindeutig falsch, und allein durch Lektüre des Gutachtens widerlegbar. Es flossen auch etliche andere Untersuchungen in das Janotta-Gutachten ein. Die Groth-Gruppe stellt damit den ausgewiesenen Experten Janotta als Trottel dar.

  8. Dann griff die Groth-Gruppe noch ganz tief in die Mottenkiste, um die 39 ha Bebaubarkeit zu rechtfertigen: „Die 39 Hektar, auf denen das Quartier geplant werde, basierten dagegen auf einem fachwissenschaftlichen Gutachten, für das das Gebiet einer Biotopkartierung unterzogen worden sei“, so die Groth-Gruppe am 7.2.2015 im Berliner Abendblatt. Aber welches Gutachten meint die Groth-Gruppe, das so viel besser sein soll?.

  9. Das Gutachten des Büros Lützow-7 vom November 2013 mit Biotop-Kartierung entstand erst im Laufe des Jahres 2013. Die Bebaubarkeit von 39 ha wurde aber bereits zwischen Januar und Ende März 2013 zwischen Groth-Gruppe und Bezirksamt ausgehandelt. Deshalb kommt nur das noch von der VIVICO beauftragte BGMR-Gutachten in Frage, zu dem sich die Landschaftsarchitekten im nachhinein (25.1.2011) für eine Bebaubarkeit zwischen 26 und 62 ha aussprachen.

  10. Aber wie wurden die 39 ha Bebaubarkeit Anfang 2013 bestimmt? Ganz einfach (nichts bleibt geheim!): Man nahm die 27 ha aus dem Fugmann/Janotta-Gutachten (Dez. 2012) und addierte (als Bonus) ein Drittel der vom BGMR-Büro am 25.1.2011 empfohlenen Bebaubarkeitsspanne [(62–26)/3 = 12 ha] dazu. Das ergibt die 39 ha.

Fazit:
2.4.2015 (khd). Es ist also die totale Willkür, mit der Anfang 2013 die 39-Hektar-Bebaubarkeit des Areals südlich der Thermometer-Siedlung vom Bezirksamt und Groth-Gruppe vorab vereinbart wurde. Das Bezirksamt wußte aber aus den Flora- und Fauna-Untersuchungen der 1980er- und 1990er-Jahre sehr genau, daß ein Großteil der festgelegten 39 ha, der außerhalb (!) des „Parks Range“ (Weidelandschaft) liegt, dem strengen Natur- und Arten-Schutz des Flora-Fauna-Habitat-Rechts der Europäischen Union von 1992 unterworfen ist. Durch die Kartierungen von 2014 wissen wir inzwischen, daß diese Bereiche noch wervoller sind und daher allenfalls 16–20 ha bebaut werden können.




Groth-Gruppe — xxxxxx



(more to-be done).






Investoren-Pläne für Lichterfelde-Süd:
[HABERENT]  [CA-IMMO 1]  [CA-IMMO 2]
[GROTH 1]  [GROTH 2]  [GROTH 3]  [GROTH 4]
[GROTH 5]  [GROTH 6]  [GROTH 7]
[GROTH 8]  [GROTH 9]
Aus Medien-Dokus zu Lichterfelde-Süd:
[Artikel-Liste]  [1]  [2]  [3]  [4]  [5]  [6]  [7]  [8]  [9]  [10]
[11]  [12]  [13]  [14]  [15]  [16]  [17]  [18]  [19]  [20]
[21]  [22]  |23]  |24]  |25]  |26]  |27]  |28]  |29]
|30]  |31]  |32]  |33]  |34]  |35]  |36]  |37]
|38]  |39]  |40]  |41]  |42]  |43]  |44]


—  Powered by khd-research.net  —
(Toronto/Houston)





Rubriken auf »pruefstein-lichterfelde-sued.de«
  • Startseite | Wegweiser
  • Das Planungsgebiet | Teil 2
  • Landschaftsplan XII-L2
  • Thermometer-Siedlung
  • Panorama Lichterfelde-Süd
  • FORUM – AKTUELL | POSTEN
  • 2012 | 2013 | 2014 | 2015
  • Alle Gutachten
  • Kritik am FNP
  • Prüfsteine (Liste)
  • Dokus: <2010 | 2010 | 2011
  • Dokus: 2012 | 2013 | 2014
  • BI „ALL“ | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
  • CA Immo | Groth-Gruppe
  • Dies&Das | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7
  • Foto-Galerien
  • Foto-Verzeichnis
  • Karten-Verzeichnis
  • Artikel-Verzeichnis
  • References (Link-Liste)
  • Zur Site-map von »pruefstein-lichterfelde-sued.de«

      Zur Homepage


    © 2014-2015  – Karl-Heinz Dittberner (khd) – Berlin   —   Last Update: 02.04.2015 11:17 Uhr